schmerzhafte Gedanken

Es lodert schmerzhafte Gedanken. Ein Feuer hat die Welt gepackt. Wie viele Leute plagen sich herum, denken immerzu daran, was sie leiden lässt? Sie sind nicht mehr in ihrer Mitte. Sie stehen innerlich unter Anspannung und suchen wegen des wachsenden Unbehagens schnelle Lösungen oder Druckabbau bzw. Befriedigungen.

Shoppen gehen, an der Karriere arbeiten, Bier trinken in der Eckkneipe, den GTI aufpimpen und illegale Rennen fahren, dem Applaus hinterherjagen oder einer seltenen Vogelart, in Armeestiefeln zu der extremistischen Jugendgang latschen (gleiche Stiefel auch bei der Antifa) am langweiligen Sonntag, AFD wählen oder die Veganpartei.

Wieviele von uns kämpfen schon FÜR etwas, anstatt immernoch gegen was auch immer?

So sind wir dagegen – vollkommen unfrei und reagieren, anstatt zu agieren.

Wir sind alle instrumentalisierbar, solange unsere Gedanken uns beherrschen.

instrumentalisierbar: das ist ein interessantes Wort.

ich erfinde gern Worte, die Zusammenhänge beschreiben.

Ein wütender Jugendlicher, der aus einer israelischen Siedlung stammt und seinen Vater bei einem Attentat verlor, wird später als israelischer Soldat vielleicht hemmungsloser auf einen Palästinenser schießen, der (ebenso in seinem Hass gefangen und instrumentalisiert) zu den Terroristen gehört, selbst wenn er unbewaffet und verletzt am Boden liegt.

-instrumentalisierbar-

ein wütender Sohn ist ein Instrument der Obrigkeiten, die seine schmerzende Wut für ihre Zwecke ausnutzen. Sie selbst machen sich die Hände nicht schutzig.

instrumentalisierbar wird der wütende Sohn über seine mentalen Glaubenssätze.

Vielleicht lebst Du nicht in solch drastischen Umstäden, doch hast Du innere Kriege zu führen – lebst in Reaktion auf deine schmerzhaften Gedanken, das Ganze dann noch interagierend mit anderen. Die Anderen spiegeln dir deine Gedanken. Sie sind die Auslöser für den schwindenden inneren Frieden. Eine Katze, die sich in den Schwanz beißt und jämmerlich maunzt vor Schmerz.

Wo kein Frieden im Innen ist, kann kein Frieden im Außen sein.

Jeder kennt diesen selbstgewählten Zustand, nicht? Der Boden unter den Füßen schwindet.

Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Wir konsumieren: wir sind istrumentalisierte Konsumknechte.

Unsere Lebensart produziert Kriege, Ölpesten und Hungersnöte, Waldrodungen und Drohnenmorde andernorts. Doch das sehen wir nicht. Die Normalbürger sind die Wohlstandssklaven, selbst dann, wenn das Geld bei Hartz 4 kaum zum Essen reicht, muss es noch ein Flatscreen sein.

Wo aber sind die emotionalen Wurzeln?

gedaken

Finde ich den Grund für das Leid im Außen? Reagiere ich darauf oder reagiere ich nur auf meine Gedanken? Was wäre jetzt in diesem Augenblick, würde ich das nicht denken?

„STOP!“

Puste die blutrote Kerze aus, die Dich beherrscht und frage: „was könnte ich jetzt denken, um mich wieder besser zu fühlen? Welche helle Kerze möchte ich über mir anzünden? Was bringt jetzt den Frieden zurück?“

Stop

Stell dir vor, diese Kerze könnte mit ihrem Licht, Geistesblumen nähren, die aus Deinem Kopf herauswachsen.

Aus welchen Gedanken ist das Wachs dieser Kerze gemacht?

Züchte Blüten in Dein Gemüt hinein, indem du stärkende Gedanken nährst.

Achte auf Deine Gedanken. Das kannst Du überall tun.

Blütengemüt