
Doch spiele nicht mit anderer Leute Herzen, denn sonst müssen sie die Konsequenzen für Dich tragen.
Auf einer höheren Ebene wird Buch darüber geführt, wie achtsam oder unachtsam Du mit anderer Menschen Leben umgehst.
Hinterlasse kein Chaos und Leid im Feld eines Menschen, der Dir Vertrauen schenkt. Der Schutzraum dieser Seele ist keine Deponie für energetischen Müll dieser Art. Wenn Du nicht weißt, was Du diesem Menschen geben willst, Dir aber nimmst, was Du von ihm bekommen kannst, erschaffst Du eine Verbindung, in der der eine Mensch im Ungewissen schwebt und der andere die Macht hat. Dieses Spiel ist vollkommen unnötig und hält diesen Menschen nur auf.
Halte niemanden auf.
Eine Freundschaft oder Liebe braucht immer eine Perspektive, weil man sonst kein tiefes Vertrauen aufbauen kann.
Raube anderen nicht ihre kostbare Lebenszeit.
Trage Klarheit, Respekt und Wertschätzung in ihre Aura hinein. Und wenn Du das nicht kannst, lass sie einfach in Frieden sein und verzichte auf ihre liebevolle Aufmerksamkeit.
Es gibt genügend oberflächliche Gestalten, die nicht so tief fühlen, dass es ihnen etwas ausmachte, austauschbar oder für die meiste Zeit einfach unwichtig für Dich zu sein.
All die Non Player Character liefern Dir nicht dieselbe Energie wie eine tiefe Seele sie freiwillig teilt. Ja, das ist wahr. Aber in der Liebe, egal um welche Art von Liebe es sich handelt, sollten Geben und Nehmen ausgeglichen sein.
Schenkst Du einer tiefen Seele wertschätzende Worte, behandelst sie dann aber wie eine Statistin in der von Dir allein bestimmten Matrix, überhöhst Du Dich selbst zum Regisseur im Leben dieses Individuums.
Zünde kein Feuer an, von dem Du insgeheim weißt, dass es nur der andere mit Holz und Sauerstoff nähren soll, damit es nicht ausgeht. Du nimmst nicht nur Dir, sondern auch diesem Menschen das gemeinsame Potenzial zu wachsen, und Du nimmst ihm auch Lebenskraft weg, wenn Du diesen mit in einer Sackgasse hineinlockst. Was willst Du mit diesen Bemühungen aufbauen? Nichts? Was willst Du dann von diesem Menschen? Warum etwas beginnen, was nirgendwo hinführen soll?
Du setzt Dich in ein Ruderboot und lädst dazu ein, sich zu Dir zu gesellen. Und dann findet sich dieser Mensch plötzlich auf einer Wildwasserbahnfahrt ohne Ziel wieder. Der Kahn aus Holz, der behutsam schaukelte, mutiert zu einem quietschorgangefarbenen Luftgebilde. Und während Du die Entwicklung ausbremst und Äste nach vorne wirfst, die sich zu einem Staudamm auftürmen, lehnt die Mitreisende sich mutig hinüber, um den Weg freizumachen, damit keine scharfkantigen Stöckchen die Fahrt zum Kentern bringen. Warum?
Es macht überhaupt keinen Sinn.
Dieses Wirrwarr erzeugt nicht nur in Deinem Leben ein vollkommen überflüssiges Kuddelmuddel, sondern auch im Leben Deines Gegenübers.
Auf Seelenebene sind wir alle eins. Und auf Seelenebene hat auch genau jene Entscheidung eine Konsequenz, die Du NICHT triffst.
Du kannst anderer Menschen Energiefelder komplett durcheinanderbringen, wenn Du vorgibst, etwas aufbauen zu wollen, was Dir in Wirklichkeit in den kommenden Tagen wieder vollkommen einerlei ist. Aber natürlich nur solange, bis Du wieder erhellende Unterhaltung und zugewandten Zuspruch brauchst.
Benutzt Du jemanden als Zeitvertreib, aast Du mit seiner Lebensenergie. Du hast kein Recht dazu.
Menschen, die hyperselbstständig sind und freiwillig zu Eremiten werden, tun das nicht, weil sie von Anfang an so waren und freudlos und zurückgezogen auf die Welt kamen. Sie tun das, weil ihnen in ihrer Vergangenheit ein Zeitfresser zu viel begegnet ist, der das Licht ihrer Seele ernten wollte, ohne das eigene einzubringen. Er täuscht vor, vertrauenswürdig zu sein, und nimmt bereits einen Platz im Leben des anderen ein, während er selbst keinen Millimeter Raum macht und dem anderen das Gefühl gibt, nicht einmal den Status einer Leselampe auf dem Schreibtisch zu verdienen. Doch das Leuchten, das wollen sie trotzdem haben, die Zeitfresser. Im schlimmsten Fall besetzen sie auch noch den Körper, der das Licht trägt.
Jene seelische Arbeit zu investieren, die es braucht, um sich diese Art von Licht zu erhalten und auch viele Male zurückzuerobern, kennen die Zeitfresser nicht. Sie gehen immer den einfachen Weg, weil sie den Schmerz vermeiden.
Du weißt nie, was ein Mensch in seinem Leben bereits durchgemacht hat. Also spiele nicht mit jenen, die hell strahlen. Es könnte sein, dass sie barfuß durch Höllentäler gegangen sind – Schluchten, die Du nicht einmal mit dem kleinen Zeh berühren würdest.
Das Vertrauen so eines Menschen ist sehr, sehr wertvoll. Erwerbe es nur, wenn Du dieses Leuchten ehren, behüten und auch teilen willst. Erwerbe es nur, wenn Du bereit bist, den Weg gemeinsam zu gehen und alles zu tun, was nötig ist, um zu leuchten. Egal, wie schwer es manchmal auch sei.
Sperre dieses Leuchten niemals in eine Besenkammer ein. Es werden Dir nur Tränen auf dem Boden bleiben, und Du wirst sie Dein Leben lang dort hinter der Kammertür verbergen müssen, wenn andere weiterhin von Dir halten sollen, was Du vor dieser Begegnung einmal geglaubt hast, zu sein.
Erspare es Dir.
Vermische die Zeitlinien zweier Leben nicht, denn tust Du das, wird Deine Realität sich verändern. Willst Du, dass alles so bleibt, wie es ist, lasse Menschen in Ruhe, die vom Leben lernen wollen. Verführe niemanden dazu, das Risiko einzugehen, Dir sein Herz zu öffnen, wenn Du es gar nicht halten willst.
Oder werde lebendig und lasse den Wandel zu.
Aber richte Dich klar aus. Sonst wirst Du weder ein Erwachsener, noch ein Kind sein, denn dann steckst Du fest im Raum dazwischen – als Ausgewachsener ohne Traum.
Die Entscheidung bringt die klar formulierte Ausrichtung in die Materie hinein. Aber ohne den Mut, der Unendlichkeit zu begegnen, kann niemand träumen und entscheiden.
Für das Träumen brauchst Du Dein inneres Kind.
Für die Entscheidung brauchst Du den Erwachsenen.
Und für die Ausrichtung brauchst Du den Mut zur Veränderung. Sonst bleibt alles, wie es ist. Wenn es das ist, was Du willst, meide jene, die wandeln wollen, was die Menschen davon abhält, zu träumen.
Besetze niemals den Traum eines Menschen, der mutiger ist als Du.
Besenkammer oder Horizont?
Ich habe mich für den Horizont entschieden.