Wer sein eigenes inneres Kind mitsamt seinem Schmerz verleugnet, kann niemals konstant und sanft, loyal, tief interessiert, behutsam und fürsorglich mit anderen sein, weil er nicht in der Lage dazu ist, verantwortungsvoll mit Nähe und Intimität umzugehen. Es mangelt ihm an Selbstbewusstsein, weil er das, was bewusst werden müsste, um ganz zu werden, nach innen hinein verbannt. Die Tränen der Unschuld sind eingefroren – zu hören hier: Tau
So jemand wird das Herz eines Menschen, das sich ihm öffnet, nicht ernst nehmen und tief verwunden, weil er die Natur der Liebe mit und für sich selbst nie kennengelernt hat. Und wenn diese Wunde blutet und das Herz, das er genauso allein ließ wie sein eigenes, weinen muss, ist es das größte Bedürfnis in ihm, die Tränen zu meiden, die er selbst nicht weint. Er wird eine Millionen Gründe dafür finden, fernzubleiben und sich vor dem zu verstecken, was er jemand anderem angetan hat. Er müsste sich ja eingestehen, dass er sich nicht weniger selbst verraten hat. Und wenn man von ihm erwartet, genau das zu leugnen, wird er sich beugen, um sich selbst weiter fremd zu bleiben und funktionieren zu können.
Niemand kennt sein Geheimnis.
Nur wer in sich selbst gelernt hat, da zu sein, kann dies auch anderen versprechen und halten. Dafür ist das Alleinsein unerlässlich, und genau das wird gemieden. Viele tun so, als ob sie sich einlassen wollten, versprechen viel, gehen Verträge ein und fühlen sich dann gefangen, weil sie sich selbst im Gegenüber nie ganz begegnen und so auch in Gesellschaft irgendwie einsam bleiben. Sie fürchten, dass dieser leise Klang dröhnend laut werden und sie verschlingen würde, wenn sie andere enttäuschten und daraufhin tatsächlich allein dastünden.
Zu viele Beziehungen bestehen nur aus der Angst vor dem Alleinsein heraus fort. Manche gar jahrzehntelang. In ihnen wird verschwiegen, was wahr ist, um das zu verkörpern, was die Fassade aufrecht erhält und eine Sicherheit generiert, die in Wirklichkeit nur eine schweigende Enge ist. Die Stille ist nicht immer heilsam. Manchmal macht sie nur den Anschein, als wäre sie so etwas wie eine bedingungslose Annahme. Der Moment, in dem Du das, was Du fühlst oder denkst, verschweigst, um den Frieden zu wahren, ist das Zeichen für den Selbstbetrug, das aus der gemütlichen Gewohnheit heraus stoisch ignoriert wird.
Wahre Liebe befreit uns, während sie uns festhält. Sie nimmt uns einfach an, wo andere uns verbannen würden. Sie ist so selten und kann noch seltener gedeihen, denn die meisten laufen vor ihr davon, so wie sie vor sich selbst davonlaufen.
Sie wissen nicht, was Liebe, geschweige denn Respekt vor der Liebe zum Leben ist. Glaubt Ihr, die da wüsste es? Sie erlaubt nicht einmal anderen, das Leben zu lieben. Sie spielt mit dem Dasein aller und erwartet dafür auch noch Ruhm und Ehre. Zieht sie selbst an die Front, wenn ihre Lust auf das große Gemetzel Rheinmetall den nächsten blutigen Reibach einbringt? Wohl kaum…

Sie wissen nicht, was Liebe ist… sie schwingen in der niedrigen Frequenz der Vermeidung und malen das Grauen an die Wand, anstatt einmal die Farben auszupacken und ihre vermeintlichen Gegner an die Schönheit der Natur zu erinnern und an einem Strang zu ziehen. Frau Strack-Zimmermann möchte die Frau, die neues Leben gebären könnte, gleich mit verheizen. Das allein sagt mir, dass sie nach diesem Krieg kein Kanonenfutter mehr brauchen. Sie wollen das Leben selbst neu definieren und uns auf eine Anzahl beschränken, die mit der – die meisten Jobs ersetzenden – KI co-existieren kann und in 15-Minuten-Städte passt. Sind die Metropolen erst einmal weggebombt, kann die Wirtschaft neu florieren und ihre Vision einer schönen neuen Welt entstehen.
Deshalb reden sie vom Krieg, anstatt mit diplomatischen Mitteln Frieden zu schaffen. Der Weltfrieden bringt keinen Profit, genauso wenig wie die Gesundheit den Strippenziehern irgendetwas einbrächte. Das ganze Geflecht ist zerfressen und strebt nach einem Wachstum, das alles beseelt-Lebendige vertilgt. Sie schwingen dunkel und wollen andere in Ihre Dystopie hineinzwingen. Sie sind der Machtgier erlegen und verachten jeden, der ihren Alptraum nicht mitträumen möchte. Mit Verachtung aber begnügen sie sich nicht. Sie möchten unser Leben verwalten und in durchschnittlich vier Stunden auf dem Schlachtfeld gnadenlos beenden. Sie brauchen uns nicht mehr. Sie haben keinerlei Mitgefühl mit uns. Ihre Herzen sind kalt wie das von Ritter Kato in “Mio mein Mio“. Sie sehnen sich nicht mehr nach Liebe. Sie verachten jene, die so verletzlich sind, noch an ihre Wunder zu glauben.
Deshalb vertrauen sie dem Leben nicht, anstatt es zu ehren. Deshalb genügen sie dem, was man von ihnen erwartet, damit sie Karriere machen können, und deshalb brennen sie nicht für das, was uns den Atem einhaucht und die Möglichkeit gibt, zu lernen… weil sie nicht einmal wissen, was es bedeutet, ins Herz hineinzuatmen. Sie existieren nur und betäuben sich: mit Arbeit, mit Rausch, mit Applaus und mit fremden Träumen hinter Glas.
Nicht jede Person ist so offensichtlich düster gestrickt. Viele sind versteckt destruktiv, und passiv aggressiv, ohne es sich einzugestehen. Ihre inneren Kinder sitzen verlassen und stumm in der Höhle ihres Unterbauchs und dürfen weder wimmern noch wüten. Und genau da fängt es an: das Nichts aus der unendlichen Geschichte. Stellt einmal das Antlitz der kindlichen Kaiserin gegen die verhärmten Gesichtszüge der Dame da oben…
Ja, die Liebe kreiert das Leben. Doch ein Leben in Liebe ist nur da möglich, wo man die Liebe nicht verrät. Jeder, der jetzt dazu schweigt, dass Frauen an die Front geschickt werden sollen, gehört in diese Kategorie und hat das Wunder seiner eigenen Existenz nie begriffen.
Fast alle von uns sind einst durch die Liebe und den Kanal einer Frau in dieses Leben geboren, genährt und großgezogen worden. Doch dieses Heiligtum wird von mehr und mehr abgespaltenen Obrigkeitshörigen verachtet und verheizt: mit Pornografie, Femizid und der alltäglichen Herablassung und Objektivierung, die gerade von Männern, wenn nicht direkt praktiziert, so doch viel zu oft toleriert wird. Viele von ihnen haben nie verstanden, was ihre Mütter und Urahninnen durchgemacht haben.
Sei Dir selbst und anderen gegenüber gänzlich ehrlich. Nur so lernst Du, treu zu sein. Treue ist ohne Ehrlichkeit nur oberflächlich möglich, vor allem die Treue dem eigenen Vaterland gegenüber. Es müsste vielleicht einmal umgetauft werden, denn eigentlich ist das Land, das uns ernährt, weiblich. Es ist unser Mutterland, Mama Gaia, und jeder von uns ist ein Teil von ihr. Wer mit dem Leben spielt, spuckt auf die Erde und verdient keine Aufmerksamkeit.
Hat ein transgenerativ-kriegstraumatisierter Mensch sein inneres Kind nie gehalten, kann er anderen vorspielen aber vor sich selbst nie ganz vertreten, aus tiefstem Herzen treu zu sein. Dann zieht er eine schicke Uniform an, die ihm aufgezwungen wird, und lässt sich vielleicht ein letztes Mal gesellschaftlich bestaunen. Seit Jahren ignorieren die Deutschen, wie die ukrainische Armee Kampfunwillige entführt und in den Stellvertreterkrieg schickt. Die Runen auf den Helmen des Asow-Bataillons werden aus der öffentlichen Berichterstattung herausradiert, und unsere Kinder erfahren in der Schule nicht, wer eigentlich dieser Bandera war, den diese Söldner anbeten, und was das alles mit der deutschen Geschichte zu tun hat. Was nicht ins Narrativ hineinpasst, wird ausgeblendet.
Nur die lebendigen inneren Jungs und Mädchen stellen die alles entscheidenden Fragen, denn nur sie interessieren sich für ein Leben, das möglich wäre. Alle anderen fürchten, als naiv oder gar gefährlich abgestempelt zu werden, wenn ihre Intuition sie anweist, die Mächtigen zu hinterfragen. Und schauen wir uns doch einmal um: nicht einmal wenn die NATO mit den Ketten rasselt, werden die Leute wach. Es genügt, einen einzigen Bösewicht in den Raum zu stellen, und die Mehrheit glaubt an das eigentlich unmöglich Einseitige. All jene, die keine erwachsene Instanz in sich etablieren möchten, indem sie lernen, das Unausgewachsene in ihrem Inneren zu trösten, werden stets die Verantwortung an Fremde abgeben.
Erst wenn Dein inneres Kind Dir erlaubt, als erwachsener Mensch zu lieben und Dich bewusst für einen anderen Menschen zu entscheiden, weil es in dem Inneren Deines Gegenübers einen Seelengefährten gefunden hat, weißt Du, was wahre Liebe ist. Nur wenn Du Dein inneres Kind halten kannst, findest Du seine wahre Bestimmung, denn nur das Unschuldige in uns ist fähig dazu, etwas Lebensbejahendes zu kreieren. Dann kennst Du den Code und entwickelst eine Klarheit, die das Leben ehrt. Dann schützt Du nicht nur Deine Kinder, sondern auch die Unschuld in jedem Deiner Menschengeschwister.
Wer zu feige ist, für die Wahrheit und den Frieden einzustehen, verspielt sein Recht darauf, fortzubestehen, wenn er der Macht der eingegebenen Doktrin erlaubt, sein Dasein auf eine Zahl zu reduzieren und sein Recht auf Leben zu verwalten.
Die Würde des Menschen ist und bleibt unantastbar. Und keine eingegebene Angst – weder die vor dem Alleinsein, noch die vor der Krankheit oder den Bomben – sollte uns das vergessen lassen.