Lina Hawk

Indianerkostüme werden in Ottensener Kita verboten…

Räusper…
dann bitte auch all die anderen Klischees verbieten. Meine Güte.
Der Fasching ist ein Spiel mit Klischees und Archetypen.
Prinzessinnen, Meerjungfrauen, Elfen, Archetypen wie Hexen, Superhelden… Man kann alles zerreden, in Frage stellen und sich an Unwichtigem aufhalten… oder man kann erklären und relativieren. Wollt ihr jetzt auch die Karl May Spiele und Grimms Märchen verbieten? Lächerlich…
Bald verbieten die Gender-Wahnsinnigen auch noch jene Kostüme, die eindeutig männlich oder weiblich sind.

 

Der Gender-Wahn ist der Beweis dafür, dass die meisten Eltern keine Ahnung haben, was dieser sonst so positiv besetzte Begriff mit der Realität Schule zu tun hat.
Der Urvater der Gender-Ideologie war ein Pädophiler. Aber das Thema ist dermaßen komplex, dass man sich lieber auf die Regenbogenfahne beruft und die Kinder zu Versuchskaninchen macht.
Bei näherem Interesse und zwei Tagen Zeit verlinke ich gern zu FAZ und anderen.
Ich finde, man sollte genau hier nochmal darüber nachdenken, an wen das Ganze adressiert ist.
Kein Kind, das ich kenne, hätte jemals einen Indianer veralbert, den es gespielt hat. Indianer sind cool.
Aber die Angst davor, als rechts oder von gestern zu gelten, lässt die Eltern von heute wirklich jeden Mist kommentarlos hinnehmen und über die Wünsche ihrer Kinder stellen.
Aber wirkliche politische Debatten über wirkliche Verbrechen gegen indigene Völker sind den Leuten heutzutage einfach zu anstrengend. Wie sollte man das so kleinen Kindern erklären? Anstrengd der Gedanke, oder?
Darüber hinaus  könnte man vielleicht auf die Idee kommen, dass das heutzutage auch noch passiert, nur anders. Nee, nee, nee, bloß nicht den Funktionsmodus stören.
Hey, lassen wir die ernsten Debatten einfach die Kinder austragen. Wir tabuisieren kulturelle Probleme und die Geschichte, indem wir die Kostüme verbieten.
Dann gehen in Zukunft alle nur noch als Neutronen oder Zahnpastatuben…
Ich weise darauf hin, dass der Abbau von Vorurteilen nicht dadurch ermöglicht wird, jegliche Auslöser für eine Auseinandersetzung zu tabuisieren. Ganz im Gegenteil.
Vorurteile kann man nur überwinden, indem man sich ganz genau ansieht, was man vereinfacht darstellt, auch gerne spielerisch, und sich dann ernsthaft darüber austauscht und vermittelt, dass dieses Kostüm nicht alle „Indianer“ trugen; dass das Wort „Indianer“ eigentlich Murks ist, weil das Land, das eigentlich angesteuert wurde, Indien war, die Seemänner aber woanders rauskamen.
Man könnte dieses Indianerkostüm zum Anlass nehmen, Geschichtsunterricht für Kinder zu machen, der in einer Auseinandersetzung mit Andersartigkeit von Kulturen mündet.
Ich sehe aber etwas ganz anderes sehr positiv Besetztes in diesen Kostümen, solange Kriegsbeil und Steinschleuder zuhause bleiben.
Der Reiz an einem Kostüm, das die Verbindung zur Natur und das Leben eines Menschen symbolisiert, der sich mit natürlichen Requisiten schmückte, wäre durchaus eine Möglichkeit, die Kinder wieder an die Natur heranzuführen und ihnen einen schwindend kleinen Anteil der Weisheit von Naturvölkern zu vermitteln.
Eben nicht verbieten sondern auseinandersetzen, selbstständig denken, hinterfragen…
Aber genau das soll ein Kind ja nicht mehr.
Es soll einfach nur konform, politisch korrekt und angepasst sein. Schamanismus? Um Himmels Willen. Medizinmänner, Fleischesser, die die Tiere in der Wildnis jagten und sich bei ihnen bedankten, wenn sie ihren Pelz trugen. Menschen die an die Seele in allem Leben glaubten und achtsam mit Mutter Natur umgingen. Mit denen sollen sich unsere Kinder indentifizieren? Ja, seid ihr denn verrückt?
Eigenständiges, naturverbundenes Denken, mitfühlendes Wahrnehmen, natürlicher Instinkt, das was uns leider mit Handy, TV und Computerspielen abhanden kommt, wird hier verteufelt.
Der Fokus wird auf Bildschirme gelenkt, das Bewusstsein schrumpft, die Debatten finden auf Facebook statt.
Verbietet man also lieber den Anlass, unterbindet die Begeisterung und die Spielfreude, anstatt sich umfangreich mit den Kindern auseinanderzusetzen und ihnen zu erklären, was sie noch nicht wissen.
Spielerisches Lernen plus Aufklärung.
Eigentlich wäre das ganz leicht umzusetzen. Dafür müsste man sich aber Mühe geben und Zeit nehmen. Beides leider Mangelware heute.
Dann lieber einfach das Kostüm verbieten.
Thema vom Tisch.
Kind bleibt dumm.
Weitermachen mit Iphone, Ipad und Computerspielen.
Demokratie wird nur noch in Geschichtsbüchern ernsthaft besprochen.
Jeder indigene Mensch, der sich über Kinder mit Federn aufregt, ist meines Erachtens schon zu zivilisiert, um seine Ursprünge und die Verbindung zur Natur noch wahrzunehmen und sich an der spielerischen Identifikation mit Naturvölkern und ihren Kräften zu erfreuen.
Demokratie wird nur noch in Geschichtsbüchern ernsthaft besprochen.
Jeder indigene Mensch, der sich über Kinder mit Federn aufregt, ist meines Erachtens schon zu zivilisiert, um seine Ursprünge und die Verbindung zur Natur noch wahrzunehmen und sich an der spielerischen Identifikation mit Naturvölkern und ihren Kräften zu erfreuen.
Meine Tochter hat übrigens sofort, als ich ihr den Artikel in der Zeitung zeigte, gesagt, dass sie zum nächsten Fasching wieder als Indianerin gehen wird und sich das von niemandem verbieten lässt.
Das ist mein Mädchen! Sie hat übrigens zu einem Viertel Inkawurzeln.
So wie wir alle Gene fast aller sogenannter Rassen in uns tragen.
Würden die meisten, die jetzt von den „fremden“ Indigenen sprechen, wissen, wie viele Wurzeln sie haben, wäre das Thema von jeder Kita-Agenda verschwunden..
Was für ein Schmu.
 
Pseudolinksechauffierte verdrängen die Parallelen der heutigen Zeit und hängen sich an Unrechten auf, die sie schön in der Vergangenheit wissen. Da lehnt man sich gern aus dem Fenster.
Auch heute wird für Bodenschätze und Land gemordet und ein Unterschied gemacht zwischen Menschen erster und zweiter Klasse.
Aber oooohhh, die bösen Indianerkostüme!!!
 
Und das sind dann die politisch korrekten Eltern von heute.
 
In der Wahlkabine wird da das Kreuzchen gemacht, das Waffendeals durchwinkt und Millionen jemenitischer toter Kinder rechtfertigt.
Mich macht das sauer.
 
Eigentlich müsste man gerade jetzt als MÖhrenkopf zur Kita gehen und sich über das Indianerkostüm hinwegtrösten.
 
Aber den Gag würde keiner checken, weil niemand mehr selbstständig denkt.
 
Und ein Gag wäre leider auch unpassend. Es ist ein himmelschreiendes Unrecht.
 
Aber die regen sich auf über ein Kind, das gern ein Indianer wäre.
Wäre ich ein Kind, wäre ich auch lieber eine Indianerin. Eine Pocahontas, die mit Waschbären und Bäumen spricht und die Worte des Wides noch vernehmen kann. Daran ist absolut nichts falsch, es ist ein kindliches, urinstinktives Bedürfnis. Das ist natürlich.
Was die Erwachsenen einst mit diesen Völkern taten, steht auf einem weiteren Blatt. Das war von der Natur bestimmt nicht so vorgesehen.
Das ist Geschichte. Für mich steht das, was natürlich und möglich ist, vor dem, was war und überholt ist.
 
Geschichte muss sanft und altersgerecht vermittelt werden, aber das, was natürlich und möglich ist, ist in steter Wandlung und an keine vergangenen Standesriten gebunden. Kein Volk hat das ultimative Indianer-Sein für alle Zeiten für sich gepachtet. Das Natürliche, Naturverbundene kann und sollte weiterbestehen. Aber das ist nur möglich, wenn man die kindliche Neugierde und den spielerischen Umgang damit nicht verbietet. Und wenn nicht unsere Kinder, wer sonst könnte dieses Indianersein in einer vollkommen degenerierten Gesellschaft zu neuem Leben erwecken?
Wir sollten endlich lernen, uns gegenseitig zu respektieren und nicht zu ernst zu nehmen. Jeder blickt subjektiv in diese Welt. Jeder kann Respekt lernen. Und die Hülle ist dabei vollkommen zweitrangig. Es geht um das Innenleben.