der Brief

Nachdem ich in meinem letzten Artikel für mich erschlossen hatte, dass das GEGEN-Etwas-Ankämpfen uns keinen Frieden bringen wird, habe ich mich in den letzten Tagen für ein Lied geöffnet, das FÜR den Frieden steht, vor allem für unsere eigene Verantwortung, diesen betreffend. (Link zum Artikel unten)

Da ich ein Projekt einen Tag früher abschließen konnte, blieb was frei in Zeit und Raum:

Also setzte ich mich in den Muschelkreis und hörte mir meine Klangnotizen an, die ich auf dem Weg zur Schule in mein Handy gesungen hatte.

Die Basslinie lief durch und ich konnte improvisieren.

Dieser Text kam dabei heraus, und ich bin gespannt, wann die Musik zur Melodie hinzukommt.

Ich habe nämlich keine Garagen-Band mehr auf dem neuen Rechner. Doch  da lässt sich bestimmt bald etwas organisieren.

mein Friedenslied.

Hörprobe gesprochen:

Interim Text:

der Brief
gestern Abend konnt´ ich nicht schlafen
wälzt´ mein´ Kopf hin und her
dacht´ an das Schweigen von all den Schafen
all die Herzen so schwer
stets auf der Suche, stets auf der Hut
woll´n sie immer noch mehr
woanders zahlt man die Rechnung
was bleibt ganz, unversehrt?

Wie soll mein Kind je Kinder gebähr´n?
Was kann ich tun? Wie könn´ wir uns wehr´n?

Doch im Traum, da sah ich ihn
kleiner Junge, meine Augen
lächelt sanft, nimmt meine Hand
zeigt mir unser Land der Zukunft
Und ich traf dort viele Menschen
ganz bei sich und beieinander
achtsam sind sie mir begegnet
gaben mir den Brief.

seit heut´ Morgen, als ich erwachte
ist der Raum in mir neu
unterm Kissen leuchtet´s sachte
was ich fand, macht mich frei
meine Hand hält den strahlenden Brief
darf ihn öffnen und seh´n
seit die Worte mich streicheln
kann ich nun ganz versteh´n

Niemand wird tun, was die Erde uns heilt
Niemand befiehlt, was dem Regenwald bleibt

„Liebe Oma,
hab nur Mut, mach dich weit
Hier spricht eine neue Zeit
du lebst `Gestern´ nur so lang
du das Mögliche nicht denken kannst
lass nur weg, was dunkel scheint
fang neu an, was tief vereint

hol sie ab mit deiner Liebe
steck sie an mit deinem Mut
teile diese Zeilen
Ihr sollt nicht verweilen
macht Euch auf und
macht es gut
Frau und Mann
schaut nach innen, stets zusammen
teilt die Nähe, Hand in Hand

Wir sind der Beweis von morgen
Euer Samen, Eure Glut
ihr zurückgebt Mutter Erde
auch den Schmerz und auch die Wut
alles Leben ist Gedanke
denkt mit Herz und ohne Schranke

glaub nicht ans Wählen
lass dein Denken nicht stehlen
finde raus, was du brauchst.
selbst sich verwandeln und dann
treib es an, sprich laut aus,
was du brauchst, was du brauchst…

holt es ins Jetzt, Ihr werdet es schaffen,
dann kann Heilung gescheh´n
wagt, es zu tun
wählt friedvolle Worte
und schaut hin
zum Gewinn

was kannst du geben? Wo ist deine Kraft?
und dann geh mit den ander´n
die bereit sind, zu wandern
Ihr findet den Weg
Ihr werdet bewacht
dein Funken, das Feuer der Gleichheit entfacht

schimpf nicht nach oben, bleibe nicht stehen
schau nur in dir, die Lösung ist hier
Eure Wahl, Eure Handlung
sind die Wurzeln unsres Seins
wir sind längst mit Euch verbunden
lasst uns nicht allein

richtet nicht den Kampf 
gen `Gestern´
richtet Euer Herz 
auf `Neu´
liebe Oma, sag dem Opa
dass ich mich sehr auf Euch freu!“

Musik für den Frieden versus Musik gegen das Establishment