Inspiriert von einem kleinen Vers aus unbekannter Feder:
Wenn sich jemand in Deine Blüten vernarrt
sich an Deinem Nektar labt
die Bienenkönigin und ihr Volk
in seinen Wanderstock
hineinlockt
um ihren heilsam Klang zu rauben
So hat er weder Mut noch Drang
an Deinen Wurzeln einzuschlafen
Und auch Gespür, das fehlt ihm sehr
für die Bedeutung Deines Heiligtums
für all die Schlachten
bei denen Du zugegen
mit letzter Kraft und Lebenssaft
gekämpft hast
um der Bienen warmes Raunen
zu hegen und zu pflegen…
Er verliert ganz bald den Trieb nach der
die er vor Dir versteckt für sich einst aus Dir machte
ein Spiel, das ihm versüßt die Nacht
Sodass er – wenn auch nur im Geiste – lachte
Der letzte Tropfen Honig ist alsbald
gekratzt aus seinem Heim
Hiernach sein Säuseln stumm verhallt
dient aus mit der Saison
Dann bricht der Herbst die nächste an
und mündet auch im Winter bald
Genau so kalt und plötzlich wie die Erde friert
gebiert sich sein Verhalten
so leicht und fertig grüßend
rauscht er davon mit Flügeln an den Füßen
Das Kostbarste an Dir sind aber nicht die Blüten
Und auch nicht des Vertrauen flüssig Gold
Es ist der Strahl in Deinem sanften Blick, so neu
der immer nur das Licht in andern sieht
egal wie dunkel ihre Absicht vielleicht sei
das Lied in Deiner Brust, so hold
war stets umgeben vom kostbar sanften Beben
Sie haben schwirrend resonierend es versteckt
der Königin Soldaten – Dein zartes Seelenlied
Und er war nur auf seine Beute fokussiert
hat das Volk der Bienen einkassiert
und dabei nie vernommen
was eigentlich der Preis gewesen
durch seinen blinden Fleck ihm war zerronnen
zurückgelassen, unberührt
gedacht, er hätte Dich verführt und alles von Dir eingefangen
in seinem abgespaltenen Verlangen
Deine selten Fähigkeit
bis in die tiefsten Ebenen hinein
das Sein zu lieben
war für ihn der Drache in der Fabel
der Unmöglichkeit
Sein größter Feind ist ihm die lineare Zeit
Was möglich wär, wurde zur Quelle seiner größten Furcht
Geliebt zu werden – auch im Schattenreich
macht so manchen Ritter bleich
Diese Tiefe hat er nie gehalten
Die Essenz der Blume hat er nur erahnt
Denn unsichtbare Wurzeln kann er nicht verwalten
Die Mutter Erde hat sie gut vor seinem gierig Blick getarnt
Denn seine raffend Hände würden niemals für sie sorgen
Sobald der Schnee geschmolzen ist
und Deine Blüten wieder leuchten
wird das authentisch einzigartig Rot
die Königin nach Hause holen
bei ihm würd‘ sie nie bleiben
Es interessiert ihn nämlich gar nicht
was sie braucht
Der Königin Bestimmung ist es nicht
zu leiden
Bei Dir geht es ihr gut
Bei ihm verließe sie der Mut
Und nun wird Dir kein Bienenräuberje mehr in der Not zu nahe kommen
denn Deine Pollen stauben anders nun
verströmen einen nie zuvor durchdringend Ton
Jeden, der es wagte, sich an Dir vergehen zu wollen
den träfe mit der Lust ein schrecklich schrilles Ziehen
in seiner falschen Brust
Alle guten Geister
aus dem dunklen Schoß der Erde
wachen nun mit dunklen Augen aus dem Off über Dein Feld
im Sommer wie im Winter
im Sonnen- wie im Mondenschein
wirst Du unerreichbar sein
für jene, die aus leeren Herzen sehen
Ganz bei Dir – allein
wirst Du zu Dir stehen
in zartem Schweigen
in Deinem eignen Farbenschein
der Dich befüllt mit Liebe und Magie
So wirst Du wissen und auch fühlen,
wie kostbar Deine Wurzeln
Dir Leben geben wie noch nie
Eins mit Mama Gaia
Eins mit ihrer Melodie