Beispiel: Charlie Kirk sagte im übertragenden Sinne, dass ein schwarzer Pilot weniger kompetent sein könne als ein weißer Pilot. Das pure Zitat klingt erst einmal absurd rassistisch, doch gab es zu dem Gesagten einen Kontext, der sogar belegt, dass er der Meinung war, dass äußere Merkmale nicht maßgeblich für eine Einstellung sein sollten, sondern die herausragenden Fähigkeiten eines Menschen. In dieser Debatte (Link unten) belegt er dies im umgekehrten Falle an den Kriterien bei der Auswahl amerikanischer Basketballspieler in der NBA.
Erst wenn man den Kontext hinzunimmt, kann man die Motivation von Kirk realistisch einschätzen. Den tatsächlichen Inhalt des Gesagten in Gänze abzubilden, ist die Aufgabe ernst zu nehmender Journalisten, denn SIE sind dafür verantwortlich, Menschen aufzuklären und zusammenzubringen, anstatt zu spalten. Die Darstellung unser aller gemeinsamen Realität ist extrem wichtig für den sozialen Frieden in der Gesellschaft.
Man sollte GRUNDSÄTZLICH Menschen wegen ihrer inneren Werte und Fähigkeiten gleichwertige Chancen geben.
Man sollte grundsätzlich den öffentlichen Fokus der Menschen untereinander auf die GEMEINSAMKEITEN legen, nicht auf das, was uns – oberflächlich betrachtet – unterscheidet.
UND man sollte in der Betrachtung dessen, was Menschen kommunizieren, niemals das Komplexe auf eine Überschrift herunterbrechen, um Klicks, Reichweite und emotionalen Aufruhr zu bewirken. Das ist unseriös und stiftet Hass. So wird die Gesellschaft nicht medial dazu inspiriert, Probleme in Gänze zu verstehen und konstruktiv gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Es ist NICHT die ehrenhafte Aufgabe der kollektiv finanzierten medialen Berichterstatter, die Stimmung aufzuheizen, sodass der Rezipient auf schwarze Peter projiziert und die Schuld an seiner Frustration anderen zuweist.
Die Selbsterhöhung hat noch nie Probleme gelöst. Sie hat immer nur neue geschaffen.
Kirk ist hier nur der Aufhänger. Diese Art von Framing ist schon häufig eingesetzt worden und dient dazu, den demokratischen Diskurs zu unterbinden. Wer vorverurteilt, hört nicht mehr zu und spricht auch nicht mehr offen. Und wenn dann noch das Prinzip der Kontaktschuld zum Einsatz kommt, kann der Unfrieden Wurzeln treiben.
Wem nützt es, wenn Menschen keine inhaltlichen Debatten mehr führen und es sogar gutheißen, dass Andersdenkende hingerichtet werden?
Sieh selbst und bitte unbedingt bis zum Ende, und dann sage mir: Hat man in den Medien die ganze Geschichte erzählt?: Kirk in der Debatte über ein Zitat von ihm