der innere Frühjahrsputz

Skandiere den Raum.

Erneuerung braucht Platz. Wer demonstriert und dabei gegen etwas ist, hängt an der Vergangenheit. Wer demonstriert, wie es besser geht, blickt in die Zukunft.

Lieber dafür als dagegen.

Doch um den Raum zu schaffen, auf dem das Leben neu bespielt werden kann, braucht man manchmal eine Frühlingsputz-Aktion, die beinhaltet, das Alte zu benennen, das abgelöst gehört. Zum Unkraut jäten ist es nie zu spät…

Wenn man also in Schritten denkt, wäre das nächste Etappenziel, erst einmal Raum zu schaffen.

Deshalb: tritt ein für den Raum.

Der Lebens-Raum hat viele Zimmer.

Beziehungen, die das Leben zuparken?

Kram, den keiner nutzt?

Zeit, die sich niemand nimmt?

Verplemperte Energie in was?

Zweifel?

Stempel, die man auf der Stirn hat von Menschen, die sie einem gaben?

Familien-Absprachen?

Zu selten das Wort „Nein“ über die Lippen gebracht?

Es gibt einige Zimmer zu begutachten beim inneren Frühjahrsputz.

Man muss nicht hart wie ein Holzfäller sein, um einzutreten und Raum zu schaffen in diesen Räumen.

Die zarte Bestimmtheit einer Frühlingsblume, die aus der Zwiebel kommt, ist ausreichend, um Stück für Stück voranzukommen.

Vor allem ist es aber wichtig, anzufangen.

Denn der Krokuss in der Erde muss sich nach oben durchwachsen. An der Luft warten die Sonne, die Luft und die Freude des Daseins.

In diesem Sinne, ich wünsche uns allen die Kraft, die es braucht, um zu wachsen.

 

Eure Lina