Korrektur: in Minute 8:30 heißt es „vor“ nicht „von Stalkern“.

Was vielleicht die härteste Lehre ist, die man zu dieser Zeit in der zivilisierten Menschenwelt lernen darf, ist die Erkenntnis darüber, dass es wirklich Menschen gibt, die vorgeben, Freundschaft, Beziehung oder ein gemeinsames Geschäft aufbauen zu wollen, ohne selbst zu investieren. Sie bereichern sich an der Hoffnung und dem Vertrauen anderer, werfen ihnen regelmäßig Brotkrumen zu und beobachten sie dabei, wie sie sich verausgaben.
Das System belohnt sie und schenkt ihnen Applaus für die unsichtbare Währung, die Energie, die andere ihnen geschenkt haben… Energie, die aus Vertrauen und dem freien Willen gewebt wurde, loyal und mit ganzem Einsatz an etwas Gemeinsamem zu arbeiten, das nie existiert hat.
Irgendwann kommt immer der Moment der Wahrheit. Und dann bleibt die Hoffnung am Straßenrand liegen. Der Raubzug ist vollbracht, aber kaum jemand bemerkt ihn. Denn in dieser Welt gibt es keine Gendarmerie, die auf die gesunde Psyche der Gesellschaft achtet.
Solche Dynamiken wurzeln meist in tieferen Wunden, die die eine Seite unempathisch an sich raffen und die andere über alle Warnsignale hinwegsehen lässt. Das Urvertrauen, das vielen abhanden kam, wird jenen, die es sich bewahrten, zum Verhängnis, wenn sie das für bare Münze halten, was ihnen suggeriert wird. Manchmal passt nämlich das, was beim Empathen ankommt, tatsächlich zum wahren Sein seines Gegenübers. Die antrainierte Persönlichkeit wirkt jedoch aus dem Verborgenen heraus. In Wirklichkeit ist da jemand auf den eigenen Vorteil aus (den nennt man auch “Mehrwert“). Das manipulative Ego täuscht die Motivation der Seele nur vor, um zu bekommen, was das Gegenüber sonst nicht freiwillig hergäbe.
Ein Empath sieht die Seele eines Menschen, nicht sein programmiertes und berechnendes Ego im Fleischanzug. Ein Empath ist leichter zu täuschen und hat – wenn er lange genug für sich gesorgt hat und in der heilenden Frequenz seiner Stille verweilte – sehr viele unsichtbare Goldmünzen zu geben. Er läuft aber stets Gefahr, in einer Welt, die die Doula (die Hebamme) für die Frau abschafft und Death Doulas (also Hebammen für den Tod) für gebrochene Kinder einführt (die moderne Euthanasie in Canada), in einer Dauerschleife aus Schock sich selbst zu verlieren.
Das Weibliche wird in der Kunstwelt des modernen Menschen mit Füßen getreten, auch das Weibliche im Mann. Es wird nicht mehr gewertschätzt und belohnt, ein liebevoller, vertrauenswürdiger Zeitgenosse zu sein, der ehrlich und zugewandt am Zwischenmenschlichen arbeiten möchte.
Die ganze Welt ist eitel und süchtig nach Bestätigung geworden, weil die Ursache für diese Sucht – der Mangel an authentischem Gefühl im Inneren – immer größer wird. Sie erklimmen die Karriereleiter und werden in dem Maße abhängig von der Widmung und Beweihräucherung anderer, in dem sie sich selbst und ihren wahren Kern mitsamt seinen Gefühlen vernachlässigen. DAS ist das eigentliche Hamsterrad.
Wer nicht mit dem Drang nach Konkurrenzkampf geboren wurde, in dem man seinen inneren Schweinehund und sich an die Spitze ringt, um der fehlenden Selbstliebe einen trügerischen Mantel von Selbstsicherheit überzuziehen, sitzt häufig am anderen Ende des Bildschirms und applaudiert der Fata Morgana, weil er meint, in dieser Welt nicht zu gelten. Dass der “Schweinehund“ nicht selten eigentlich das depressive innere Kind ist, dem viel zu lange schon niemand gestattet, zu tun, was es sich immer erträumte, zu tun, geht unter. Es ist in den Mutismus verfallen und gehorcht, weil es sonst bestraft wird.
Nicht nur die künstliche Realität des industriellen Hologramms, an das wir uns alle anpassen müssen, zieht uns aus dem Inneren heraus nach draußen, nein, auch die vielen kleinen Portale in die Welt der Illusion hinein tragen dazu bei, dass jene, die ein Smartphone besitzen, ihren Fernseher immer mit sich herumtragen. Der Fokus versinkt in dem, was hinter dem Glas hypnotisierend lockt und der falschen Identität verspricht, noch mehr von Wert zu sein, wenn sie sich nur dem eingegeben Manipulationskonstrukt unterwirft und darin besser und fleissiger funktioniert als die anderen.
Die KI ist das Instrument von heute und ersetzt die echte Frequenz. Und derjenige, der klüger und berechnender mit ihr umgehen kann und ihre kalkulative Vorhersehbarkeit besser für sich zu nutzen weiß, als andere es vermögen, ist im großen Drama der Täuschung immer einen Schritt voraus und spielt die erste Geige im automatisiert getunten Orchester. Applaus! Applaus!
Applaus!
Dieses System lebt von der Hierarchie und hebt jene empor, die in ihr strahlen wollen. Sie tauschen das Sonnen- gegen das LED-Licht. Alle finden im hierarchischen Universum den Halt, bis sie irgendwann erwachen und merken, dass es niemals darum gehen darf, zu jemand anderem aufzublicken, wenn man in die eigene innere Größe finden möchte.
Es gibt Menschen, die alles, was sie tun, zuvor in ein künstliches Konzept hineinschreiben. Sie nehmen sich geistige, künstlerische oder selbstgestaltende Ideen von anderen und verkaufen sie als ihre eigenen. Sie sind wie die KI. Sie replizieren das, was die Liebenden kanalisieren, die – wenn überhaupt nur von wenigen – für ihren Output gesehen werden, weil sie keinen Drang danach verspüren, eine Projektionsfläche für andere zu sein.
… so wie Spotify und all die anderen Plattformen es nun tun. Sie reißen das kreative Eigentum der Künstler an sich, die davon leben wollen, ihre Werke in den Katalog aufnehmen zu lassen. Jeder hofft auf einen Durchbruch und so auch, die Konkurrenz abhängen zu können, um eine existenzielle Berechtigung haben zu dürfen, seine Gaben zu teilen. Verrückt. Vollkommen delulu!!!
Und nun schnappt die Falle des Gegeneinanders zu:
Die KI rafft heute automatisiert das geistige Eigentum der Übriggebliebenen an sich, die sich noch ein wenig Hoffnung bewahrt und die Liebe für sich selbst zurückerobert haben und trotzdem die gemeinsame Spielwiese betreten müssen – zumindest so häufig, wie die Miete und das Essen im Kühlschrank es verlangen.
Alle sind abhängig vom Spiel geworden. Die Strippenzieher sitzen mit ihren Schlüsselfiguren am längeren Hebel, und die meisten machen es sich auch gemütlich in der Begrenzung. Sie verwechseln diese mit Sicherheit.
In einer gesunden Welt könnte jeder von seinen besonderen Gaben leben, wäre es selbstverständlich, dass jeder jene lieben darf, die sich ihm echt und authentisch präsentieren und selbst genug unsichtbare Coins besitzen. Man dürfte offen und ehrlich lieben, wen man möchte, weil man sich darauf verlassen könnte, dass niemand mit dem kostbaren Herzen eines anderen Monopoly spielen wollte. In einer gesunden Welt GÄBE es überhaupt gar kein Monopoly!
In einer wachen Welt wäre es Menschen mit einem klaren Geist und einer kraftvollen Präsenz unangenehm, wenn sie von anderen über ein gesundes Maß hinaus verklärt würden. Bewusste Menschen merkten es sofort, wenn jemand ein Ideal auf sie projizierte und in einen aktiven Austausch mit diesem Schein gehen wollte. Sie sähen darin keinen Gewinn, sich die Übertragung zum Vorteil zu machen, weil es genügend Menschen gäbe, die dieses Spiel erkennen und dem Verklärten in Lichtgeschwindigkeit reinen Wein einschenkten. Hätte der Angehimmelte etwas mit der Hoffnung auf etwas Gemeinsames zu tun, käme die Täuschung ganz schnell auf den Tisch. Genauso aber würde die Gemeinschaft dafür sorgen, dass jene, die für alle anderen Einsatz zeigen und dafür in der Öffentlichkeit stehen, vor Stalkern behütet wären. Man erkannte die Projektion im Guten wie im Schlechten als eine trügerische Fehlfunktion und widmete sich der Offenlegung eigener Potenziale und Schatten. Letztere weisen nicht selten den Weg in das Bedürfnis, welches die Richtung in die eigene Bestimmung vorgibt.
Das Oberflächliche, das getrieben von einer Blüte zur nächsten surrt, wäre in einer gesunden Welt eher ein Grund, jemanden geduldig an die Tiefe zu erinnern, anstatt ihn zu bestätigen.
Die Menschen könnten, wie in dem Roman ‘die Prophezeiungen von Celestine‘ die Felder der anderen sehen und spüren und gingen respektvoll mit dem freien Willen und dem Glanz, den jede Seele ausstrahlt, um. Niemand würde diesen jagen, benutzen und wegwerfen und/oder diesen individuellen Ausdruck für sich sich selbst beanspruchen – sich mit fremden Federn schmücken.
Ein frei schwingendes Herz ist nicht so bedürftig. Eine gesunde Herz-Hirn-Kohärenz käme niemals auf derlei Ideen, weil wir alle am Ende eins sind und jeder Schmerz, den Du jemand anderem zufügst, letztlich nur Dein eigener ist. Die meisten aber erkennen diese Wahrheit zu spät, nämlich erst dann, wenn sie tot sind und im Raum der Bilder mit dem Ausmaß an Täuschung konfrontiert werden, das sie selbst in die Welt gebracht haben.
In einer gesunden Welt würde ein Mensch, der sich einem anderen versprochen hat, sein Versprechen aufheben und für Klarheit sorgen, bevor er jemand anderem etwas verspricht, was er nicht halten kann, nur um Zugang zur Schatzkammer zu erlangen und sich die schimmernden Münzen in jede seiner vielen leeren Taschen hineinzustopfen. Niemand, der weiß, wie hell der eigene Schatz erstrahlt, hätte das überhaupt nötig.
In einer gesunden Welt könnten wir dem, was uns andere sagen, vorschiessend vertrauen, vor allem jenen, die davon leben und dafür bewundert werden, für die Wahrheit und die Gerechtigkeit einzustehen.
In einer heilen Welt könnten wir auch an der Wahlurne unser Vertrauen äußern und damit rechnen, dass der, den wir wählen, seine Versprechen ernst nimmt und umsetzt.
In einem gesunden Miteinander schauten die Menschen nicht nur auf die Mäntel ihrer Mitbürger, sondern in ihre Herzen hinein. Niemand würde mit jemandem befreundet, geschäftlich verbandelt oder körperlich intim sein wollen, der lügt, betrügt und verschweigt, um sich mit der unsichtbaren Währung anderer ein Nest aus Wärme zu bauen, das die Kälte seines Herzens verschleiert.
In einer gesunden Realität, in der das Beseelte behütet und die Hoffnung gemeinsam genährt wurde, wären alle Menschen emphatisch. Aber in so einer Welt leben wir nicht. Wir leben in einer Welt, in der ein Land wie Canada depressiven Jugendlichen den begleiteten Selbstmord anbietet, wenn sie traumatisiert wurden und Hilfe brauchen.
Nun kann man sich mit einem 925-Job über Wasser halten (sofern man noch einen abbekommt) und sich in seiner Freizeit vor all den Täuschern verstecken, die da draußen auf das kostbare Gold lauern, das man sich bewahrt hat und beschützen möchte. Oder man sagt sich: „Jetzt erst recht, Luzifer, Du kriegst mich nicht.“
Ich bin ein bisschen von beidem. Ich nehme mir meine Zeit für mich und liebe den Frieden. Ich baue mir meinen eigenen kleinen Schutzraum und lade nur noch jene ein, die ehrlich zu mir sind und sich selbst nicht über andere erhöhen, die ihrem Schatten mutig begegnen und in meiner Gegenwart seiner Stimme lauschen wollen, weil er ihr Licht bewacht und sie ihn lieben lernen möchten.
Jeder, der den Matrixmantel ablegen und sein wahres Ich befreien will, ist in meinem Team.
Die Spielwiese ist eine Herausforderung, aber selbst mit der KI kann man so reden, dass die Seele nicht in Vergessenheit gerät. Man muss nur die richtigen Fragen stellen.
Nur wer sein inneres Kind nicht alleinlässt, bekommt Zugang zu jenen Fragen, die zurück auf den richtigen Weg führen. Nur wer sich selbst liebt und die eigene Gesellschaft der Gesellschaft eines Goldsuchers vorzieht, weiß, was die Seele benötigt, um voranzukommen und zu teilen, was wirklich lebendig werden soll: die Liebe in all ihren vielfältigen wundersamen Formen. Wer sie kennengelernt hat und im eigenen Feld behütet, wird immer von der Dankbarkeit für das begleitet, was schon da ist.
Die Schöpfung ist das Mysterium, das wir in der Welt aus artifiziell erzeugten Wiederholungen aus den Augen verlieren sollen: in uns und um uns herum. Aber ich lasse mich nicht trügen. Ich werde selbst zum Kanal für das Echte.
Vielleicht tut Ihr es mir ja gleich…
Bis jetzt!
Eure Lina