die Gemeinschaft ermöglicht die Übervorteilung der Elite

Sahra Wagenknecht:

„Natürlich kann man so lange Schulden vergemeinschaften und dadurch Zeit kaufen, solange es noch mindestens einen solventen Retter gibt.

Aber selbst Deutschland hat inzwischen eine Schuldenquote von mehr als achtzig Prozent, und wenn die Milliardenbeträge, für die wir bereits heute haften, fällig werden, gehen wir stramm auf hundert Prozent zu.

Das muss im Crash enden.“

Nur warum sagt Frau Wagenknecht nichts zum Negativzins?

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sahra-wagenknecht-und-michael-hudson-im-gespraech-nicht-der-euro-wird-gerettet-sondern-eine-ideologie-11837817.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

https://www.jungewelt.de/artikel/321633.finanzsystem-erm%C3%B6glicht-us-milit%C3%A4r.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Schulden:_Die_ersten_5000_Jahre

„David Graeber hinterfragt, warum die Moral der Schulden stärker als jede andere Art der Moral ist und sonst untolerierbares Leid akzeptabel erscheinen lässt. (…) Geld sei nicht als Sache immanenten Werts zu verstehen,[2] sondern nur als Verhältnis zwischen Dingen von Wert. Indem es nicht mehr als Beziehung, sondern als eigenständiger Gegenstand betrachtet worden sei, habe Geld soziale Beziehungen korrumpiert. Vermeintliche Geldschöpfer und Geldnutzer würden mit zweierlei Maß bewertet und dies habe soziale Umstürze zur Folge:[3] (…) Das Schuldensystem, das auf einer ‚Schöpfung aus Nichts‘ aufgebaut ist, hat deshalb in den Augen des Anthropologen nichts mehr mit Märkten und auch nichts mit Wissenschaft zu tun (die Formeln bei AIG mussten von Astrophysikern geschrieben werden, weil sie so schwierig waren), sondern mit Theologie. Wir leben in einer Welt der doppelten Theologie, ‚eine für die Geldgeber und eine für die Schuldner‘.“

– David Graeber: In: Eurokrise: Und vergib uns unsere Schulden, FAZ[3]“

Mit anderen Worten, der neue Gott ist das Geld, das angebetet wird, obwohl es nicht existiert.

Der Unterschied zwischen der guten Kraft, die hinter allem steht und unsichtbar ist, und dem Geld, das nur noch auf dem Papier existiert, ist die Tatsache, dass das Göttliche für die spirituelle Wirklichkeit zuständig ist, währen das Geld materielle Werte messbar machen sollte, die auf der materiellen Ebene existieren müssen, um sie real ermessen zu können. Die Existenz Gottes wird auf der materiellen Ebene erfassbar, wenn man die Wunder dieser Welt mit dem Herzen erkennen kann. Die Existenz des Geldes wäre ganz einfach zu messen. Leider glauben die Menschen einer Lüge, wo sie ihren klaren Verstand benutzen müssten.

Gott erkennt man mit der Seele und mit dem Herzen. Geld erkennt man nur dann, wenn man es in die Hand nehmen und ein Brot davon kaufen kann.

Das Geld, das aus dem Bankautomaten kommt, ist aber nur noch auf dem Papier existent. Es gibt keinen realen Gegenwert mehr dafür. Und das Papier, auf dem es steht, haben andere Menschen in der Hand als die, die es, zumindest in diesem System, zum Überleben brauchen.

Wir glauben also nicht mehr an Gott, der unsere Seele führen und nähren kann. Wir glauben an die Menschen, die das Geld, das nicht mehr existiert, erfunden haben und soviel davon zur Seite schaffen und anhäufen, wie sie nur können. Bis zum Tag X, an dem die ganze Seifenblase platzen wird.

Die Allgemeinheit finanziert den Reichtum einiger Weniger, und diese haben das Finanz-System im Schwitzkasten.

Die spirituelle Welt ist immernoch da, wenn die Krise ihren Zenit erreicht und kein Krieg die Abwärtsspirale noch aufhalten kann.

Aber die Welt des Geldes wird in Rauch aufgehen, wenn wir die krankhaften Parameter im System nicht wandeln, solange wir es noch können.

Nachhaltigkeit statt Wachstum. Gerechtigkeit statt Ausbeutung. Liebe statt Angst. Leben statt Sklaverei. Zukunft statt Untergang.