Der Wert eines Menschen

Teil 1:

 

Teil 2 Ergänzung frei gesprochen:

Der Wert eines Menschen lässt sich nicht in Geld, Besitztümern, Bildung, Fleiß, Ruhm, elitärer Zugehörigkeit oder Karrierestand messen.

Der Wert eines Menschen kann nur auf eine Weise erkannt und benannt werden:

Das Vermögen, die Kostbarkeit der eigenen Seele zu erkennen, ohne dass der Umweg über die Sicht anderer dafür nötig würde oder der Erkennende das Bedürfnis des eigenen Herzens vergessen müsste, um fremden Ansprüchen zu genügen, lässt den inneren Reichtum anwachsen.

Die verdichtete Entfremdung wurde uns als real verkauft, und wir sollten danach streben, ihr zu entsprechen, um gemocht und bewundert zu werden.

Wer aber seinem Herzen treu bleibt, erkennt, dass die Liebe ätherisch ist und die Macht besitzt, alles Feste zu wandeln, dem der Geist des Authentischen fehlte.

Wertvoll ist das, was wir sind, wenn wir das Haben und Scheinen gegen ein Sein eintauschen, in dem wir gänzlich eins werden – mit unserer wahren Essenz – und alles und jeden loslassen, das oder der sie uns vergessen ließ.

Wir sind nur wertvoll, wenn wir begreifen, dass wir es immer schon waren und nun sein dürfen. Wir haben das Recht, uns der Zerstreuung zu widersetzen, auch wenn man von uns erwartet, mit ihr zu verschmelzen, um dem künstlichen Hologramm beizuwohnen.

Wir dürfen echt sein und den Schatz im Inneren behüten, um uns mit der Leinwand zu verbinden, die alles Leben trägt. Wir dürfen das Artifizielle abkratzen und pur werden, auch wenn uns das Wegfallen dessen, was uns verdeckte, verletzlich macht.

Die individuelle Urfrequenz in jedem von uns sollte das, was wir materialisieren, einfärben, nicht die verflachte Illusion der Matrix, die über Bildschirme flackert und uns via die unnatürliche Hierarchie in die dreidimensionale Beschneidung hineindrängt, sodass die verflachte Betrachtung in unseren Verstand hineinkriecht und unsere Selbstwahrnehmung in die Identifikation mit der Persönlichkeit trickst, über die wir hinauswachsen dürfen.

Das Spiel ist gar kein Spiel. Wir sind auch keine Figuren darin. Wir brauchen weder den digitalen, noch den systemischen Avatar, um wirksam zu kommunizieren.

Wir sind beseelte Wesen – kostbar und zu behüten.

Wer das Leben als Spiel verkennt, ist der Liebe nicht fähig, weil er nichts und niemanden so ernst nimmt, wie es dem Wunder gerecht würde, von dem wir alle ein Teil sind.

Jeder Moment ist ein Tor in die Wirk-lichkeit. Das Wirken eines jeden Einzelnen von uns darf den individualisierten Seelenklang in die Symphonie aller wahrhaftigen Frequenzen hineinlegen und den Resonanzraum der Schöpfung erweitern. Dafür sind wir geboren worden, und dessen dürfen wir uns wieder bewusst werden. Dieses Bewusstsein ist es, was uns wertvoll macht. Nicht, weil wir es zuvor nie gewesen wären, sondern weil es uns nun klar wird. Wir hatten es nur vergessen.

Möge ein jeder von uns das Vertrauen aufbringen, das künstliche Ich abzulegen und das wahre Selbst zu leben. Möge der dafür nötige Verzicht auf die Anhaftung an die Verkleidung uns leicht fallen, und möge das Loslassen jener Verbindungen, die uns im Netz der Verleugnung der Seele halten wollen, uns gelingen. Möge die Tinte auf all jenen Verträgen, die uns davon abhielten, frei und tatsächlich wir selbst zu werden, sich nun auflösen und das Papier, auf dem unsere Geschichte geschrieben wird, wieder klar werden.

Der Mangel an Liebe ist erst dann in eine Fülle zu überführen, die uns den inneren Reichtum schenkt, wenn wir jene gehen lassen, die ihre Zuneigung an unsere Bereitschaft binden, den eigenen Wert im Außen zu suchen, statt im Inneren.

Mögen wir alle von Seelengeschwistern umgeben sein, die tatsächlich sehen, was im Schwarzen unserer Augen wohnt, und dieser Instanz vertrauen. Sie kommen zu uns, sobald wir uns selbst so betrachten können und uns erlauben, auf das Leben zuzugehen, die Liebe ernst zu nehmen und unsere Träume zu leben.

Sehne Dich ruhig, aber wisse, dass alles, was Du da draußen finden möchtest, erst in Dir selbst wahrgenommen und geliebt werden muss.