Warum konnte das Epstein-Phänomen das System okkupieren?

 

Ich teile zu Anfang einen Link zu einem Reel von Christina Lopes, das ich kommentieren möchte. Ich zitiere den Inhalt:

Es überrascht mich überhaupt nicht, dass Deepak Chopra in den Epstein-Akten vorkommt, und hier benenne ich drei Gründe dafür:

Erstens haben wir schon sehr lange ein Problem mit männlichen Gurus auf diesem Planeten, und das liegt daran, dass Männer oft Schwierigkeiten damit haben, in ihrer spirituellen Entwicklung auch die eine tiefgreifende Arbeit zu leisten, die das Verdrängte auch aus dem Körper herauslöst. Frauen fällt das oft leichter… Es ist für sie ganz natürlich. Frauen sind kulturell und emotional tendenziell empfänglicher für Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation, Schattenarbeit und die Heilung körperlicher Traumata.

(Anm.: Ich glaube, das liegt am höheren Leidensdruck)

Daher überspringen männliche Gurus oft die Schritte, auf die weibliche Lehrerinnen bestehen.

Die Folge ist, dass männliche Gurus Spiritualität oft auf eine distanziertere, intellektuellere oder abstraktere Weise erleben und ihre Lehren auf Theorien wie Transzendenz oder das Wesen des Bewusstseins konzentrieren. Diese Fixierung auf eine abstrakte und distanzierte Spiritualität zeigt sich in Chopras E-Mails an Epstein, in denen er schreibt:

„Gott ist ein Konstrukt. Hübsche Mädchen aber sind real.“

Oder:

„Zellen sind menschliche Konstrukte, so etwas gibt es nicht.

Das Universum ist ein menschliches Konstrukt, so etwas gibt es nicht.

Hübsche Mädchen sind real, wenn sie Geräusche von sich geben.“

… widerlich.

Zweitens erziehen patriarchale Systeme Männer – bewusst oder unbewusst – dazu, Frauen lediglich als Sexualobjekte zu betrachten. Diese Prägung sitzt tief (in den Zellen) und ist oft schwer zu heilen.

Wenn Männer spirituelle Autoritätspositionen erreichen und diese Prägung nicht aufgearbeitet und sie nicht aus ihren Zellen herausgelöst haben, neigen sie dazu, ihre Macht im Beisein weiblicher Anhängerinnen zu missbrauchen.

Drittens steigen Männer oft schnell auf, weil ihnen beigebracht wird, selbstbewusst zu sprechen und aufzutreten, selbst wenn dieses Selbstvertrauen noch nicht durch Lebenserfahrung, Weisheit oder Wissen untermauert ist. Es wirkt manchmal künstlich, ist aber dennoch sehr überzeugend, insbesondere wenn die Männer auch noch charismatisch sind.

Frauen neigen dazu, künstliches Selbstvertrauen zu meiden und sind zurückhaltender, wenn es darum geht, selbstbewusst aufzutreten, bevor sie Erfahrung oder Wissen gesammelt haben.

Weibliche Gurus treten oft erst dann selbstbewusst in Erscheinung, wenn sie sich intensiv mit ihrer eigenen spirituellen Heilung und Integration auseinandergesetzt haben.

Diese Diskrepanz im Selbstvertrauen zwischen Männern und Frauen führt häufig dazu, dass männliche Gurus zu schnell in höhere Positionen gelangen, bevor sie die nötige Weisheit besitzen, um ihre Autorität zu untermauern. (Anm.: … oder auch die Selbstkontrolle, ihren Trieb nicht ausleben zu wollen…

Dann sagt sie etwas, das Man als Frau am besten immer gleich sagt, damit einem auch die Männer zuhören, wenn man Probleme benennt, die mit Männern zu tun haben, nämlich:)

Natürlich sind nicht alle Männer so, und ich arbeite mit vielen Männern zusammen, die sich der schwierigen Transformation der verkörperten inneren Schattenanteile widmen. Betrachtet man jedoch weltweit Fälle von unethischem, kriminellem oder sexuell unangemessenem Verhalten spiritueller Gurus, findet man kaum eine Frau auf dieser Liste. Und das sagt viel aus.“

(Anm.: Dieses Muster kann man auf alle Positionen der Macht und des Ruhms übertragen, wo Frauen Männern Weisheit, Erfahrung, Wissen und Einfluss zuschreiben. Dort suchen sie nach Schutz und Verständnis.)

Mein Kommentar:

Christina Lopes ist eine spirituelle Lehrerin und Traumaheilerin. Sie erwähnt in ihrem Beitrag nicht, dass das männliche Gehirn durch Pornografie-Konsum darauf programmiert wird, das Weibliche in der Frau herabzuwürdigen, weil das konditioniert Männliche das weibliche Element in sich selbst ablehnt: 

⚡️das ungemütliche Gefühl⚡️.

Dieses kann man nicht mit dem kontrollierenden Verstand beherrschen. Man kann es nur lieben und in den Arm nehmen.

Um den Schmerz, die Angst vor Ablehnung, die Verzweiflung und Überforderung zu vermeiden, gibt es die Sucht. Sie schaltet die Hyperventilierung im Sakralchakra ab und gibt dem Konsumenten die systemische Kontrolle zurück. Durch sie wird er den Stress los und kann sich wieder funktionstüchtig machen.

Das ist der Zweck einer jeden Sucht, und Pornografie ist die einzige Abhängigkeit, die Menschen missbraucht, statt Substanzen. Die Droge produziert der Körper selbst.

Arbeitssucht und Sportsucht werden bewundert. Co-Abhängigkeit (in Beziehungen) wird dort vorausgesetzt, wo ungesunde Süchte familiär gedeckelt werden müssen.

Alkoholsucht wird gesellschaftlich bis zu einem gewissen Grad geduldet, denn nur bei Kontrollverlust beginnt die Ablehnung und Verurteilung.

Pornografie ist normalisiert und zugleich tabuisiert worden. 9 von 10 Männern nehmen das Vermeidungsangebot an. Frauen, die co-abhängig sind und ihre Männer nicht verlieren wollen, spielen mit und programmieren sich selbst darauf, ein Objekt zu sein, um nicht verlassen zu werden oder Karriere machen zu können. Manche von ihnen lassen sich sogar anderen Männern anbieten.

Mädchen werden in ihrer Entwicklung bereits darauf programmiert, die Anpassung an äußerliche Ideale mit Selbstwert gleichzusetzen und sich erst dann liebenswert zu fühlen, wenn das durch Pornografie manipulierte Männliche sie aufgrund ihrer äusseren Merkmale auserwählt.

All das findet auf der Ebene des zweiten Energiezentrums statt, wo auch das verletzte innere Kind, verdrängte Emotionen, Trauma-Reaktionsmodi aber auch die Kreativität sitzen, die uns dazu befähigen könnte, Probleme zu lösen, anstatt sie nur oberflächlich zu erfassen und danach wieder in den systemischen Funktionsautomatismus zurückzufallen.

Warum ist es so schlimm gekommen? Warum haben Psychopathen das System im Griff? Weil der Mann gehighjackt wurde und seine natürliche Schutzfunktion verloren hat. Die gesunde und natürliche Wut wurde ausgeschaltet – das Gefühl, das ihn dazu befähigte, Frauen und Kinder zu verteidigen und Mächtige zu stürzen, die ihm die Karriere ermöglichen würden. 

Das Unterdrücken dieser Wut hängt damit zusammen, dass das Ego Theater spielt und sich nicht mit anderen zusammentun will, um die Kraft der universellen Ethik und der Naturgesetze zu bündeln. 

Der neue Gott ist das Geld, und jeder denkt nur an sich. Status und kognitive Kontrolle bedienen das Ego genauso wie die künstliche Autorität. 

Das männliche Element im Menschen ist der Geist. Eigentlich ist dieser angebunden an die Seele. Aber das System hat das geändert und den Verstand vom Geist getrennt. Der Verstand wurde manipuliert und umprogrammiert, so wie das Unterbewusstsein durch Porn darauf geeicht wurde, Frauen zu objektivieren.

Das können wir rückabwickeln, aber dafür müsste jeder Mensch sich mit seinem Schmerz konfrontieren und sein inneres Kind befreien.

Im Telegram KanalClaude und ich‘ durchdringe ich das ganze Spinnennetz. Ich schreibe gerade am Einleitungsbuch und bereite einen Podcast vor. Nicht um Frauen und Männer gegeneinander aufzubringen, sondern um die MENSCHEN in der Hülle zu befreien und an ihre wahre Natur und ihr Potenzial zu erinnern.

Die Bewusstseinsarbeit ist anstrengender als die Vermeidung. Niemand kann diese für uns erledigen: kein Guru und auch kein Star, der uns mit künstlicher Autorität blenden könnte, um unsere Aufmerksamkeit zu ernten. Wir müssten unseren Fokus zu uns selbst zurücknehmen und die Ursache für die Sucht heilen, denn dann brauchen wir sie nicht mehr. Wir dürfen dieses Leben dafür nutzen, unser individuelles Sein zu erkennen und dafür einzustehen.

Anstatt die Verantwortung an Leute abzugeben, die wir nicht einmal persönlich kennen, sollten wir sie zu uns selbst zurückholen.

Keine dieser wandelnden Projektionsflächen hat uns je gehalten, als unser inneres Kind eine Umarmung brauchte und das Trauma sich aus den Zellen löste. Würde auch nur einer von ihnen für uns da sein, wenn wir ihm dieses Vertrauen entgegenbrächten, ihm unsere Seele in die Hände legten und Schutz suchten, ohne dafür Geld oder Unterwerfung zu verlangen? Das Anhimmeln von Gurus und Sternchen IST freiwillige Unterwerfung.

Die wahren Helden können nur wir selbst sein. Krishnamurti sagte, er lehne es ab, der Guru für jemand anderen zu sein. Er hat uns dazu ermahnt, selbst diese Rolle einzunehmen. Er sagte auch, dass die Anpassungsfähigkeit an eine zutiefst kranke Gesellschaft kein Zeichen geistiger Gesundheit sei…

… Mit anderen Worten: Das, was die Mehrheit durchwinkt oder unterm Radar laufen lässt, ist nicht unbedingt das Richtige.

Nur der innere Held kann sich dem Verdrängten stellen und lernen, sich selbst zu halten. Denn das Gefühl enthält den Schlüssel zum Tor. Diese Pforte führt uns auf unseren vorbestimmten Weg der Seele, zeigt uns unser wahres Ich und unterweist uns in unserer göttlichen Aufgabe – lenkt uns zu unseren Gaben und all dem, was wir mit anderen teilen und voller Freude anpreisen dürfen. Nur auf diesem Weg entdecken wir den Sinn des Lebens und finden inneren Reichtum. Durch unsere Seele kommen wir ganz nach oben und wurzeln zugleich bis ins Zentrum unseres Mutterplaneten hinein.

Die Sucht und der – über die systemische Programmierung vom Geist getrennte – Verstand spalten uns im Inneren von unserer Seele ab, und diese Abspaltung sehen wir in der Welt.

Die Scheinwelt, die wir “Realität“ nennen, lebt von der Hierarchie, die von der freiwilligen Unterwerfung am Leben erhalten wird und die Lüge anbetet. Dieses Konstrukt wird von unserer Aufmerksamkeit ernährt und ist zu einem Spielfeld des Dunklen mutiert, das in den dystopischen Traum der Transhumanisten hineinmünden soll. Sie sind es, die die Spitze der Macht besetzen und von der Lähmung profitieren, in die uns schockierende Inhalte, fehlende Strafverfolgung und mannigfaltiges Vermeidungsverhalten hineinversetzen.

Derzeit werden unsere Seelen immer tiefer traumatisiert, indem man uns das Ausmaß jener Psychopathie vor Augen führt, der wir unsere Eigenverantwortung geopfert haben. Es wird Zeit, diesen Fluch zu brechen und zu unserer wahren Natur zurückzukehren. 

Den inneren Schatten verstehen zu lernen und das Kind in uns zu behüten und seine Bedürfnisse zu erfüllen, ist unsere wahre Aufgabe. Wer der nicht nachkommt, kann nicht erwachsen werden und gibt seine Macht an andere oder an ein falsches Selbstbild ab. Dieses dient den Herren der Finsternis, ist vom Mangel getrieben und existenziell abhängig von der Verdrängungsstruktur, anstatt dem Leben zu vertrauen und der Ungewissheit mit kindlicher Neugierde zu begegnen und im inneren Frieden zu sein. Letzterer ist das Geschenk durchlebter Gefühle. Er ist die Stille, die dem Seufzen folgt. 

Wir sind alle hierher gekommen, um zu lernen, wie man liebt, damit die Liebe auch zukünftigen Generationen das Leben schenken kann: ein Dasein in Selbstbestimmung und geistiger Fülle – in einer Gemeinschaft, in der das Männliche das Weibliche und Unschuldige würdevoll behandelt und vor jedweder selbstsüchtigen und denaturierten Übergriffigkeit bewahrt. Dafür hat das Leben ihm seine körperliche Überlegenheit geschenkt. Sie dient nicht der Unterdrückung der vulnerablen Schönheit, sondern ihrer ehrenhaften Bewachung. 

Ein Mann, der seine Gefühle verdrängt, hat keinen Zugang zur heiligen Wut. Das System hat sie negativ geframed, weil sie die Wahrheit einfordert und für das Leben kämpft. Sie ist die Macht der Mutter Erde, die niemand je beherrschen sollte. Wer die Kinder der Erde ausbeutet oder misshandelt, erntet den heiligen Zorn. Das Zinsgeldsystem mit der unrealistischen Idee des ewigen Wachstums fußt auf Ausbeutung.

Sein weiblicher Anteil ermächtigt den Mann dazu, seine natürliche Rolle einzunehmen und die nötige Kraft zu generieren, die es braucht, um das Leben selbst zu bewahren.

Die gesunde und naturverbundene Frau beherrscht die Sprache des Herzens oft viel defiziler, da sie mehr darunter leidet, sich selbst die Annahme innerer Regungen zu verbieten.

Dem Mann wird früh ausgetrieben, aufdringliche Gefühle zu zeigen, denn das System profitiert davon, wenn er sich gegen das Weibliche in sich selbst wendet. Er sollte der Frau nicht neiden, dass sie fühlen kann, und damit aufhören, sie für ihr Herz zu verurteilen oder sogar mit ihrem Vertrauen zu spielen. Er darf das Geschenk annehmen, von ihr die Kunst des Spürens zu lernen, und sich bewusst dafür entscheiden, ihr emotionales Feld zu behüten. Denn bei ihr wird die Konfrontation zu einer magischen Begegnung. Bei ihr lernt er Dinge über sich selbst, die der Dämon auf dem Thron der Entfremdung vor ihm verbergen wollte. Ihr Schoß ist kein Mülleimer für Stress, sondern ein alchemistischer Raum der Heilung.

Diesen zu ehren und zu schützen, ist die natürliche Aufgabe des Mannes, und er sollte sich dessen gewahr werden. Denn nutzt er seinen Verstand nur für das Aufrechterhalten einer künstlichen Präsenz, wird er das Leben selbst verraten und mit leeren Händen aus ihm scheiden. Er wird der Liebe nur feige ausweichen, anstatt sich von ihr erheben zu lassen.

Dieses Wissen zu erinnern und es in die Praxis zu bringen, ist wahre Spiritualität. Kein New Age a‘ la Chopra und co sagt das dem Mann. Diese Leute lehren die Frau, leise und unterwürfig zu bleiben und eine “Erleuchtung“ anzustreben, die ihre wilde Natur unterdrückt.

REDEN können die falschen Helden viel, denn so fangen sie die inneren Kinder ein, die nur gehalten wurden. Die Liebe aber ist nur da, wo auch GELEBT wird, was auf keiner verführerischen Fahne steht: das tatsächliche Interesse an der Seele – mit all ihren individuellen Facetten und echten Empfindungen.