So sieht es aus, wenn die “Selbstverteidigung“ abgeschlossen ist

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Gaza ist nun vernichtet. Und da es nichts mehr zu zerstören gab, mussten die Bomben anderswo fallen. Unser Bundeskanzler nennt es “Drecksarbeit“, wenn unschuldige iranische Menschen (für ihn aber nur Unrat) in Massen ermordet werden. Und dass dieser “Präventivschlag“ Gegenangriffe provozieren würde, muss den Entscheidern, die – laut Merz – “für uns die Drecksarbeit erledigen“ auch glasklar gewesen sein. Dies bedeutet also auch unschuldige Zivilistenopfer auf israelischer Seite.

Diese Rhetorik ist menschenverachtend und hochgefährlich. Wenn jene Menschen, die jetzt ihre Heimat verlieren und nach Deutschland flüchten, mitbekommen, was der Merz da gesagt hat, könnte sich die berechtigte Wut über den Verlust geliebter Menschen an Deutschen entladen.

Ich glaube nicht, dass Herr Merz das nicht mit einkalkuliert. Also von wieviel “Dreck“ sprechen wir hier eigentlich? Wen alles meint er eigentlich damit?

Wenn ich mir die Szenerie in Gaza anschaue, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der einzige Dreck, von dem ICH hier sagen könnte, dass er existiert, DER ist, den die Bomben hinterlassen.

Dreck ist das, was übrigbleibt, wenn menschenverachtender Hass und Verblendung Macht missbrauchen können.

Ich bete für alle unschuldigen Menschengeschwister, die der Kriegstreiberei und dem pathologischen Wahnsinn von Machtgierigen zum Opfer fallen.

Lasst Euch unter keinen Umständen vom Schmerz dazu verleiten, zu hassen. Niemanden! Bleibt in der Liebe und haltet den Raum!

Dabei fällt mir eine Rede ein, die nicht nur von unbekannten Bloggern geteilt, sondern auf allen zwangsfinanzierten Kanälen rauf und runter gesendet werden sollte: aus der große Diktator:

„Es tut mir leid aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. Ich möchte weder herrschen, noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann. Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen.

Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.

Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet, und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns.

Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart.

Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.

Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen.

Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte.

Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.

Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen, von Mensch zu Mensch. Die erfordern eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden.

Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen.

Allen denen die mich jetzt hören rufe ich zu: Ihr dürft nicht verzagen! Auch das bittere Leid das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Männer, die heut die Menschlichkeit mit Füssen treten werden nicht immer da sein. Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen und auch ihr Hass. Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden.

Auch wenn es Blut und Tränen kostet, für die Freiheit ist kein Opfer zu groß.

Soldaten! Vertraut euch nicht Barbaren an, Unmenschen, die euch verachten und denen euer Leben nichts wert ist – ihr seid für sie nur Sklaven – ihr habt das zu tun, das zu glauben, das zu fühlen! Ihr werdet gedrillt, gefüttert, wie Vieh behandelt und seid nichts weiter als Kanonenfutter!Ihr esid viel zu schade für diese verirrten Subjekte! Diese Maschinenmenschen mit Maschinenköpfen und Maschinenherzen! Ihr seid keine Roboter, ihr seid keine Tiere, ihr seid Menschen! Bewahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht! Nur wer nicht geliebt wird, hasst… Nur wer nicht geliebt wird.

Soldaten! kämpft nicht für die Sklaverei! Kämpft für die Freiheit!

Im 17. Kapitel des Evangelisten Lukas steht: Gott wohnt in jedem Menschen – also nicht in einem oder in einer Gruppe von Menschen. Vergesst nie: Gott lebt in euch allen. Ihr, als Volk, habt allein die Macht: die Macht, Kanonen zu fabrizieren aber auch die Macht, Glück zu spenden.

Ihr als Volk habt es allein in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen.

Daher im Namen der Demokratie: Lasst uns diese Macht nutzen! Lasst uns zusammenstehen! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt, die jedermann gleiche Chancen gibt, der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt. Versprochen haben die Unterdrücker das auch. Deshalb konnten sie die Macht ergreifen. Das war Lüge, wie überhaupt alles, was sie euch versprachen – diese Verbrecher!

Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben.

Lasst uns diese Ketten sprengen! Lasst uns kämpfen – für eine bessere Welt! Lasst uns kämpfen – für die Freiheit in der Welt! Das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz!

Lasst uns kämpfen für eine Welt – in der (…) die Vernunft siegt, in der Fortschritt und Wissenschaft uns allen zum Segen gereichen.


Kameraden! Im Namen der Demokratie: Dafür lasst uns streiten!

– Charlie Chaplin –

 

Zum letzten Satz: In der Demokratie ist der Mensch bereit zum Streit. Der Konflikt muss immer und rechtzeitig mit friedlichen Worten ausgetragen werden. Jeder sollte seine Sicht darlegen dürfen, ohne verachtet und herablassend zum Schweigen gebracht zu werden.

Ist der Mensch nicht bereit zum Streit, ist der Mensch zu arrogant und intolerant, sich auf Augenhöhe auseinanderzusetzen, stellt er sich über andere. Niemand ist näher an Gott als seine Mitmenschen. Niemand hat das Recht, anderen ihren freien Willen abzusprechen. Niemand hat das Recht, anderen ihr Zuhause wegzunehmen, weil sie nicht die selbe Abstammung haben. Kein Volk ist heiliger oder wertvoller als ein anderes. Jede Kultur ist erhaltenswert, solange sie die Naturgesetze und die universelle Ordnung achtet und das Unschuldige und Schutzbefohlene behütet.

Jedes Leben natürlichen Ursprungs ist heilig.

Die Maschinenmenschen von heute wollen das ursprüngliche Leben, die originale DNA des Menschen, verändern und den Freigeist der kollektiven Seele unterjochen. Sie wollen uns katalogisieren, automatisiert durchleuchten und kontrollieren – bis in unsere Gedankenschlösser hinein.

Niemand hat das Recht dazu, Gottes Schöpfung auf eine geist-und seelenlose Nummer zu reduzieren.

Jeder, der das Individuelle und Beseelte im Menschen in eine Uniform oder in eine digitale Identität hineinzwingen will, die einzig und allein dem Auslöschen des Beseelten und der Verunmöglichung des freien Willens verschrieben ist, versündigt sich an der Schöpfung und macht sich die– das Leben erschaffende – Liebe zum Endgegner.

Jeder, der danach trachtet, seine Macht über andere – in einem mit Maschinen kontrollierten Netzwerk – zu zementieren, missachtet das höchste Gesetz des Universums und verkauft dabei seine eigene Seele.

Und solche, die den Digitaldiktatoren blind folgen und sich abgewöhnen, für die eigenen Menschenrechte einzustehen und für die Brüderlichkeit zu streiten, weil es bequemer ist, verspielen nicht nur die eigene, sondern auch die Zukunft all derer, die nach uns kommen und ein gottgegebenes Recht auf Leben haben.

Dies ist die Zeit, die uns dazu auffordert, uns zu entscheiden: Für das Leben oder den Krieg? Für die Wahrheit oder die geframte Lüge? Für die Liebe oder den Hass? Für die Eitelkeit oder die Schönheit der Seele? Für die ursprüngliche und vielfältige Schöpfung oder die seelenlose Dystopie der Maschinenmenschen?