Gabor Mate‘ ist einer meiner absoluten Lieblingsmenschen.
In diesem Film erläutert er, warum nicht nur das direkte Erleben von Missbrauch Trauma verursacht, sondern vor allem die Grundsituation, bei erwachsenen Bezugspersonen keinen emotional-sicheren Raum zu finden.
Was mir – während ich diese Szene sah – sofort in mein Bewusstsein schoss:
Die meist männlichen Täter kommen überwiegend aus der eigenen Familie. Aber auch unter Kindern, die bereits im Alter von 12 oder gar früher Pornografie konsumieren, steigen derlei Taten inflationär an. Jungs, die noch nicht einmal gänzlich geschlechtsreif sind, konsumieren frauenverachtende Inhalte mit Gewaltgehalt. Pornografiekonsum im Kindesalter
Was, wenn Kinder aus geschiedenen Ehen stammen, alleinerziehende Mütter doppelt arbeiten gehen müssen, um für ihren Nachwuchs sorgen zu können, und dann kaum Zeit haben, einen sicheren emotionalen Hafen für ihre Kinder zu etablieren, während Väter pornosüchtig am PC in Selbstmitleid versinken und ihren Exfrauen den schwarzen Peter zuschieben?
Was, wenn Scheidungskinder ihren Eltern zu oft beim Streiten zusehen und nichts anderes kennen als den Loyalitätskonflikt zwischen narzisstischen Vätern und überforderten und tief und ständig neu verletzten Müttern im Reaktionsmodus?
Oder sogar noch schlimmer: Was wenn Kinder in Familien leben müssen, in denen die Mutter so co-abhängig vom Ehemann ist, dass sie die nächtlichen Übergriffe auf ihre Kinder leugnen muss, um ihren eigenen Vermeidungsmodus nicht konfrontieren zu müssen?
Was, wenn Kinder nicht genug seelisch zugewandte und geborgene Aufmerksamkeit bekommen und sich in digitalen Welten wegdissoziieren, um nicht mit ihren Gefühlen allein sein zu müssen?
Ja… mit den Gefühlen allein sein… als Kind… schwierig, wenn man Trauma-Erfahrungen gemacht hat… Und viele Erwachsene dissoziieren sich ja mittlerweile ebenso weg, um ihre Gefühle nicht aushalten zu müssen – nicht mit ihren Gefühlen allein sein zu müssen. Sie leben es den Kindern ja auch vor….
Nochmal bezogen. Auf den Film unten, in dem es ja wirklich um Missbrauch geht:
Was, wenn manche Kinder ihren Körper sogar als Gefahrenquelle ansehen und ihr Geschlecht ablehnen, um nicht weiterhin Zielscheibe für gestörte Ausgewachsene zu sein?
Nur so ein flüchtiger Gedanke…
Viele Erwachsene sind heutzutage zu beschäftigt damit, private und gesellschaftliche Probleme zu ignorieren, um in ihrer Komfortzone bleiben zu können und ihr eigenes und das Trauma ihrer Ahnen nicht spüren zu müssen (denn dieses vererbt sich ja über fünf bis sieben Generationen…). Das heißt, wenn wir selbst in diesem Leben keinen Missbrauch erlebt haben, haben das sehr wahrscheinlich Vorfahren von uns erlebt, nie verarbeitet und an uns weitergereicht. Nicht nur das Opfer-Trauma wird weitergereicht, sondern auch das Täter-Trauma – das Schuld-Trauma.
Als es für sie (die Opfer von sexualisierter, verbaler oder körperlicher Gewalt) einmal darauf angekommen wäre, hat niemand etwas bemerkt, geschweige denn zugehört. Die Folge?
Suchtverhalten, Überforderung, vererbte Muster und Automatismen, Unnahbarkeit und Empathielosigkeit. Denn mit einem geschlossenen Herzenergiezentrum gibt’s keine Empathie mehr – weder mit sich selbst, noch mit anderen.
Das Familiensystem ist das eine. Von dort aus aber wachsen die dissoziativen Fäden wie ein unterirdischer Pilz in das große System hinein.
Das lähmende Schweigen legt sich wie eine Nebeldecke über Institutionen wie die Kirche, über Organisationen, die vorgeben, Kindern zu helfen, und über Familiensysteme, in denen das unverarbeitete Trauma nie konfrontiert noch überwunden und dann – von einer Generation in die nächste hinein – weitervererbt wird.
So wird immer wieder neue Abspaltung generiert und die Seele vom Körper getrennt.
Ausserkörperliche Erfahrungen sind folgend die Zuflucht einer geschundenen Seele – entweder durch ein metaphysisches Erleben oder selbst induziert – durch Drogenmissbrauch, Arbeitssucht, gesteuerte Sexsucht mit Machtphantasien oder Adrenalinkicks über extremes Verhalten und manchmal gar suizidale Unternehmungen.
Lebten wir hier in einem gesunden demokratischen System, das die Menschen im Blick hat, Kinder und Frauen schützt und die seelische Gesundheit der Bevölkerung ernsthaft und nachhaltig fokussiert, würde ich diese Zeilen wahrscheinlich nicht schreiben.
Warum ist das wohl so?
Warum gibt es Wartelisten für Kinder, die therapeutische Hilfe brauchen, während Milliarden für Waffen locker gemacht werden?
Warum werden Sexualstraftäter freigesprochen?
Warum können Zwölfjährige Zugriff auf Pornografie haben?
Warum gibt man alleinerziehenden Müttern nicht genügend Lebenszeit, um für ihre Kinder da zu sein?
Und warum – verdammte Axt – berichten die Leitmedien nicht umfassend über die Missbrauchsfälle in der Kirche, über Epsteins Kunden, über P. Diddys Gäste, über Oxfam, über Blauhelme, über Original Play, über 50 Voices, über Jimmy Savilles Freunde und über all die Stars, die sich derzeit trauen, ihr Mitwissen oder ihre persönlichen Erfahrungen in gewissen Kreisen kundzutun?
Warum werden nicht alle Therapeuten dazu verpflichtet, eine Traumatherapie-Ausbildung zu machen? Das wäre möglich und sowas von nötig!!!
Oh doch, es wird darüber berichtet. Meistens aber in alternativen Medien… Man muss aktiv und konfrontativ einen Versuch wagen, das eigene Weltbild zu sprengen. Und es lebt sich halt leichter, wenn man seinen eigenen Teil der Verantwortung für die kollektive Abspaltung ignoriert und einfach so tut, als sei alles in Ordnung.
Unsere Nachfahren zahlen den Preis für unsere Ignoranz.
In den USA begreifen immer mehr Privatmenschen, dass sie selbst dafür sorgen müssen, die Seifenblase zum Platzen zu bringen.
Hierzulande beschränkt sich die Aufklärung noch auf “Corona“. Nicht dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hätte… Wie vor kurzem hergeleitet: Gingen wir das obige Thema an, hätten wir alle anderen sekundär offengelegt und die Möglichkeit, Dämonen auszutreiben, wo eigentlich ethisch integere Hüter hingehören, die das Weibliche und das Schutzbefohlene nicht nur achten und schützen, sondern liebevoll umsorgen können.
Was tun?
Die Frauen müssten sich allesamt verweigern und Respekt einfordern. So haben sie früher schon Kriege verhindert.
Solange die Frauen dieses kranke Spiel mitspielen, der Hypnose hinter Glasscheiben nachgeben und die Materie über ihre eigene Würde und den Drang stellen, genügend Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und sich um die eigene emotionale Stabilität zu bemühen, statt den stummen Schmerz wegzudrücken und hart zu werden, wird der pornobesetzte Mann seine Macht im System weiterhin missbrauchen. Er wird weiterhin täuschen und lügen, um das Weibliche in sich selbst und in der Frau als schwach misszuverstehen und mit seinem Verstand klein zu halten. Er wird weiterhin missachten, was er selbst nicht versteht, und sich keinerlei Mühe geben, der weiblichen Intuition und Emotion genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, um jene Intimität herzustellen, die sein Herz eigentlich bräuchte (und daher kommt der Mut), um mutig genug zu sein, sich all den Mächtigen zu widersetzen, die mit den Seelen unserer Kinder Monopoly spielen, sie mit schädigenden wie manipulativen Inhalten beschallen, um so die Individuation einer ganzen Generation zu verhindern.
Dann reden alle mit der KI und lassen sich von ihr das Leben erklären. Die sexualisierte, auf den Trieb des Leibes reduzierte, Entseelung der Menschheit schreitet weiter voran. Leider wahr… Die Menschen stumpfen immer mehr ab.
Hauptsache, der Mann bekommt weiterhin stets zuerst, was er nötig hat, um sich der Glorifizierung seines Egos widmen zu können. Was daraus folgt, ist ihm egal.
„Kümmere Dich um Dich selbst, dann ist für alle gesorgt“, nicht wahr? Nein, ist es nicht.
Wenn Eltern sich nicht zusammenschließen, um selbst dafür zu sorgen, dass Kinder frühestens mit sechzehn Smartphones und Tablets in ihren Zimmern nutzen dürfen, ohne dass Ihnen jemand über die Schulter schaut, werden auch Kinder Zugriff auf derlei Inhalte bekommen, deren Eltern achtsamer sind und gewisse Seiten sperren.
Wo? Bei ihren Freunden.
Für mich ist definitiv die Mehrheit der Eltern das Problem, die nicht genau wissen wollen, warum der Staat sowas überhaupt zulässt.
Und so können wir wieder oben anfangen… Der Kreis schließt sich nicht, er stößt die nächste Windung einer Spirale an, die sich im Affenzahn nach unten dreht. So lange, bis wir es realisieren und GEMEINSAM die Notbremse ziehen. Aber spricht man solche Dinge im Kollektiv an, wird man genauso gemieden, wie der Teufel das Weihwasser fürchtet. Kritisch zu denken, ist ja seit Corona gefährlich geworden.
Sind Eltern überangepasst, in beruflichem Dauerstress und emotional nicht verfügbar, bekommen sie nicht mit, wenn ihre Kinder unter der sozialen Kälte in der Schule leiden oder gar Gewalt erfahren und allein nicht mehr klar kommen.
Die fehlende Emotionsbrücke verursacht dissoziative Vermeidungsmuster, die nicht selten vererbt werden.
Wer mit der brachialen Härte kollektiver Ignoranz und Oberflächlichkeit zurechtkommen muss, trainiert sich schnell das Sanfte und Weiche ab und verbirgt seinen Schatten im Raum des Tabus. Das Sanfte und Weiche, Mitfühlende und Mutige aber ist genau das, was die Menschheit jetzt bräuchte – Verständnis, Liebe, Geduld und verantwortungsvolle Entscheidungen, die einen sicheren Rahmen schaffen, der unseren Kindern wieder gestattete, endlich wieder Kinder zu sein und sich ganz natürlich zu entwickeln.
Man erzählt uns immer, dass wahre Liebe Dich hundertprozentig so akzeptiert, wie Du bist. Und all jene, die als Kind so nicht geliebt wurden, haben einen Nachholbedarf an bedingungsloser Liebe und bleiben in diesem Bedürfnis infantil und klein.
Menschen, die Dich wirklich lieben, weisen Dich auf das Ungemütliche hin, halten Dich, wenn Du vor Schmerz schreien musst, und bleiben bei Dir, wenn Du alte Muster durchbrichst und Dir Kindheitswünsche erfüllst.
Und auch Du bist genau auf diese Art und Weise für sie da: Egal wie albern es ihnen erscheint, ihre Träume zu verfolgen, Du lässt nie locker und hilfst ihnen dabei, an sich selbst zu glauben und ihren Panzer abzulegen.
Menschen, die Dich wirklich lieben, sind auf Deiner Seite, wenn alle anderen Dich wieder in das alte Korsett hineinquetschen wollen oder Deine Intuition als falsch abtun, weil es ihre Komfortzone gefährdete, sich Deinem seelischen Ausdruck neugierig zuzuwenden.
Menschen, die Dich lieben, tun dies nicht, weil sie einen emotionalen oder sozialen Vorteil davon haben, mit Dir in Verbindung gebracht zu werden oder von Deiner Lebensenergie zu profitieren. Sie tun dies, weil ihr Herz sie dazu drängt, ihren Weg mit Dir zusammen zu gehen und Dich in ihre Wirklichkeit zu integrieren, weil sie sich auf Seelenebene mit Dir verbunden fühlen. Diese Verbindung ist ihnen wichtiger als die äußeren Umstände. Sie sind bereit für Veränderung und Wachstum, denn Liebe bewirkt immer, dass wir wachsen und uns dadurch weiterentwickeln.
Echte Liebe lässt Dich nicht verkrüppelnd leugnen, was angeschaut, gefühlt und transformiert werden muss. Echte Liebe wendet sich ab, wenn Du Dich selbst verrätst und nur für andere existierst, egal wie es Dir schadet, weil sie es nicht ertragen könnte, Dich dabei zu beobachten, Deine Seele zu leugnen. Echte Liebe schaut Dir nicht dabei zu, wenn Du Dich weg machst oder verdrehst, um anderen gerecht zu werden.
Es ist ein Ausdruck echter Liebe, einen Menschen und auch die Gemeinschaft darauf hinzuweisen, was dem Erreichen seines bzw. unseres Potenzials im Wege steht, Seite an Seite zu stehen, während der Wandel uns öffnet und in das ernsthafte Bemühen hineinlenkt, uns dazu anspornt, alle Schalen abzulegen, die nicht zu uns gehören, sondern nur übernommen wurden, um Schmerz zu deckeln und um Liebe zu buhlen.
Menschen, die Dich lieben, erwarten nicht von Dir, Theater zu spielen und Dich selbst und Deine seelischen Bedürfnisse zu leugnen. Menschen, die Dich lieben, betrachten es nicht als Beweis Deiner Zuneigung, Sie bedingungslos zu lieben. Sie interessieren sich für Deine Wunden, für Deine Grenzen und für Deine Bedürfnisse. Sie INTERESSIEREN SICH für Deine BEDINGUNGEN, und sie richten sich darauf aus, gemeinsam mit Dir voranzukommen, anstatt Dich zu ihrem eigenen Vorteil zu konsumieren oder gar zu manipulieren. Menschen, die Dich lieben, interessieren sich für den Menschen, der in Dir angelegt ist, nicht für die Person, die dem System der Familie oder der Gesellschaft gerecht zu werden gelernt hat.
Menschen, die Dich lieben, wollen Dein Herz lachen sehen und nehmen Deine Hand, wenn es weinen muss.
Echte Liebe lässt Dich nachts nicht allein, wenn Du retraumatisiert wurdest und am ganzen Körper zitterst. Echte Liebe ist für Dich da, selbst wenn es nicht konform ist, zu Dir zu stehen. Echte Liebe interessiert nicht, was Leute denken, denen die Komfortzone wichtiger ist als die Wahrheit.
Menschen, die sich wirklich um die Allgemeinheit und um die Zukunft unserer Kinder bemühen, verschweigen das Ungemütliche nicht. Sie legen es auf den Tisch und fordern von den Bequemen ein, ihre Scheuklappen abzulegen und die Mächtigen zu konfrontieren: den tyrannischen Patriarchen, den lustigen Chef, der anzügliche Anspielungen macht, den Direktor, der Kindern frühsexualisierende Inhalte präsentieren lässt, den Promi, der kleine Mädchen in den Backstagebereich lockt, die Influencerin, die Mädchen in die Magersucht treibt – Showhosts wie Heidi Klum seien hier ebenfalls erwähnt – den Intendanten, der Gehörnte im sonntäglichen Kindermärchen Fratzen ziehen lässt, den Richter, der Vergewaltiger freispricht aber auch den verstorbenen Vater, der sein Gift zu Lebzeiten nie zu sich selbst zurückgenommen und transformiert, sondern es all jenen hinterlassen hat, die jetzt in seinem Sinne funktionieren und sich niemals fragen, was sie eigentlich glücklich machen könnte, wenn sie nicht von Anfang an hätten lernen müssen, sich selbst zu verraten, um ihm gefallen zu können.
Wie viele Missbrauchsopfer kennst Du, ohne zu wissen, was sie durchgemacht haben, weil sie lernen mussten, zu schweigen, um anderer Leute Takatukaland nicht zu stören? Ich vermute, dass es Dich absolut schockieren würde, wenn Du wüsstest, wie viele es sind.