Meditationsreisen und Kunsttherapie

Meditationen entwickeln und anleiten

Bist du auf der Suche nach deiner Lebensblume?

Die erste Meditationsreise ist geboren (Thema: Reise in die Anderswelt; Geschenke aus der Anderswelt) und ansatzweise erprobt (mit eindringlichen Erlebnissen).

Man identifiziert darin unbewusst getroffene, einst hilfreiche, nun aber hemmende Entscheidungen aus der Vergangenheit, das eigene Leben betreffend, und formuliert diese in zuträgliche Leitsätze um.

In der Probanden-Arbeit im Rahmen meiner Praxisstunden (Kunsttherapie) führe ich die Meditationsanleitung und die Begleitung im resultierenden Prozess fort.

Die zweite Meditations-Idee kam mir vor Kurzem bei einer Meditation im Rahmen eines Dramatherapie-Workshops, den ein geschätzter Schulkollege anbot. Darin ging es um die eigene Präsenz, den Auftritt und das Vorstellen eines eigenen Leitsatzes.

Mein Leitsatz ist:

ich öffne mein Herz, und die Blüte meiner Seele erstrahlt im Licht.

In der Meditation innerhalb dieses Workshops waren die Engel um mich präsent und haben allerlei mit mir angestellt.

Ich habe viele Erkenntnisse gesammelt und auch sofort danach den Impuls gehabt, das neu Erlernte in eine Meditationsreise hineinzuweben.

Diese hat zum Thema:

Herzöffnung und Leben aus dem Herzen (die eigenen Kraftzentren zum Schwingen bringen; die inneren Blumen erblühen lassen).

Ich habe schon seit langer Zeit einen gewissen Draht zu den Engeln, der zuerst etwas luftiger und von einer genießenden Annahme dieser sanften, feinen Heilkraft getragen war. Es ging um das mitwirkende Empfangen.

Nachdem ich aber nun Mutter geworden bin, hat die Erdung und die Verbindung zu Mutter Erde aber auch zu der materiellen Ebene des Menschseins eine viel tragendere Präsenz in meinem Leben. Es geht nicht nur um das Annehmen sondern auch um das Verwandeln in eine gebende Bewegung.

Engel werfen keine Schatten, doch wir Menschen tun das. Es gehört dazu, die eigenen Schatten aber auch die Schatten der Mitmenschen anzusehen und damit umzugehen.

Ich möchte die heilsamen Kräfte aus der geistigen Welt nicht nutzen, um der materiellen Welt zu entkommen, so schwierig es manchmal auch sein mag, in ihr zurecht zu kommen, vor allem, wenn man sich auch mit den unschönen Seiten unserer Spezies beschäftigt.

Wahre Liebe sieht alles an, nicht nur das leicht Konsumierbare.

Wir wurden so darauf dressiert, passiv zu erwarten, was uns versorgt, dabei aber im Außen ständig aktiv zu sein, ein Zahnrad im Getriebe der Produktivität, dass wir zu oft vergessen, wie gesund es ist, in die Bewegung zu kommen, die nicht zum Ziel hat, etwas besitzen oder bezahlen zu können.

Das Lebensprinzip ist nicht auf Handelsgrundlagen zu erklären sondern umfasst den Energieaustausch zwischen Nehmen und Geben.

Wenn ich voller Freude gebe, was mein innerer Reichtum mir selbst schenkt, bekomme ich automatisch, was ich brauche, um zu überleben.

Das ist das Gesetz des Lebens.

Jede Pflanze, jedes Tier, jeder Wassertropfen folgt diesem Gesetz.

Unsere Gesellschaft wird immer mehr von Kapitalseignern beeinflusst, die davon profitieren, wenn innerer Mangel herrscht und Menschen unbewusst konsumieren, um diesen kurzzeitig zu deckeln. Um das Geld zu verdienen, was sie dafür brauchen, investieren sie immer mehr Lebenszeit und Lebensenergie. Diese Zeit fehlt dann für wahrhaft nährende Beschäftigungen, für Beziehungen und für das Nichtstun, aus dem alle innere Bewegung kommt.

Es ist wichtig, sich bewusst im Außen zu bewegen.

Es ist wichtig, die Prinzipien für sich selbst zu verstehen und den inneren Reichtum zu pflegen.

Es ist wichtig, ein spürbares Gleichgewicht zwischen innerer und äußerer Aktion zu finden.

Es ist wichtig, ein Herzensziel zu haben, einen Leitfaden, der das Bewusstsein wach hält.

Und es ist wichtig, die Lebensfreude zu etablieren, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Wenn wir darauf warten, dass sich etwas verändert oder von anderen erwarten, dass sie sich verändern, werden wir Stillstand und Energiestau produzieren, egal wie aktiv wir tun, was wir immer schon getan haben.

Passivität ist der Ausdruck der eigenen Angst vor der Vergänglichkeit, die wiederum ihren Ausdruck in der Veränderung findet. Wenn ich mich sicher fühlen will in dem, was ich bereits kenne, werde ich mich nicht verändern können. Es sei denn, ich gehe den unbekannten Weg und riskiere, auch einmal falsch abzubiegen.

Nur wer Fehler macht, kann am Leben wachsen.

Wir haben keine zuträgliche Fehlerkultur. Wir haben Angst, unprofessionell und unsicher rüberzukommen. Wir wollen cool und erfahren sein. Wir wollen Bestätigung und besser werden in dem, was wir eh schon gut können.

Ist es nicht so?

Sind wir nicht alle geübt darin, im Außen produktiv zu sein? Wer keine Arbeit hat und faul daherkommt oder in der Sonne sitzt, wird nicht gelobt.

Selbst wenn wir keinen Chef haben, treibt uns der nächste Auftrag an, denn Kunden haben immer auch die Möglichkeit, einen schnelleren, günstigeren Anbieter zu finden.

Wir investieren unsere Lebenszeit und sind froh, wenn wir alle Rechnungen und das eigene Überleben damit sichern können.

Doch planen wir genügend Zeit ein für uns selbst, ohne dabei auf die Monatsabrechnung zu schielen?

Oder kommen wir uns dabei passiv und unproduktiv vor?

Ich kenne so viele Leute, die niemals still sitzen können, die sich wertlos fühlen, wenn sie nichts leisten.

Wie ist das bei mir selbst?

Diese Frage stelle ich mir oft.

Ich habe sehr viele Aufgabenhüte an der Garderobe hängen. Manchmal ist mein eigener Hut wie das innere einer Zwiebel verborgen unter all den Hüten, die über ihn gesteckt wurden, weil der Kalender es so will.

Ich bin mir selbst gegenüber verpflichtet, mir Rituale und freie Zeit zu erschaffen, damit dieser Hut nicht in Vergessenheit gerät.

Heutzutage achte ich immer mehr darauf, bewusst umzuschalten von Aktion auf Passion.

Ist das Passivität? Wenn ich hier sitze und schreibe, zahlt mir kein Verlag auch nur einen Pfennig dafür. Aber ich fühle mich reich dabei.

Ich glaube, das allgemeine Verständnis vom Umgang mit Lebenszeit ist geprägt vom Leistungsgedanken.

Wer viel leistet, hat ein höheres Ansehen. Man hört an allen Ecken und Enden, wie stressig das Leben doch ist. Nicht selten schwingt ein gewisser Stolz mit, wenn jemand erzählt, er habe so viel zu tun.

Wenn ich also nichts leiste, bin ich dann passiv?

Ich denke, dass die Produktivität uns ebenso passiv machen kann. Wir funktionieren wie kleine Roboter und spüren uns selbst nicht, so lautlos tickt die Uhr.

Wer schafft es, so lange aus dem Fenster zu schauen, bis der Sekundenzeiger im Kopf keine innere Unruhe mehr produziert?

Wenn ich mir bewusst die Zeit gebe, mein Inneres zu betrachten, bin ich schon aktiv.

Wenn ich mir selbst die Möglichkeit schenke, mich selbst besser verstehen zu wollen, bin ich schon aktiv.

Wenn ich mir die Zeit nehme, das, was mir nicht gut tut, anzusehen, die Gefühle, die ich nicht haben will, zuzulassen, das Alte in etwas Neues umzuwandeln, bin ich schon aktiv.

Für all diese Bewegungen im Innen, brauche ich noch nicht im Außen zu agieren. Trotzdem bin ich schon aktiv dabei.

Gerade die innere Aktion nährt den Samen, aus dem die Blume der Veränderung nach oben wachsen kann. Mein wahres Potential kommt immer von Innen, niemals von außen. Und die Aufmerksamkeit ist ihr Regenwasser, das Vertrauen ins Leben ist ihr Humus, die Geduld ist ihre Zeit, im Keim den Willen zu entwickeln, dem Licht entgegenzuwachsen.

Und die Treue zu mir selbst lässt die Pflanze stärker werden, bis sie Blüten trägt. Wenn diese erblühen nährt ihr Blütenstaub meine Seele.

Das Auto vor der Tür, die Eigentumswohnung, der Bausparvertrag, die Markenklamotten… nichts bleibt, wenn dieses Leben endet. Aber die Seele, die wird weiterleben.

Eine neu erwachsene Seelenblüte, der ich die Lebenszeit gab, auf dass sie erblühen darf, wird meine Seele reicher machen.

Jede Aktion ist mit Selbstverantwortung verbunden.

Ich trete aus der Opferrolle heraus und nehme mein Leben an.

All das ist nicht selten mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden.

Was ich nicht kenne, macht mich unsicher. Das ist ganz natürlich und in unserem Stammhirn so angelegt, das uns einst vor Säbelzahntigern beschützte.

Wenn ich durch die Angst hindurch gehe, denn meistens ist hinter ihr der Schatz verborgen, ist es schön, jemanden an meiner Seite zu haben, der mir ein schützendes Gefühl vermittelt, der mir zeigt, dass ich nicht alleine bin und es wagen kann.

Ich möchte mein Menschsein annehmen, um der materiellen Welt Schönes hinzufügen zu können. Dies geht nur, wenn ich meine eigene gute Macht annehme, zulasse und bereit bin, diese auch zu zeigen und zu teilen.

Niemandem nützt es etwas, wenn ich mich klein mache.

Ich denke, dass dies ein Grundproblem des Menschen ist: die falsche Bescheidenheit und die Angst vor dem eigenen Licht.

Der harsch um sich greifende krankhafte Narzismus ist eine Folge von innerer Unsicherheit. Er ist nur vordergründig getragen von Selbstverherrlichung. Vielmehr ist es ein antrainierter Selbsterhöhungsmechanismus, um den eigenen negativen Selbstbildern nicht ausgesetzt sein zu müssen.

Narzismus ist eine unbewusste Flucht vor den eigenen Minderwertigkeitsgefühlen.

Ein Begleiter ist dann ein guter Begleiter, wenn er selbst erlebt und erlebt hat, wie ein mangelnder Glaube an sich selbst den Lebensweg verbauen kann.

Die Kunsttherapie bindet eine dritte Instanz in den Erkenntnisprozess mit ein: das Bild.

Der Klient ist der Wegbeschreiter, der die Zeichen am Wegesrand deutet und die Lösungen in sich trägt.

Der Therapeut ist der Wegbegleiter, der den schützenden Raum hält, zuträgliche Fragen stellt und den Fokus umlenkt auf das, was stärkt und Selbstvertrauen schenkt.

Das Bild ist der Wegweiser.

Immer ist es eine Momentaufnahme, man schaut sich an, was war, findet heraus, was heute ist und erarbeitet neue Herangehens- und Betrachtungsweisen.

Der Veränderung geht immer ein Erkenntnisprozess voraus.

Ein Bild kann dort weitersprechen, wo Sprache vielleicht noch nicht ausreicht.

Die Kommunikation über das Erschaffene eröffnet neue Erkenntnisfenster.

Das Unbewusste zeigt sich und wird real, materiell greifbar. Es bekommt die Möglichkeit, gesehen und anerkannt zu werden.

Den Eltern oder anderen die Schuld an dem zu geben, was bremst, ist nicht vielleicht nicht zielführend, kann aber in gewissen Lebensphasen bei der Ursachenforschung und Wirkungserklärung helfen und zum Selbstverständnis beitragen.

Nicht selten sind aufstrebende Gefühle wie Wut oder Angst innerhalb eines Systems nicht erlaubt. Trotzdem entstammen sie einer natürlichen Ordnung. Sie verlangen danach, das System zu ordnen und äußern sich im Symptomträger. Der Empfindende versucht durch das Denken, das nach unten drückt, die aufstrebende Gefühlsbewegung zu unterdrücken, denn diese ist innerhalb des Systems nicht akzeptiert.

So trägt der Symptomträger die Problematik des gesamten Systems, um nicht auf den Schutz der Gemeinschaft verzichten zu müssen. Der Symptomträger will geliebt werden und gehorcht der System-Ordnung, oft selbst dann wenn er dem System entflieht.

Das Fliehen lindert die Symptome, muss aber als Distanz-Chance ergriffen werden, um Möglichkeiten der Erkenntnis zu nutzen. Wenn der Symptomträger die Zusammenhänge nicht erkennt und die tatsächliche Verantwortung nicht den Systemparteien zurückgibt, wird er das Problem mitnehmen, egal wohin er auch geht.

So bleibt die Energie in seinem Körper hängen und blockiert den natürlichen Energiefluß.

Symptomträger haben oft Probleme in ihrem Leben, da die Lebensenergie in ihnen blockiert ist.

Manchmal braucht es einen neuen geschützten Raum und einen wohlwollenden, annehmenden Zeugen, der diesen Raum bewacht. In diesem Schutzraum dürfen sich die Gefühle zeigen, die die Symptome verursacht haben. In diesem Raum kann erkannt werden, was das eigentliche Problem des Systems ist und wer in welchem Zusammenhang die Verantwortung mit trägt.

Erst wenn aufstrebende Gefühle erlaubt werden, kann die Lebenskraft ihre Wirkung entfalten. Das Leben verlangt nach Bewegung und Wachstum.

Ohne die Wut und ohne die Trauer, die aufsteigen in uns, finden wir nicht die Kraft, die Situation zu durchleben, die Schwierigkeit zu überwinden.

Nun sind dies aber gesellschaftlich nicht akzeptierte Gefühle. Sie werden meist nicht gezeigt und stauen sich auf.

Durch die Schweigepflicht wird die Angst besänftigt, dass das System diesen Prozess nicht gutheißen könnte. Denn löst sich die Energie aus dem Symptomträger, kann er in die Veränderung gehen. Das Problem des Systems verschwindet aber nicht sondern zeigt sich dann nochmal neu, und zwar jenen, die keine Veränderung im System haben wollen.

Ein System kann die Herkunftsfamilie, das Kollegium, die Gesellschaft oder auch eine Partnerschaft sein.

Das Krabbenphänomen taucht auf.

Die Herde versucht den Ausbrecher zurückzuziehen, ihn wieder der Gruppendynamik zuzuführen.

Denn verändert sich ein Teilnehmer des Systems, muss sich auch das System verändern. Das macht jenen Angst, die es sich in vorhandenen Systemmustern gemütlich gemacht haben und vielleicht sogar davon profitieren, dass das Problem auf den Symptomträger projeziert wurde.

Der gemobbte Kollege wird für jede Dissonanz im Team verantwortlich gemacht. Wenn dieser geht und ein neuer hinzukommt, wird die Problematik trotzdem nicht verschwinden.

Das Kind, das die Schule meidet, wird fokussierter betrachtet als die Beziehungsprobleme der Eltern. Würden diese ihre Probleme lösen, hätte das Kind vielleicht keinen Grund mehr, negative Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Die perspektivlosen Jugendlichen, die sich rechtsradikalen Gruppen anschließen, werden von der Gesellschaft ausgegrenzt, weil diese nicht erkennen will, dass sie ihre Jugend vernachlässigt. Würden die Erwachsenen sich mehr für die Zukunft der Kinder einsetzen und ihre demokratische Stimme dafür erheben, dass Vater Staat mehr Steuergelder in Ausbildungsmöglichkeiten investiert, hätten diese Jugendlichen keinen Frust und keine Langeweile mehr, weil sie eine Aufgabe hätten, die ihren Leben Sinn gibt und ihnen Anerkennung bringt. Selbst die Ausgrenzung von Symptomträgern nährt in diesem Fall die Systemdynamik.

Das sind Beispiele für Systeme und Systemträger.

Aber auch die inneren Anteile eines Menschen leben in einem internen System zusammen.

Für mich ist die Lebenseinstellung „Ursache und Wirkung“ statt „Schuld und Opfertum“ wesentlich realistischer und näher am Leben als das Suchen nach Opfer und Täter oder die Schwarz-Weiß-Deutung. Natürlich gibt es Umstände, in denen Gewalt eine Rolle spielt. Hier sind die Rollen klar verteilt: Opfer und Täter. Letztlich spielt aber auch bei Gewalt das Ursache-Wirkungs-Prinzip eine Rolle. Das Opfer muss gesehen und anerkannt werden, um einen Umgang damit zu finden, dass eine bislang unbekannte Wirkung gerade dieses Opfer trifft. Die Ursache für diese Wirkung, ist im Leben des Täters zu finden. Dieser sollte die Möglichkeit bekommen, diese Zusammenhänge zu beleuchten.

Doch meist machen wir in unserem Leben andere dafür verantwortlich, dass wir nicht vorankommen und lenken den Fokus nach außen, anstatt nach innen.

Im Sinne der Eigenverantwortung kommt niemand darum herum, neue Wege zu suchen, um glücklicher, dem eigenen Kern entsprechender leben zu können.

Innere Heilreisen sind ein wunderbarer Weg, bislang Unerkanntes zu betrachten, die Hilfe der wohlwollenden guten Macht des Lebens anzunehmen und die eigenen Antworten zu erhalten.

Jede Erkenntnis führt in einen Wandel.

Niemand von uns ist je fertig. Aber wir sind alle schon auf unterschiedlichen Etappen vorangekommen.

Wir können voneinander lernen.

Eines meiner liebsten Lieder von Cäthe („wahre Liebe“) beschreibt, dass man auch ohne den geliebten Menschen ist, wer man ist. Mein Lieblingssatz aus diesem Lied ist:

„Keiner ist eine Insel, doch wir haben alle einen Strand zum Empfangen.“

Ein Begleiter ist nur solange Teil des Prozesses, bis man die eigene Größe erkannt hat und diese Etappe in Eigenverantwortung weitergehen kann. Niemals sind wir frei davon, einen Begleiter brauchen zu können, denn es gibt stets neue Etappen zu nehmen.

Wir sind keine Inseln.

Wie lange wir einander begleiten ist des einen Schicksal, des anderen Glück und des nächsten Zufall.

Menschen begegnen Menschen.

Was auch immer ich an Begleitern in meinem Leben hatte und habe, wie auch immer ich die Menschen kommen und gehen lasse, die Engel stehen auf einer anderen Ebene.

Sie sind bedingungslos – zuwendend und immer für uns da.

Für viele klingt das zu gut, um wahr zu sein. Doch nehmen wir einmal an, man könne davon ausgehen, dass Engel so real sind wie die Akkupunkturpunkte im Körper.

Es gibt mehr unter der Sonne als wir bislang wissenschaftlich beweisen können.

Die Menschheitsgeschichte ist gespickt mit Erzählungen, die von Engeln berichten. Auch ich kann diese Geschichten erzählen. Aber es geht nicht um meine Erlebnisse mit ihnen. Denn ich möchte mich meinen Mitmenschen zuwenden und sie ermutigen, es zu versuchen und ihre eigenen Erlebnisse zu haben. Das tut nicht weh, ist selbst steuerbar und erfordert nichts als innere Aktivität.

Es handelt sich also um eine Meditationsreise mit den Engeln, die den Menschen zur Seite stehen, damit sie das Menschsein auf allen Ebenen annehmen, anstatt selbst zu sphärischen Engelwesen werden zu wollen.

Das Zauberwort ist Eigenverantwortung. Die geistigen Helfer nehmen dir diese Verantwortung nicht ab. Sie helfen dir, deine innere Größe und deinen guten Kern zu erkennen. Sie helfen dir, das Kind wieder zu entdecken, das du einmal warst.

Es gibt mehr unsichtbare Begleiter, als manch einer bislang wusste.

Wer den Film „der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders kennt, hat die Idee vernommen, dass die Engel uns um unsere Verletzlichkeit und Endlichkeit beneiden.

Wir sollten den Wert des Menschseins erkennen und schätzen.

In der Meditation werden die unterschiedlichen Aufgabengebiete der Engel auf ganz sachlicher Ebene erläutert, mit den eigenen körperlichen Energiezentren in Verbindung gebracht, und es wird eine Möglichkeit eröffnet, deren Wirken anzunehmen.

Shiatsu, Akkupunktur und andere haben bewiesen, dass wir neben den organischen Funktionen auch Meridiane in unserem Körper haben – die Bahnen unserer Lebensenergie. Im Yoga und anderen jahrtausendealten Lehren werden die Chakren (die Energiezentren des Körpers) als essenziell wichtig angesehen.

Im Reiki und auch im Kundalini-Yoga konnte ich mir ein erfahrbares inneres Bild von diesen Zentren machen. Ich spreche also von Erlebtem, nicht nur von Theorie.

Da ich aber den Dingen auch gern logisch auf den Grund gehe, möchte ich diese Meditation damit einleiten, dem Denken zu erklären, was vor sich gehen wird, damit es Vertrauen bekommt und sich aus Neugierde aber ohne Dogmen-Verpflichtung auf dieses Experiment einlassen kann.

Nach Ende der Meditation kann alles Erwähnte gern vergessen oder im eigenen Erfahren erweitert werden.

Unser Gehirn hat so viel mehr Fähigkeiten, als das logische Denken sich ausmalen könnte.

Die Meditation wirkt auf allen Ebenen gleichzeitig und nur in dem Maße, wie die Seele es handeln kann.

Eines ist aber sicher:

Nur wer sich selbst gönnt, frei zu sein und geliebt zu werden von tragenden, wohlwollenden Mächten, wird den Mut aufbringen können, verletzlich zu sein, das Neue zuzulassen, selbst wenn das Überholte (das nicht nur Gutes brachte) bekannt und sicher erscheint.

Ganz besonders gilt dieser Leitsatz für Menschen, deren Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein noch zart ist wie ein junger Baum.

Durch das innere Gleichgewicht der Kraftzentren und das Zulassen der eigenen Blumenblüte kann der Panzer aus Angst und Enttäuschung um das Herz herum durchlässiger werden und dem kraftvollen Leben aus dem Herzen heraus in die wahrhaftige Wirklichkeit den Weg ebnen.

In diesem Zustand haben positive Affirmationen eine Chance, die erlebte Wirklichkeit in die gewünschte Richtung zu verändern.

Denn wenn du innerlich zweifelst, dir selbst nicht gut genug bist, um das Schöne auch anzunehmen, kannst du positive Sätze vor dich hinbrabbeln, ohne dass die so oft in Erfolgsbüchern beschriebenen Wunder eintreten können.

Ein ängstliches, verschlossenes Herz kann die Liebe nicht erkennen, selbst wenn sie mit Megaphon vor ihm steht und überzeugt verkündet, wie wundervoll und liebenswert es doch ist.

Die Liebe zeigt sich in Menschen, in Chancen, in Gesundheit und beruflichen Dingen. Sie zeigt sich überall, wo Türen offen stehen. Aber sie kann nur bleiben und sich entfalten, wo man bereit ist, durch die Tür zu gehen.

In nächster Zeit widme ich mich also dem Aufschreiben dieser Meditation und hoffe, das Thema aus der Esotherik-Ecke in eine bodenständige Allgemeinverständlichkeit bringen zu können.

Diese Zeichnung entstand heute, um das Ganze zu visualisieren.

Zum Ende dieses Artikels möchte ich auf ein Lied von mir und den dazugehörigen Artikel verweisen. Hier beschreibe ich die Perspektive, die ein Mensch einnimmt, der sich auf den eigenen Weg macht und sich durch nichts aufhalten lässt.

Eure Lina

Glockenblumen