gelebte Bekenntnisse

 

Worte sind oft nur trügerische Werbeslogans.  Taten sind gelebte Bekenntnisse.

Frauen, schützt Eure Perlen! Sonst seid Ihr mehr damit beschäftigt, zu heilen, statt zu leben.

Einige Männer jagen gern, jedoch sind viele von ihnen nur auf Trophäen aus, die ihr Ego aufblähen, nicht aber auf eine wahrhaftige Verbindung.

Sie machen den Anschein, als wäre das anders. Sie spielen ein Spiel und lieben es, einen kurzfristigen Traum zu träumen. Das „Kurzfristige“ an diesem Traum soll dem Gegenüber jedoch nicht bewusst werden. Denn würde klar werden, dass der Traum nicht von Dauer sein wird, gäbe es ihn wahrscheinlich gar nicht mehr.

Das Vortäuschen eines gemeinsamen Traumes ist sehr traurig und eigentlich unnatürlich. Die Schöpfung hat nie vorgesehen, dass Lebewesen einander täuschen, um sich an Geschenken zu bedienen, die im Bewusstsein der wahren Intention niemals zur Verfügung stünden. Ein Geschenk der Seele ist nichts, was unfreiwillig gegeben werden sollte. Wer getäuscht wird, gibt nicht freiwillig.

Die Natur und die geistige Welt haben uns die Zauberkraft geschenkt, uns mit unsichtbaren Fäden an einen Menschen zu binden, der um uns wirbt, uns von seinen menschlichen Vorzügen überzeugt und loyale Versprechen in seine Küsse hineinlegt.

In unserer seltsam entgleisten Ich-Gesellschaft hat sich die männliche Energie leider schon zu oft von ihrer ursprünglichen Kraft entfremdet und sich eine ordentliche Portion rücksichtsloser Ichbezogenheit antrainiert. Fürsorglichkeit und der Drang, die weibliche Seele zu achten und zu behüten, gehen dieser ewig jugendlich unbewussten Abenteuerlust vollkommen ab. Hinzu kommen sexuelle Suchtmechanismen, die menschliche Wesen benutzen, um an den “Stoff“ zu kommen und den eigenen Stress zu entladen.

Es geht nur noch um die kurzfristige Befriedigung und um die Bestätigung. Wenn man(n) damit klar und transparent ist und offen kommuniziert, dass man(n) sich nur an der Hülle der Frau berauschen will, ist es an ihr, zu entscheiden, ob sie sich an diesen leeren Akt verschwenden möchte. Leider ist eine derartige Ehrlichkeit aber rar, denn sie erschwert das Jagen nach Frauen, die mehr als Sportgeräte sind und bleiben wollen.

Die Fahne will in die weiche Wiese gerammt, der Triumph will gefeiert werden. Es geht nicht nur um das Besitzen ihres Körpers. Ihr Zauber, ihre Magie, ihre Seele sind die eigentliche „Beute“.

Wäre die Transparenz darüber gegeben, was der Jäger will, trennte die “Beute“ ihre Seele vom Körper und konsumierte ihn gleichermaßen. Gesetzt den Fall, sie wäre sich dafür nicht zu schade und überhaupt zu sowas in der Lage. Diese Art von Verbindung hat allerdings eine ganz andere, unbeseelte Qualität.

Wenn die Frau sich körperlich, seelisch und geistig an ihn binden möchte, weil sie davon ausgeht, dass er ein ganzheitliches Interesse an ihr in seinem Herzen hegt, bekommt der Mann nicht nur den Körper der Frau, sondern auch ihr Herz geschenkt. Dann macht man Liebe, und dann gehen beide dabei eine seelische Verpflichtung ein.

Die Liebe hat einen Anspruch an uns. Sie ist dann mit von der Partie, wenn zwei Seelen sich durch ihre Fenster direkt ansehen und „Ja“ zueinander sagen. Diese Verschmelzung ist alchimistisch. Sie spült verdrängten Schmerz aus den Zellen heraus und bringt alles nach oben, was Heilung braucht und gesehen werden will.

Manche Menschen lernen diese Liebe erst spät im Leben kennen. Doch wer sie einmal gespürt hat, wird nie wieder der selbe Mensch sein. Das Problem ist nur, dass viele Menschen nicht spüren wollen, was sie heilen kann, weil sie zu viele Vorteile davon haben, die Liebe und den Schmerz wegzustoßen.

Vorteile? Ja, nämlich das Bewahren der Komfortzone und der Bequemlichkeit… das Verdrängen der Angst vor der Veränderung und der Ungewissheit… das Verhalten an dem, was man schon kennt und bislang immer vom Verstand kontrolliert werden konnte. Der abgesteckte Quadratmeter der Normalität mit all ihren Verpflichtungen und finanziellen Verbindlichkeiten…

Was wird vermieden? Das Vertreten der eigenen Wahrheit vor Menschen, die Erwartungen hegen, Menschen, die unter Umständen enttäuscht werden müssten, um zu dieser Liebe stehen zu können. „Oh, Gott, was würde ….. nur denken und tun, wenn sie/er das wüsste?!“

Könnte es sein, dass ein Liebender nicht nur bereit dazu sein muss, der Bösewicht in der Geschichte eines anderen zu sein, sondern auch verlassen zu werden?

Der Mensch, der vor dieser Liebe existierte, wird sich mit ihr verändern, und das würde nicht jedem im System gefallen. Oder ist es vielleicht sogar diese Veränderung, die eigentlich gefürchtet wird?: der Mensch zu werden, der seine Grenzen sprengt und sein eigenes Potential entfaltet…

Eine Liebe, die uns in unser höheres Ich hineinführt, macht uns zu Revolutionären! Sie fordert von uns uneingeschränkte Radikalität ein.

Es gibt Wunden, die so hart verschorfen, dass man sie allein nicht salben kann. Dafür gibt es die Liebe, den Raum der gegenseitigen Zuwendung und die wahre Nähe. Dieser Raum breitet sich in die tiefsten Tiefen Deiner Seele aus und singt ein Lied der Geborgenheit und Hoffnung. Dieser Raum ist heilig und sollte nur von Menschen betreten werden, die ihn nicht entweihen. Wer den Schlüssel zu so einem Raum geschenkt bekommt, legt ihn nicht dem nächsten unter die Fussmatte.

Das Herz einer Frau zu erobern, die so lieben kann, bedeutet, ganz genau zu wissen, wer diese Frau ist. Eine solche Frau achtet auf sich und macht transparent, was sie braucht und wozu sie nicht bereit ist. Wer sich das Vertrauen so einer Frau erwirbt, weiß ganz genau, was er da tut. Er weiß es, weil er geübt hat, Frauen zu täuschen. Er will nichts Gemeinsames aufbauen, erweckt aber den Anschein, als wolle er bis zum Ende bei ihr bleiben.

Manch einer geht nicht sofort. Er bleibt aber auch nie ganz. Es gibt viele Gründe, die er vorschiebt, die ihn daran hindern, den gemeinsamen Raum zu bewohnen und zu behüten. Keiner dieser Gründe gilt aber, denn hätte der Grund, sich nicht einlassen zu können eine wirkliche Bedeutung für ihn, wäre es ihm von Anfang an unmöglich gewesen, den Anschein zu erwecken, sich einlassen zu wollen.

Nein, er weiß ganz genau, was er tut. Das gibt er aber nicht zu. Er nimmt sich, so lange er noch kann und sein Spiel noch nicht durchschaut wird. Sobald das Gegenüber dann hoffentlich irgendwann für sich einsteht und Klarheit einfordert, finden sich auf einmal unüberwindbare Hindernisse, wo vorher nichts und niemand ihn aufhalten konnte. Wer dann nicht die Maske ablegen und sein mangelndes wahres Interesse zugeben möchte, tut ihr solange weh, bis sie ihn freiwillig hinauswirft und die Entscheidung für ihn trifft.

Es gibt einen modernen Ausdruck für dieses Verhalten: “emotional unavailable“.

Aber nur weil Frau dem Kind nun einen Namen geben kann, heißt das nicht, dass sie die Natur in sich zukünftig auf dieses täuschende Verhalten umtrainieren sollte. Ihre Natur ist richtig. Sein Verhalten ist falsch.

 

„Es ist kein Zeichen von Gesundheit, sich an eine zutiefst kranke Gesellschaftliche anzupassen.“

– Krishnamurti –

 

Es gibt nur einen Weg, sich vor solchen Männern zu schützen, Mädels: Schaut genauer hin, und glaubt nicht alles, was Euch in der Kennenlernphase erzählt wird. Nehmt Euch Zeit und lasst Euch nicht zu schnell auf jemanden ein, der ein Fünf-Sterne-Restaurant mit einem McDonalds DriveInn verwechselt. Ihr wollt keine Fahne im Vorgarten stecken haben, deren lautes Flattern Euren inneren Frieden stört. Das Fahnengeräusch im Wind der ungelösten Fragen ist vollkommen überflüssig.

Glaubt mir, unbewusste Menschen, die sich von ihrem Es steuern lassen, stellen sich diese Fragen nicht. Sie könnten sie Euch nicht beantworten, egal wie oft ihr ins Gespräch kommen und darin Frieden finden wollt. Lasst es sein. Es kämen nur neue Fragen auf, solange Euer Wanderer selbst die Unklarheit ist. Er sucht die Klarheit nicht. Er versteckt sich vor dem Gesicht hinter seiner Maske.

Wer Euch wirklich will, wer die Liebe in sein Leben einbinden möchte, findet immer einen Weg, weil die Liebe ihm diesen Weg zeigen würde.

Entweder er empfindet diese Liebe, oder er tut nur so als ob. Es gibt da keine Grauzone. Entweder jemand ist stark und mutig genug dafür, seinem Herzen zu folgen, oder eben nicht.

Die Liebe ist das dritte Element, und es entsteht in der Verschmelzung. Leider begegnen sich viele Menschen nicht mehr exklusiv. Sie sind taub und blind geworden für den Zauber, der im gemeinsamen Raum aufflammt und stetig weiterbrennen will.

Der Wanderer hat nicht nur eine Fahne in der Hand, er versteckt eine ganze Batterie an Fahnen in seinem Rucksack. Er hat ein stilles Lächeln auf den Lippen und sich eine Aura antrainiert, die Schutz und Ruhe vermittelt. Der Archetyp, den die Weiblichkeit sucht, ist sein Gewand. Er verbirgt mit dem Mantel des Eroberers den Markierer, der er eigentlich ist. Er ist charmant und nimmt nichts ernst genug, um sich der Folgen seines Handelns nicht gewahr zu werden… Und Du denkst, er täte das, um Dich zum Lachen zu bringen und glücklich zu machen.

Deine Freude über seine Leichtigkeit ist nur der Applaus für seinen ’brillanten Witz‘ und seine ’herausragende Intelligenz‘. Deine Begeisterung von ihm füttert nur den hungrigen Geist des Markierers in ihm.

Das Markieren unterscheidet sich vom Erobern:

Wer erobert, will das Land bestellen und dort ein Zuhause finden und sich stetig darum kümmern. Er hat sich dieses Land bewusst ausgesucht und möchte sich nirgends niederlassen außer dort. Der Eroberer möchte das Herz seiner Frau behüten und sie immer beschützen. Es ist ein natürlicher Impuls in ihm, der ein gemeinsames Feld mit ihr bestellen und in dieser Frequenz schwingen möchte, bis er alt und grau ist. Er will zur Ruhe kommen und sich nach innen wenden; der Eroberer möchte ankommen und ein Zuhause für seine Seele finden.

Der Markierer hat dagegen keinen blassen Schimmer, was er mit dem Herzen anfangen soll, das ihm geschenkt wurde und nun in seinem Besitz ist. Er will es einfach nur HABEN. Aber dann ist es eine Last für ihn. Es ist zu groß und passt nicht in seinen Rucksack hinein. Der Schmerz, der sich zeigt, wenn ihm die wahre Nähe begegnet, erschrickt ihn so sehr, dass er davonläuft und das Geschenk auf der Fussmatte liegen lässt.

Der Markierer ist ein Flüchtling. Er stürmt hinaus in die Welt und mimt den Helden. Doch überall, wo seine Fahnen im Winde wehen, müssen andere die Wunden, die er zurücklässt, für ihn mit heilen. Nur dass er dann nichts davon mitbekommt, wie dieser Prozess alle weibliche Kraft kostet und die Blume verwandelt, deren Blüte er geraubt hat. Er ist nicht da, um sich um die Blume zu kümmern. Er hat seinen Preis schon abgesahnt, und ein neues Lächeln tanzt um seine Mundwinkel herum. Das schlechte Gewissen um den Schaden, den er angerichtet hat, wird ihn irgendwann einholen. Und spätestens dann sucht er sich den nächsten Flirt.

Die Blume, deren Blüte in seiner Hand ermattet und verwelkt ist, wird im nächsten Jahr eine tiefere Farbe in die Welt hinausleuchten. Er aber wird davon nichts mitbekommen, weil er über alle Berge ist. Vielleicht ist er auch in die Burg zurückgekehrt, an deren Kettenbrücke das Wappen seiner Familie prangt. Die Farben seiner Fahnen auf den Feldern werden ausbleichen, bis ihr Stoff irgendwann porös wird, sich vom Stiel löst und davonweht.

Ein Kuss ist ein Versprechen. Doch viele Menschen kennen die Sprache der weiblichen Seele nicht. Sie wollen diese Sprache auch nicht lernen. Es ist ihnen zu anstrengend, sie sich praktisch anzueignen. Die Markierer lauschen nicht der Stimme ihres eigenen Herzens. Sie erkennen das Wunder nicht einmal dann, wenn es ihnen so nah ist, dass kein Blatt dazwischen passt. Direkt vor der Nase, den Duft eingesogen aber nie integriert…

Sie haben ein viel zu großes Interesse daran, die Sprache der Manipulation zu perfektionieren, um neue Gebiete kampflos erobern zu können, als dass sie sich mit ihrer Rastlosigkeit und der Wurzel ihrer Flucht konfrontieren wollten. Und irgendwann hat sich diese Dynamik so verselbstständigt, dass sie nicht wissen, wie sie die Maschine wieder anhalten sollen. Es fehlt ihnen die Motivation dazu.

Die individuelle weibliche Energie und die Zuneigung einer Seele werden von diesen Rastlosen falsch bewertet. Sie missverstehen die Hingabe als Freiwilligkeit, verdrängen aber die Lüge, die der Frau ihre Selbstbestimmung raubte. Sie stellen sich taubstumm und säen die Hoffnung, solange sie sich noch laben wollen.

Das weibliche Element, welches eine gesunde Basis schafft, die Seele nährt und Liebe in den Alltag hineinstickt, braucht einen sicheren Rahmen. Die emotionale Geborgenheit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass eine Frau im Feld der Liebe aufblühen und geben kann. Erst recht, wenn sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Markierern gemacht hat… Ihr Körper, ihr Geist und ihre Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn sie nicht vertrauen kann, ist es ihr unmöglich, zu blühen.

Die natürliche Aufgabe des Mannes wäre es, durch sein Handeln Klarheit und Wertschätzung zu vermitteln, loyal und beständig Raum zu geben und seine männliche Kraft in das Gemeinsame zu investieren.

Wir sind keine Tiere, die nur einen Brüllaffen pro Rudel benötigen, um das Fortbestehen einer Spezies zu gewährleisten. Wir sind hochkomplexe seelische Wesen. Jedes Mal, wenn wir von Mutter Erde nehmen, sind wir dazu berufen, sie zu behüten und unseren Intellekt dazu zu nutzen, sie zu bereichern, statt auszubeuten.

Die Frau ist ein Geschöpf, das das Potential Gaias in sich trägt. Es liegt eine Magie in ihren Augen. Es liegt ein Ruf in ihrem Duft. Sie ist ein Ausdruck des Lebens.

Heute haben leider einige ausgewachsene Herren nur den kurzfristigen und oberflächlichen Thrill im Sinn. Und die Vorbild-Frauen machen gerade dann Karriere in den Medien, wenn sie sich selbst als potentielle „Beute“ anbieten. Frauen haben über eine lange Geschichte hinweg gelernt, sich der Macht des Markierers zu entledigen, indem sie selbst die Manipulation noch besser beherrschen als der Jäger. Alte Rollenbilder sind heute verpönt, neue unerwünscht.

Die Markierer geniessen die Aufmerksamkeit und betrachten es als sportliche Herausforderung, die Weiblichkeit von ihren Vorzügen zu überzeugen, damit sie ihre Fahne auf neues Land stecken können.

Ein Weib mit Selbstachtung, das keine Spiele spielen will, ist die ultimative Herausforderung. Es geht ihnen nicht darum, dort zu bleiben und dieses Gebiet zu bewohnen, wahre Männlichkeit zu leben und Verantwortung für das zu tragen, was sie lieben und gemeinsam mit der Frau kreieren. Sie wollen nur solange dort verweilen, wie das frische Wasser der Quelle sie erquickt und sie ihren Hunger an jenen Früchten gestillt haben, die an für sie irrelevanten Pflanzen wachsen.

Wie oft die Frau den zuvor zertrampelten Garten schon gehegt und wieder neu bepflanzt und mit ihrer Selbstliebe genährt hat, ist dem Markierer vollkommen einerlei. Er konsumiert ohne einen seelischen und geistigen Bezug, ohne eine Liebe zur individuellen Schönheit zu spüren, die IN diesem Fleckchen Erde wohnt. Er bewundert die Schönheit und baut ihr ein Denkmal, das zu Staub zerfällt, sobald er es nicht mehr braucht. Eine Frau auf ein Podest zu stellen, nützt ihm nur solange, wie er die verhinderte Augenhöhe als Ausrede braucht, nicht “gut genug“ für sie zu sein. Dass sie nicht perfekt ist und Verletzlichkeit in sich trägt, würde ihn erst in einem gemeinsamen Alltag berühren. Aber dann wäre sie kein Kick mehr für ihn.

Solche Suchenden haben gelernt, so zu tun, als ob sie den Zauber der Seelen-Verbindung wahrnehmen und ihr Leben davon wandeln lassen wollten. Sie täuschen eine tiefe Sehnsucht nach dem Gemeinsamen vor, das entstehen will, und schieben dieses Gefühl dann den magischen Kräften der Frau zu, der sie nicht “widerstehen“ konnten. In deren Realität hat sich nun die Frau auf die Jagd nach IHNEN gemacht, um SIE geworben, sie “willenlos“ gemacht. Das Lustige ist, dass sie sich selbst abkaufen, was sie da verdrehen.

Er preist seine Vorzüge an wie ein bunter Vogel seine Federn. Doch dieser Vogel hat nicht vor, zu bleiben und im Garten zu singen. Es geht nur um das Balzverhalten. Ist die Saison vorbei, fliegt er davon.

Mit jeder Fahne, die der Markierer in neue Wiesen und Wälder steckt, wird sein Federkleid bunter, so bunt, dass der Blick in den Spiegel ihn benebelt wie ein Tripp. Er hat Übung darin, es ist seine Profession, und er liebt die bunten Scheinwerfer, die aus dem Quecksilber hinter Glas auf ihn gerichtet werden. Er weiß, dass das Land, das ihm erlaubt, seine Markierung zu setzen, sich von ihm gewertschätzt und gesehen fühlen möchte. Doch Worte sind kein Beweis für diese seelische Verbindung. Taten sind es.

Wir Frauen brauchen derlei Wiederholungen nicht mehr, liebe Männer. Wir haben unsere Lektion gelernt.

Es greift eine Frequenz der Erkenntnis um sich. Die Mutter Erde flüstert in den Wind und wir erinnern uns mit jeder Träne, die wir weinen, an unsere Intuition.

Die weibliche Intuition erkennt die Lügner und ihr Balzverhalten. Es wird uns immer klarer. Bald werden die Markierer und Mächtigen die Fülle, die uns durch den Wandel angeboten wird, nicht annehmen können, weil man diese Energie nicht erhält, wenn man manipuliert, verschweigt und kontrolliert.

Nur die Mutigen, die loslassen, was sie nicht sind, werden in den Genuss kommen, ein Teil des Lebens zu sein, das natürlich ist und unserer wahren Natur entspricht.

Wir Frauen haben genügend Fahnenstiele als Rankhilfen verwendet.  Wir werden sie vergessen, denn das Grün in unseren Herzen hat sie überwachsen. Unsere Mutter Erde braucht keine Krücken, um zu blühen.

Meine liebe Schwester… Wie oft habe ich Deine Hände gehalten und das Labyrinth der unnötigen Fragen mit Dir erkundet! Nimm Dir von nun an Zeit, zu überprüfen, ob die Worte eines “Helden“ zu seinem Verhalten passen! Erlaube Dir, Dich immer erst anzufreunden, um ihn zu studieren.

Hat der Mann ein Mutterthema? Wie hat sein Vater seine Mutter behandelt? Sind die Bewohner seiner Burg ehrlich? Wird in seinem Umfeld offen kommuniziert? Ist ihm all das gewahr? Hat er sich damit befasst, sodass er bewusst abgeben konnte, was nicht zu ihm gehört? Weiß er, was er braucht und zu geben bereit ist? Hat er eine Vision? Achtet er das Weib in Dir? Oder will er es insgeheim nur unterwerfen und dann zurücklassen?

Verschenke Deine Perle nicht an Leute, die sie später nur in den Schoß einer anderen legen!

Ja, es ist nicht natürlich, dauerhaft allein zu sein. Aber der Frieden im Inneren ist viel wichtiger als ein kurzer gemeinsamer Traum. Achte auf Dich!

Irgendwo da draußen macht ein Mann, der Dir würdig ist, gerade ein Feuer an und opfert ihm alle Fahnen und Umhänge, die ihn von seiner wahren Männlichkeit getrennt haben.

Dieser Mann ist der Richtige für Dich.