Archiv vom Mai 2014

Schlüssel zum Glück

Freitag, 23. Mai 2014

für Asya

Wie leise die Stadt auf einmal sich bewegt
wenn der Winter seinen weissen Mantel über alles legt
und die Äste ein Brautkleid tragen

Wie sanft und leicht es alsbald klingt
wenn der Frühling sanfte Lüfte schwingt
jeder Vogel neue Lieder singt
morgens, ganz früh, es bald nicht mehr friert
und das Lindgrün der Bäume explodiert
die Krokusse Farben in die Erde malen
und dann der Mai die Stürme vertreibt

Bis das, was bleibt, die Wärme ist
wenn die Sonne Dein Antlitz küsst
und ein stilles Lächeln Deine Mundwinkel hebt
ins Herz hinein hat sie Freude gesäht

Der Nebel, der am Morgen die Träume behütet
räumt die Felder bei Sonnenaufgang
Am Wegesrand tanzen Schmetterlingspaare
vergnüglich und leicht um Dich her
Ein Gruß der Engel, die Feder am Boden
um Dich der laute Verkehr

innen ganz still, erinnerst Du Dich

Immer voran, niemals zurück
der Schlüssel zum Glück

Licht vertreibt die Dunkelheit
macht Dich weit
immer wenn Du es glaubst
Liebe erfüllt Dich
umgibt Dich
trägt Dich
immer wenn Du sie brauchst

öffne die Augen
öffne Dein Herz

Im Sommer fährst Du ans Meer
Wellenrauschen, Möwenkreischen
Du riechst das Salz in der Luft

Der Horizont, so weit, hält die Zeit an
eicht die Sicht auf die Welt
Hier zählt kein Geld
nur Milliarden von Steinchen im Sand
Das Himmelblau zeigt Wolkenwege weit
und zieht ein Band in die Endlosigkeit

Wenn dann das goldne Licht im Oktober
die Blätter der Bäume rostrot und gelb durchdringt
singt die Seele ein sanftes Lied
und sieht, wie die Endligkeit
das Laub zu Boden zieht

Bald zünden die Menschen Kerzen an
und backen mit Sternanis Plätzchen
Der Duft der Gemütlichkeit zieht durch die Häuser
Ein jeder beschenkt sein Schätzchen

Ein Jahr geht vorbei und verklingt
im Ruf nach dem Neuen
nicht bereuen
nur freuen

Immer voran, niemals zurück
der Schlüssel zum Glück

Licht vertreibt die Dunkelheit
macht Dich weit
immer wenn Du es glaubst
Liebe erfüllt Dich
umgibt Dich
trägt Dich
immer wenn Du sie brauchst

öffne die Augen
öffne Dein Herz

Und eines Tages schaust Du zurück
entdeckst dabei den Schatz
der jetzt vielleicht noch im Verborgnen liegt

Kevin McElvaney Ausstellung

Freitag, 16. Mai 2014

liebe/r Seitenbesucher/in,

bevor ich von mir erzähle, ein aktueller Weckruf an alle:
Ich habe am 14. Mai bei einer Veranstaltung in der Fabrik (Ottensen) einen kurzen Vortrag eines Fotografen gesehen, der mich umgeworfen hat.
Dieser Mann namens Kevin McElvaney erzählte in Worten und Bildern von einer Reise nach Ghana, die er angetreten war, um dort Kinder zu portraitieren. Kinder, deren Eltern sie nicht mehr ernähren konnten, leben zwischen dem Elektroschrott, den wir dorthin schicken. Jeden Tag landen dort Container voll von dem, was bei uns keinen Platz mehr findet. Die Kinder verbrennen diesen Schrott, um Metalle, vor allem Kupfer, zu „schürfen“, aus schmelzenden hochgiftigen Kunststoffen. Tagein, tagaus. Das ist alles andere als legal, doch es geschieht, weit entfernt von unser aller Augen. Bis jetzt.
Ihr solltet den Mut aufbringen, Euch damit zu konfrontieren, denn die Bilder sind von einer beeindruckenden, herrausragenden Intensität!

http://www.foto8.com/live/agbogbloshie-accra-ghana/

http://www.derkevin.com/Kevin%20McElvaney%20-%20Photographer%20-%20Latest.html

Ich schreibe dies in höchster Hochachtung vor dem Lebensmut des Fotografen, sich direkt mit diesem Ausmaß zu konfrontieren und für immer verändert zurückzukehren, weiter hier zu leben – mit diesen Erlebnissen im Herzen…

und ich schreibe dies  in ansatzweisem Mitgefühl für die armen Kinder da unten…

Welche Iphone Generation kann diese schreiende Schweinerei nur rechtfertigen?

Das frage ich Euch mit den Tasten eines alten MacBooks, das ich mir gebraucht kaufen musste, da mein kleines Powerbook nicht mehr kompatibel mit dem Internet war.
Fragen über Fragen. Stellt sie Euch selbst. Mein Zeigefinger ist nicht groß genug. Und zu urteilen, steht mir nicht zu. Ich lebe schliesslich auch hier. Es ist schlicht und ergreifend erschütternd!

Ich möchte Euch die Chance geben, nicht wegzusehen. Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Das Einzige, was wir vielleicht tun können, ist, uns zu bemühen, bewusster mit unseren materiellen Bedürfnissen zu werden im Konsumschlaraffendeutschland…

Angebot und Nachfrage, wonach fragt sie eigentlich, diese Nachfrage?