Ausstieg als Privatperson bei Facebook

ich führe jetzt nur noch mein Künstlerprofil unter dem Namen Lina Hawk bei Facebook weiter.

Ich ziehe Konsequenzen daraus, dass ein Artikel von mir auf meiner privaten Facebookseite und auf meiner Webpage gelöscht wurde (Thema frühkindliche Sexualisierung nach Empfehlung unseres BZgA mit den Geschlechtsteilpuppen Lutz und Linda).
Wer mir in Zukunft also folgen oder mich kontaktieren möchte, kann gern meine Facebook-Künstlerseite abonnieren und/oder hier auf meinem Blog stöbern.
Ich hab genug von dem orwellschen Überwachungsapparat-Tool Facebook. Ob ich als Künstlerin ihn noch dauerhaft nutze, entscheide ich zu einem anderen Zeitpunkt.
Nun wird es erst einmal Zeit für den Frühling und Performance auf der Straße.

Warum nach über zwei Jahren dieser Schritt?
Wenn ein Artikel gelöscht wird, ist für mich die Plattform zensiert. Mir geht es um die Demokratie, nicht darum, dass alle einer Meinung sein sollten. Aber in einer Demokratie wird nicht zensiert und schon gar nicht aussortiert. Die Algorythmen sind leider präsenter, als manche glauben. ich kenne viele Erfahrungsberichte. Vielleicht ist das nicht vielen Facebook-Usern bewusst. Wer systemkonform denkt und demnach weniger Systemkritik teilt, hat die schwindende Reichweite noch nicht bemerkt. Aber selbst wenn dem Algorythmus-Aufkommen nicht so wäre, machte die Rechnung keinen Sinn mehr für mich.
Ich war jetzt knapp zwei Jahre lang sehr engagiert, hab mir die Nächte um die Ohren gehauen und permanent mit diesen unschönen Wahrheiten umgehen müssen. Das ist nicht besser als Krimi. Es erschien mir aber notwendig, die alternativen Medien zu unterstützen und auf Missstände in den Mainstream-Medien hinzuweisen. Vor allem die Verbrechen an der Menschheit sollten nicht unter dem Deckmäntelchen der Demokratie fortgeführt werden.
Leider sieht das die Masse der Menschen anders.
Die glauben lieber an den bösen Terroristen-Einzeltäter als Wurzel allen Übels, so wie man früher an den bösen Wolf glaubte. Das der Terror ein Symptom ist, wollen die meisten nicht wissen. Die Krankheit dahinter ist ihnen zu komplex. Niemand will die Fratzen hinter gebleichten Zähnen sehen.
Wenn Kabarett die einzige Plattform im Fernsehen ist, die politisch bildet, wissen wir ja, wie viele Leute ansatzweise eine Ahnung davon haben, was die Finanzelite der USA und die Ölscheichs im arabischen  Raum mit unserem Planeten und den Menschen anstellen. Wer guckt schon Kabarett? Beim ZDF z.B. trägt eine Sendung nicht umsonst den Namen „die Anstalt“.  Hach, wie witzig! Die legen sie aber auf einen späten Sendezeitpunkt, denn dann schläft Otto-Normalverbraucher.
Wer lange genug lernt, was richtige und falsche alternative Medien zu bieten haben, erkennt die Zusammenhänge und irgendwann kommt er an den Punkt, einen gewissen Überblick zu haben.
Dann weicht das Wahrheitssuchen der Akzeptanz des Bösen.
Brainwashing ist die größte Waffe derer, die die Menschheit versklavt.

Trotzdem entstehen bei mir noch zu oft Widerstände vor allem aber auch Ängste. Ob berechtigt oder nicht, ich möchte nach vorne gehen, mich darauf besinnen, dass ich nicht der Mülleimer der Nation sein muss durch mein Bezeugen, sondern dass ich ein Ventil sein kann über meine Kunst.
Nur meinen Grips in dieser Sache zu nutzen, ist auf Dauer beschneidend. Ich brauche alle meine Sinne, um es zu erfassen und Alternativen aufzuzeigen. Wir brauchen Fenster. Künstler sind dazu da, Fenster aufzuzeigen.

ich glaube, es ist gesünder, mich direkt auszutauschen mit Leuten, die ein ähnliches Vorwissen haben wie ich. Mann könnte vielleicht eine Armada an Links zusammenstellen, aber wer klickt da schon drauf?

 
Wenn dennoch Interesse daran besteht, einmal hinter den Medienvorhang zu blicken, gebe ich unten zwei Möglichkeiten dazu. Dr. Daniele Ganser (Friedensforscher) und Professor Mausfeld (Psychologe) sind brilliante Redner und fassen die Zusammenhänge sehr gut zusammen.

Erklären kann man zwei Jahre Recherche nicht in zwei Sätzen. Es gibt keine einfache Darstellung. Außerdem möchte ich mich meinem Kunsttherapiestudium uneingeschränkter widmen, weil ich mit dem Abschluß vorhabe, Kinder auf diesen Wahnsinn vorzubereiten, sie stark zu machen und ihnen Werkzeuge zu geben, die ihnen helfen, bei sich zu bleiben UND ich habe in alleroberster Priorität selbst ein kleines Kind. Für meine Tochter habe ich mir gewünscht, es wäre schön, wenn die Gesellschaft sich positiv veränderte. Will sie aber nicht.
Die Leute wollen Fjällräven-Rucksäcke, iPhones,  dicke Reifen, Flachbildschirme und nett essen gehen- und sonst bitte nur die Ruhe vom Alltagsstreß. Sie werden agil gehalten, agil bis zur Erschöpfung. Mehr als fünfzehn Minuten Nachrichten und die Überschriftenkurzzeitung am Morgen sind da einfach nicht drin. Die meisten Leute wollen einfache Erklärungen. Ursachenforschung ist nicht hipp. Oder sie verlassen sich darauf, dass die dicken Zeitungen die Wahrheit enthalten, vergessen aber, dass deren Chefs in der Atlantikbrücke sitzen und die gesamte Medienlandschaft einer Handvoll superreichen Familien gehört. Übrigens auch die TAZ.
Nun werde ich darauf schauen, dass meine Tochter sich nicht zu sehr von der Masse tangieren lässt und ihr eigenes Herz entscheiden lässt.
Hätte ich das Gefühl, dass es unterm Strich lohnend war, sich auf Facebook zu engagieren, würde ich anders denken. Aber zwei Jahre sind genug. Sonst komme ich für mich einfach nicht weiter. Es kostet zu viel Kraft, zu viel Zeit, um mich zu bemühen, Dinge zu vermitteln, die ja doch die Komfortzonen angreifen. Die Leute wollen in der Komfortzone bleiben und sehen auf Menschen herab, die diese bedrohen. Und das ist das Schlimmste an dem Ganzen. Dafür bin ich mir zu wertvoll.
Ich werde mich dem nicht mehr privat aussetzen sondern nur noch als Künstlerin. Da perlt es an mir ab.
Den Künstlern gestattet man ja wenigstens, ein bisschen „odd“ zu sein. Beschäftigen tue ich mich weiterhin mit Hintergründen, aber ich werde besser für meine Seelenhygiene sorgen und mein Bemühen für meine Projekte aufbewahren.
Wenn ich sehe, wie wenig Engagement Bürger in der Politik zeigen, besinne ich mich lieber wieder auf mich selbst.
ich habe mittlerweile ein sehr ungutes Gefühl in der Facebookblase und glaube, es soll nur die Frustrationsgrenze weiten – Brot und Spiele – wie das Loch im Deckel eines brodelnden Kochtopfes. So entweicht der Dampf, bis irgendwann kein Wasser mehr im Topf ist… Wer sich virtuell abreagiert, geht oft nicht mehr auf die Straße.
Wer aber selber aktiv Medien konsumieren will, wird das auch ohne meine Facebookseite tun. Es geht bei der Socialmedia-Idee für mich darum, neue Erkenntnisse zu teilen, um den Austausch – und vor allem um die Weiterverbreitung. Die findet kaum statt und meist auch nur von jenen, die eh schon Bescheid wissen.
Die meisten Leute glauben Wikileaks nicht, sie glauben der Mainstreampresse, und ich mag meine Lebenszeit jetzt lieber in den direkten Kontakt investieren. ich hab es echt versucht, bin aber nicht der Typ Mensch, der sich dauerhaft von der Masse der Gesellschaft aufhalten lässt.
Wenn es gemeinsam klebt, mache ich eben erst einmal allein weiter. Polarisierende Performancekunst hat ein gewaltiges Potential, hängenzubleiben in gewaschenen Köpfen. Wenigstens kommt dann auch was anderes an als pure Worte, die man immer interpretieren, drehen und wenden kann, um sich sein eigenes Weltbild zu bestätigen.
Wenn meine Artikel, für die ich ja eh schon nix bekam, auch noch gelöscht werden, ist das alles für die Trashcan. Ich rette lieber meinen Idealismus und verlasse Facebook privat.
Meine künstlerische Aktivität wird politisch bleiben – die Ergebnisse sieht man noch auf meiner Künstlerfacebookseite. Und wer wirklich Interesse daran hat, kann auf meinem Blog mehr erfahren. Ich werde aus rechtlichen Gründen sowieso meist nur hierhin verlinken. Hier findet mann und frau alles, was ich schreibe. Sollte hier weiterhin auch zensiert werden, habe ich Wege, da nachzuforschen – die habe ich bei Facebook nicht. Da entscheiden Großkonzerne und Politikermarionetten, was ich teilen darf und sagen darf und was nicht.

Irgendwann werden die Leute es hoffentlich kapieren, bis dahin möchte ich gern noch etwas leben. Ich gebe den Mainstream auf, aber nicht die einzelnen Menschen.
Mainstreammedien für die Masse. So ist es eben.
Ich gehöre nicht zur Masse. Das war immer so, das ist so und wird wohl so bleiben.
Und das ist auch gut so.

hier noch die versprochenen Links und

auf bald

Eure Lina