ZDF zu Putins Propaganda im Informationskrieg mit ?

Puh, da wird aber kein gutes Haar an den angeblichen Hintermännern Putins gelassen.

Das „angeblich bzw. sogenannt“ verwenden die Verfasser dieses Beitrags allerdings nur als Vorzeichen, wenn es um meine Freunde von der Friedensfahrt nach Russland geht. Der einzige Friedensfahrer, der zu Wort kam, war ein Putinverehrer, der sich vor ihm verneigen wollte. Irgendwie ist das schon etwas komisch. Was Frau Gabriele Schmalz-Krone dazu wohl sagen würde?

Bei ebendiesem „sogenannten“ wurden meine Ohren genauso hellhörig wie bei dem Begriff „Informationskrieg“.

Ich hätte zu gern erfahren, was denn die andere Seite in diesem Informationskrieg so für Praktiken an den verborgenen Tag legt. Fehlanzeige. Dabei hätten Snowden oder Assange genügend Stoff für einen klitzekleinen Beisatz geliefert. Irgendwie merkwürdig – findet ihr nicht?

Nochmal zu den „sogenannten“ Friedensfahrern: Diese deutschen Zivilisten sind aus ganzem Herzen, tiefster Sehnsucht und anständigem Rückrat heraus nach Moskau gefahren. Sie haben ihr privates Geld und ihre freien Wochen dafür gegeben, ein Zeichen für das höchste Gut zu setzen, was wir haben: den Frieden. Das in Frage zu stellen, nur damit es in den roten Faden der Sendungsaussage versponnen werden kann, den diese Doku ganz klar zog, hat sie für mich parteiisch werden lassen. Dingdingding!!! Guter Journalismus darf was niemals sein? Richtig! Parteiisch. Und wurde dies nicht gerade russischen Medien zugeschrieben? Wer aber hat die Frontal 21 Journalisten angewiesen, parteiisch zu berichten? Oh, da fällt mir wieder der „Informationskrieg“ ein. Eins und Eins plus x macht = ???
Doch eine wichtige Sache möchte ich hier nochmal sagen: es ging um etwas viel Wichtigeres bei dieser Fahrt, als um die „angebliche“ Putin-Sympathie (in diesem Kontext wird durchaus ein Schuh draus): es ging um die Begegnung zwischen russischen und deutschen Menschen, um ein gemeinsames Begreifen und Trauern in Gedenken an die Opfer des zweiten Weltkrieges und um die Freude und die Gastfreundschaft, die Freundschaft an sich, um das Vertrauen zwischen Völkern, die Vorurteilsbekämpfung und um die ethische Gleichheit – Grundlage für Frieden. Im Grunde sind wir, die wir den Journalisten ihre Arbeitsstelle mit Zwangsgebühren ermöglichen, MENSCHEN. Und alle normalen Menschen wollen in Frieden und Freundschaft zusammenleben, ohne dafür ihre Liebe und ihr Mitgefühl am Garderobenhaken des Nachbarn aufhängen zu müssen. Auch bitte nicht durch Medienbrainwash.

Wer mit dem Finger auf andere zeigt, möge bitte einmal bei sich selber hinterfragen, liebes Frontal 21 Team.

Ein angeblicher Informationskrieg ist bestimmt kein Hirngespinst, aber wenn es eine Sendung darüber gibt, darf man nicht nur über einen von zwei oder mehreren Kriegstreibern berichten. Halbwahrheiten machen einen sogenannten Bericht eben dann doch nur „angeblich“ qualitativ wertvoll für das Volk.