Eine bewusste, beseelte und mit dem Feld der Kreativität verbundene Frau verstärkt, was der Mann in seinem Inneren etabliert hat und in das Gemeinsame hineinträgt. Sie nimmt es wahr und spiegelt ihm entweder das, was klar ist, oder das, was im Argen liegt.
Eine erwachende Frau erkennt die Blaupause seiner Seele und weist darauf hin, was ihn davon trennt. Sie schaut weder dabei zu, wie er sich selbst aufgibt, noch wie er sein wahres Sein verleugnet. Ist es Zeit, voranzugehen, bleibt sie nicht stehen, wenn er aus Angst und fehlender Motivation heraus im Stillstand verharrt. Glaubt er nicht an sich, redet sie ihm gut zu. Selbiges tut auch er für sie – kontinuierlich und verlässlich. Sie fordert ihn heraus, über das Zweifelnde und Unerfahrene hinauszuwachsen, und das Göttliche anzuerkennen, das in allem wohnt, was natürlich ist und Einfluss nimmt.
Ist er emotional anwesend und in der Lage, die Sprache ihrer Gefühle zu begrüßen und ihr einen sicheren Raum zu schenken, damit sie sanft und feminin werden und ihm ihre Seele anvertrauen kann, öffnet sich der Kanal für die größte Macht der Erde, die ihm ein Sprungbereit in seine wahre Größe sein kann und ihn mit seinem Zentrum verbindet. Um dies zu bewirken, entsteht ein Vertrag zwischen den Seelen, ein Versprechen darüber, dass das Männliche das Weibliche hält und es nachhaltig behüten wird. Ohne diesen Glauben an ihn in ihr zu entfachen, könnte er ihr Vertrauen nicht erobern. Es ist ein heiliger Bund, der exklusiv und sofort in Kraft tritt, sobald er besiegelt wurde.
Deshalb ist nach universellem Gesetz die Vereinigung so heilig, und deshalb hat das Böse so viele Männer dazu verführt, Frauen als Ware zu betrachten, deren Existenz nur der Befriedigung männlicher Lust gilt. Deshalb ist die Liebe so in den Hintergrund gedrängt worden. Darum hat sich das Abgespaltene in den Zirkeln der Macht verbreitet wie ein metastasierendes Geschwür. Sexualität als Droge zu etablieren, hat den weiblichen Körper entweiht, um dem männlichen Ego eine falsche Aura zu verleihen – weibliche Energie wird mit Manipulation und Herablassung abgeerntet und dem individuellen Feld weiblicher Menschen entzogen, um das Patriarchat zu mästen. Es ist ein ausbeuterisches System, das jegliche Achtung vor der Verletzlichkeit verspielt.
Sobald ein Mann das Strahlen und Leuchten einer Frau besitzen und sie ohne liebevolle Intention erobern will, trachtet er danach, sie zu beherrschen, und verhindert das Wunder. Ohne Hochachtung vor der Würde, kalkuliert er mit ein, mit ihrem Vertrauen zu spielen und ihre Fähigkeit, sich hinzugeben, auszubeuten. Denn trägt er Unentschiedenheit, Chaos und Unwahrheiten in ihr Feld hinein, sät er ein Gift, das sie an ihn bindet, obwohl er ihre Treue und Zuwendung nicht verdient hat, da er beabsichtigt, sein Versprechen zu brechen, um etwas aus ihr zu machen, was sie nie war.
Opfert er den gemeinsamen Raum und ihre seelische und körperliche Sicherheit für sein Ego, das außerhalb der Verbindung nach Bestätigung sucht, wird sie ihm spiegeln, was er an sie weiterreichte. Es gibt keinen Ort auf der Erde, wohin er nun flüchten könnte – keine Droge auf der Welt, die ihn anhaltend vergessen ließe, dass er den Schatz, der ihm geschenkt wurde, besudelt und ihr Wohlergehen für seine Vermeidung geopfert hat – nur die Abspaltung von sich selbst, die ihn sukzessive auch seine Fähigkeit zu Mitgefühl kosten wird und ihn vergessen lässt, was er eigentlich braucht.
Das Gehirn eines Menschen, der so ein Verhalten etabliert, verändert sich. Es versetzt ihn in einen fortwährenden Zustand der Flucht vor dem inneren Anteil, der sich an anderen vergeht, um sich dem kurzfristigen Rausch hinzugeben. Die Energie, die er einer Frau raubte, die sich ihm geöffnet und anvertraut hat, wird ihm anhaften. Um diese Wahrheit zu negieren, braucht er eine Maske, die er selbst vor dem Spiegel tragen muss, einen künstlichen Charme, einen Witz, der verharmlost, was schwerwiegend ist, eine Härte, die jene Tränen, die seinetwegen geweint wurden, in dem Pokal versteckt, den sein falsches Selbstbewusstsein vor sich herträgt.
Alles ist Energie, und Zeit ist eine Illusion. Alles geschieht zugleich und nimmt Einfluss auf das, was jetzt passiert. Wer seine Aufgaben nicht erfolgreich und im Sinne der universellen Gesetze zu Ende bringt, ist der Wiederholung ausgeliefert. Wir alle sind hier, um zu lernen, wie man authentisch liebt und das Gleichgewicht zwischen Nehmen und Geben zelebriert. Keine Form der Liebe ist ein Geschäft, in dem man danach trachtet, den größten Vorteil für sich herauszuschlagen.
Ein wahrer Mann gibt nur das und nicht weniger, als auch er sich wünscht. Er ist loyal und aufrichtig und verspricht niemals, was er nicht halten kann. Die Liebe erlaubt ihm nicht, zu manipulieren, weil die Wahrheit alles ist, was er braucht, um ein ebenbürtiger Partner und ein würdevoller Mann zu sein.
Diese Welt ist voller Täuschung und Lügen. Die Liebe wird verunmöglicht, wo Leute schummeln, um sich zu behaupten, neiden, um sich anzutreiben, beweisen, was sie nicht sind, um sich einen Wert zuzuschreiben, der ihrem wahren Wesen fremd ist… All das für eine Sicherheit, die aus Abhängigkeit gewebt wurde und an die Oberflächlichkeit und die verhinderte Offenbarung gekettet ist.
Ein Mann, der sich aus diesem Labyrinth befreit und ernsthaft dem Leben zuwendet, wird nach göttlichem Timing sein wahres Potential entfalten. Ist er verbunden mit einer Frau, die in seiner Seele lesen und ihm mit all ihrem Sein berechtigt vertrauen kann, wird er stets die Täuschung von der Wahrheit unterscheiden können, denn die Liebe öffnet ihm die inneren Augen, sodass er der Kontrollsucht seines Verstandes nicht auf den Leim geht und der Stimme seines Herzens lauschen kann.
Wahre Kraft wohnt in der Intelligenz und Verbundenheit des Herzens und wächst durch die offene und zugewandte Kommunikation auf Augenhöhe an. Wer das belächelt, ist seinem unwissenden Ego erlegen und Sklave einer vergangenen Enttäuschung geworden. Wer aufgibt, weil er einmal verletzt wurde, und eine Strategie braucht, um sich körperlich einzulassen, nimmt das Geschenk seines Lebens nicht an. Solange sich ein Mann hinter einer Strategie versteckt, ist er kein mutiger Held, sondern ein Feigling, weil er sich nicht zutraut, zu vertrauen und sich der höheren Ordnung zu widmen. Aufzugeben, was richtig wäre, um nicht verändern zu müssen, was unecht ist, verhindert die Authentizität.
Die größte Macht liegt dort, wo man die eigene Vulnerabilität zulässt und begreift, dass das Leben größer ist als jedes gedankliche Konstrukt es begreifen könnte.
Die Sphäre, die den authentischen und wachen Mann mit der Frau verbindet, die seiner Seele ein energetischer Spiegel ist, etabliert in ihm und ihr und um beide herum einen heiligen Ort, und er tut alles dafür, diesen klar zu halten und mit aufmerksamer Zuwendung anzunähren.
Widmet er sich an jedem Tag, bindet er das dritte Element in sein Leben hinein und nimmt seinen Platz ein. Das Dreieck der Liebe zwischen zwei aufrichtigen Partnern wird mithilfe dieser dritten Instanz gebildet. Sie enthält das Elixier der Transformation – sie gibt uns in jedem Moment ein, was der nächste Schritt in unsere wahre Bestimmung hinein ist. Deshalb erreichen wir in einer gesunden Verbindung mehr als allein, und darum müssen wir geduldig sein, wenn wir noch nicht mit unserem Seelenpartner verbunden sind.
Durch die behütete Liebe wird der Turbobooster eingeschaltet. Doch die Spitze des Dreiecks verlangt nach Zuversicht und Ehrlichkeit – dies sind zwei seltene Tugenden in der heutigen Zeit. Doch sie sind nicht unmöglich – wir können uns darin üben, wahrhaftig zu sein und alle Abkürzungen links liegen zu lassen, die uns dazu verführen sollen, dem Mysterium der Liebe zu misstrauen und auf jene zu hören, die an ihr zweifeln. Manchmal haben wir Glück und ergreifen die Chance. Dann wird uns alles andere leicht von der Hand gehen und das Wunder in jede unserer Bewegungen hineinfliessen. Dann wird das Leben zu einem Wirkkreis, der die Welt zu einem besseren Ort macht.
Nur, wenn ein Mann sich Mühe gibt und den Mut aufbringt, für das, was wahr ist, einzustehen, und das, was falsch war, aufzugeben, wird der Mann etabliert und berechtigt geachtet.
Nur mit der gebotenen Fürsorge für die eigene Verletzlichkeit wird eine Frau die nötige Vorsicht walten lassen und genau prüfen, ob sie dort, wo sie umworben wird, auch in Sicherheit ist und der Zauber geehrt wird, den sie teilt.
So zu tun als ob, ist nicht dasselbe wie zu sein, was erfüllt. Aus dem Mangel im Inneren heraus findet man die Fülle auch nicht im Außen – weder in einem anderen Menschen, noch in etwas, was man tut. Man kann nur teilen, was man für sich selbst schon gefunden hat. Alles andere wäre nur Trug und Ablenkung.
Sei lieber allein als mit jemandem zusammen, der nicht allein sein und das Gemeinsame nicht ernst nehmen kann. Er wird nicht immer ehrlich mit Dir sein, sein vermeidendes Ego im Jetzt priorisieren und Chaos in Dein Leben tragen.
Aufrichtig zu sein, kann ein Mensch nur lernen, wenn er allein mit sich ist und dies genießen kann – wenn er nicht vor dem davonläuft, was ihn von dem Feld der Wahrheit trennt, sondern bereit dazu ist, seine Masken abzulegen und all die Erinnerungen aufzuarbeiten, die ihm seinen Schatten aufzeigen und ihm beweisen, dass er manchmal feige war, während er nach außen hin so auftrat, als sei er kühn und furchtlos.
Nur wer authentisch ist, kann die Liebe leben und ihr den Raum zugestehen, den sie braucht, um zu wirken und zu gedeihen. Keine Aussenwirkung, keine Karriere, kein Kontostand und kein wertender Gedanke anderer darf je so wichtig sein wie das. Denn wir alle können nur auf eine Art und Weise geliebt werden, die wir annehmen können, wenn wir uns so zeigen, wie wir wirklich sind.
Das Wichtigste bei all dem ist, nicht theoretisch zu verstehen, was dieser Text vermittelt, sondern zu fühlen, was Dein Herz dazu sagt. Wir können due Liebe nicht mit dem Verstand erlernen, sondern nur mit dem Herzen erfahren. Wir müssen aufhören, darüber nachzudenken, und anfangen, uns darauf einzulassen und uns für die Erfahrung entscheiden. Sonst bleibt die Liebe stets nur ein Konstrukt und uns fremd.
Nur durch wahrhaftige Nähe zu unserem wahren Selbst im Spiegel eines anderen entsteht Intimität und unverfälschte Verbindung: über das Herz. Es bildet ein magnetisches Feld, das eine gemeinsame Frequenz anstrebt. Um ihr zu erlauben, zu schwingen, braucht es einen klaren Resonanzraum.
Wenn Du etwas verbergen musst, um körperliche Intimität zu teilen, bist Du unecht und verweigerst Dich der Intimität auf Herzebene. Dann lebst Du eine unwahre Intimität und bindest Dich, wo man Dich nicht meinen kann.
Sei authentisch mit Dir selbst, damit Du der Sprache Deiner Seele lauschen und die richtige Wahl treffen kannst.