Diese Zeilen zu meinem Gedicht ‚mein kleines Herz‘ sind an Dich gerichtet, wenn Du eine Frau bist und Dich gerade aus einer toxischen Beziehung mit einem Partner lösen willst bzw. müsstest – auch wenn es schwer fällt und tiefe Trauer in Dir auslösen kann – der nicht aufrichtig ist und Dir Dein Urvertrauen ins Leben, in andere Menschen und in Deine eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit erschüttert hat.
Aber auch den Mann ermutige ich dazu, tiefer in die Ursachen hineinzublicken, die meines Erachtens die Beziehung zwischen Mann und Frau belasten.
Es geht mir nicht darum, zu verurteilen, sondern ganz nüchtern auf die Dynamiken zu schauen, die wir erst wandeln können, wenn sie uns bewusst werden und wir erkennen, was wir selbst damit zu tun haben.
Aus therapeutischer Sicht kann der Betrug eines geliebten und vertrauten Menschen eine posttraumatische Belastungsstörung und eine tiefe Krise auslösen.
Das Wichtigste im Prozess der eigenen Heilung ist ein gesunder Abstand zu dem Menschen, dessen Worten Du nicht mehr vertrauen kannst, um aus der Nähe zu ihm erst einmal in die Nähe zu Dir selbst zurückzukehren und dann den Kontakt zum eigenen Herzen und seinen ganz natürlichen Bedürfnissen zu pflegen.
Es ist ein schmerzhafter Prozess, der seine Zeit braucht und abgeschlossen werden sollte. Kehrt man in so einer Situation nicht erst einmal hundertprozentig zu sich selbst zurück und bleibt in der Verbindung, läuft man Gefahr, in ein Traumabonding hineinzuschlittern und vom Partner abhängig zu werden – aus Angst vor der Konsequenz aus der Konfrontation mit dem eigenen Schmerz, die bedeuten kann, dass Dir nach dem Vertrauensbruch das Fortführen der Beziehung nicht möglich ist, weil das Vertrauen nachhaltig gestört wurde und die Zweifel auch am eigenen Selbstwert dauerhaft nagen würden und die eigene Identität Schaden näme.
Es ist notwendig, sich mit der Realität zu konfrontieren, ausgetrickst worden zu sein und sich selbst dafür zu vergeben, diesem Menschen und seiner Darstellung einer gemeinsamen Wirklichkeit bzw. Zukunft vertraut und nicht erkannt zu haben, dass wichtige Aspekte und somit auch die eigentlichen Motive des Gegenübers verborgen blieben. Darin liegt Vorsatz, also Absicht, und diese haben das Potential, den Schutzraum der Verbindung gänzlich zu zerstören, weil das Fundament so eines gemeinsamen Hauses nun einmal das Vertrauen IST.
Man kann sich nur auf eine gemeinsame Wirklichkeit einigen und in dieselbe Richtung schauen, wenn man es A freiwillig tut und B darauf bauen kann, dass der Mensch, dem man erlaubt, mit einem selbst zu verschmelzen, das eigene Leben, die eigene seelische Gesundheit und die eigene Würde auch achtet. Bist Du Dir unsicher, ob Du bei jemanden gut aufgehoben bist, lieferst Du Dich selbst ans Messer, wenn Du so tust, als wäre nichts gewesen, und so bist Du nicht nur Opfer des Verrats geworden, sondern verrätst Dich dann auch noch selbst.
Schaue ungeschönt an, was aus dem Verborgenen ans Licht kam, und ob Du wirklich noch intim mit diesem Menschen sein kannst. Vielleicht brauchst Du erst einmal Abstand.
Wirst Du angelogen, betrogen oder im Unklaren über die Wirklichkeit gelassen, ist eine selbstbestimmte und erwachsene Entscheidung nicht möglich, und Du gibst Dich freiwillig in einen Raum hinein, der Deine emotionale Sicherheit gefährdet und Dein Nervensystem dauerhaft in Alarmbereitschaft versetzen kann, weil jemand anderes nun die Verantwortung übernimmt und Du ihm ausgeliefert bist.
Autoimmunkrankheiten, Depressionen, Ängste, Zwänge, Kontrollsucht und eben auch Traumareaktionen können die Folge sein, vor allem auf Herzchakra-Ebene – das betrifft auch die Lunge und das Immunsystem, weil die Thymusdrüse, die unsere T-Zellen herstellt, dem Herzchakra zugeordnet wird. Auch die Brustwirbelsäule aber auch der Bewegungsapparat um das erste und zweite Energiezentrum herum können von so einem dauerhaften emotionalen Stress betroffen sein (also z.B. die Hüfte oder der untere Rücken).
Widmest Du Dich dem seelischen Schmerz nicht in dem Ausmaß, das nötig wäre, um die Erschütterung zu beruhigen und das Vertrauen in Dir selbst wieder aufzubauen, somatisiert Dein Körper und zwingt Dich auf materieller Ebene in die konfrontierende Pause hinein.
Unser Umfeld erlaubt uns Frauen meist erst dann, auch einmal an uns selbst zu denken, anstatt für andere zu funktionieren, wenn wir krank werden. Liegt eine Frau aus Kummer ein halbes Jahr im Bett, sucht man das Problem bei ihr, anstatt im verborgenen Verhalten männlicher Machtfiguren.
Wird die Ursache für seelischen Missbrauch erkannt, wenn Du einfach weitermachst, als sei in China ein Sack Reis umgefallen? Warum sind Frauen so häufig von Immunkrankheiten betroffen? Ich sehe da definitiv einen Zusammenhang.
Werden Frau und Mann intim miteinander, so sagen es die Energiemediziner, entstehen energetische Schnüre, die dem Mann – durch Raum und Zeit – ermöglichen, noch sieben Jahre lang – nach dem Verkehr – weibliche Energie von der betreffenden Frau zu ernten. Auch ohne Kontakt. Und nicht nur das. Die geistige Ausrichtung und Absicht, die ein Mann auf eine Frau richtet, bewirkt eine Reaktion in ihrem Energiefeld.
Wenn ein Mann gegenüber einer Frau keine ernsten Absichten hat, Ihren Emotionen keinen sicheren Rahmen bieten will, also ihr gegenüber gar nicht das natürliche Bedürfnis verspürt und umsetzen möchte, seine männliche Rolle zu verkörpern und emotionale Stabilität und Sicherheit zu erschaffen – sie also einfach nur sexuell ausbeuten möchte – indem er ihr vorspielt, sie zu lieben und eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu wollen, anstatt wirklich ehrlich damit zu sein, sich ausschließlich sexuell für sie zu interessieren, verzerrt sich die Ausgangssituation von einer natürlichen in eine für die Frau bedrohliche, da eine für ihre Seele unbekannte Gefahr verschwiegen wird.
Ist der Mann dagegen transparent mit seinen spielerischen Absichten, hat sie die Wahl, ob sie sich trotzdem hingeben und auf ihre Körperlichkeit reduzieren lassen möchte. In diesem Fall kann die Frau die hundertprozentige Verantwortung für sich selbst übernehmen und – wenn nötig – für ihre seelische Gesundheit sorgen und sein “Angebot“ auf Augenhöhe ablehnen.
Ihr nichts zu sagen und ihre wahrnehmbare Hoffnung auf Liebe zum eigenen Vorteil zu nutzen, ist dasselbe wie absichtlich zu lügen.
Der einzige Grund für einen Mann, sie sexuell in Besitz zu nehmen, ohne sie darüber aufzuklären, dass er keinerlei Interesse an einer ernsthaften Beziehung MIT einem gleichberechtigten Austausch von männlichen und weiblichen Energien mit ihr hat – ein Kontakt, der eine gemeinsame Zukunft anstrebt – ist schlicht und einfach, dass seine Erfolgsquote massiv sinken würde, wenn er ihr nichts vormachte.
Kommuniziert die Frau jedoch von Anfang an, dass sie kein Interesse an einer körperlich-reduzierten Beziehung hat, sondern ausschließlich an einer tiefen Begegnung auf Seelenebene mit ernsten Absichten, MISSBRAUCHT sie der Mann, wenn er sich ihre Compliance ergaunert, indem er ihr Dinge verspricht, die er nicht gedenkt, zu leben, weil er sie dann dazu bringt, sich jemandem hinzugeben, der sie gar nicht halten möchte, das Geschenk, das sie ihm macht, nicht wertschätzt und sich sehr wohl darüber bewusst ist, dass er im Anschluss an die Vereinigung vorhat, die Trennung zu initiieren. Er weiß also, dass er Bindungshormone in ihr erzeugt, obwohl er keine Bindung möchte.
Körperliche Liebe ist vom Schöpfer als ein Raum der Heilung installiert worden. Negative Erfahrungen und Schmerz lösen sich aus den Zellen heraus, während die Nähe und die gegenseitige Hingabe Raum geben, Gefühle und Nähe zuzulassen, damit Verdrängtes an die Oberfläche kommen und im Ausdruck heilen kann.
Frau und Mann sind Gegenpole. Ihr sicher ausgedrücktes Gefühl in jenem Raum, den sein Schutz erschafft, kreiert eine heilsame Frequenz, die auch ihm erlaubt, zu fühlen und sich an der weiblichen Energie neu aufzuladen. Es ist ein ganz natürliches Geben und Nehmen, das den Akt nicht nur als Mittel zum mechanischen Zweck reduziert, den Alltagsstress über den Höhepunkt zu regulieren. Doch dieses Feld sollte nur der Hafen für diese beiden Energiekörper sein, denn sonst kann es nicht wirken.
Ist einer der Partner heimlich mit anderen verbunden, wird dieser transformierende Schutzraum durch unsichtbare Fremdenergien gestört, kann dies große Unsicherheiten in der ahnungslosen Vertrauten auslösen. Die Kompassnadel ihrer weiblichen Intuition dreht durch, weil ein drittes Element im Raum ist, und so wird ihre innere Stabilität, die ja in der Begegnung an die exklusive Beziehung gebunden ist, gefährdet. Die Frau hat sich dazu entschieden, sich nur auf diesen einen Menschen zu beziehen, und spürt mit ihrer weiblichen Intuition, dass etwas, das ihr verschiegen wird, nicht stimmt.
Wir sind über diese Schnüre aber nicht nur mit EINEM Menschen verbunden, sondern auch mit seinem/ihrem ganzen Familiensystem – und das bis in sieben Generationen zurück. Alle ungelösten emotionalen Wunden zwischen Frauen und Männern in der Familienhistorie von Intimpartnern vermischen sich auf diese Weise und können in hochsensiblen Menschen sehr verwirrende Reaktionen auslösen, auch transgenerativ retraumatisieren und das Nervensystem vor allem in den unteren endokrinen Drüsen hyperventilieren. Diese Dynamiken werden auch angestoßen, wenn wir nur flüchtigen und oberflächlichen Sex mit jemandem haben, der unter emotional abgespaltenen Umständen vollzogen wurde. Auch nur der geistige Kontakt bewirkt schon Reaktionen in der Aura und kommt einem Vertrauensbruch gleich.
Nähe beginnt im Kopf, besonders bei Frauen. Ist ein Partner in Gedanken bei jemand anderem, während er die Intimität mit Dir pflegt, fokussiert er nicht Dich und schafft Verwirrung im gemeinsamen Schutzraum. So wird die heilsame Magie der Liebe verzerrt. Es wird ein Keil in die Verbindung geschlagen.
Aus diesem Grunde halte ich die normalisierende Hypersexualisierung und die durch Pornografiekonsum bedingte objektivierende Sicht des männlichen Konsumenten auf die Frau auch für so destruktiv für die Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Und da habe ich von den direkten Kontakten im Prostitutionsgewerbe noch nicht einmal angefangen.
Die Würde der Frau sollte wieder an die allererste Stelle gestellt werden, weil ohne ihre emotionale Sicherheit nur Chaos im Kollektiv entsteht und auch der Mann keinen Frieden mehr bei ihr finden kann – auch oder vielleicht sogar gerade nicht, wenn er so tut, als ob er ganz bei ihr wäre, obwohl er sich insgeheim auf jemand anderen ausrichtet.
So verflachen unsere Fähigkeiten, sexuell gesund und zuträglich zu kommunizieren, weil das Unbewusste, das nicht zu Wort kommt, irgendwann verstummt und uns abstumpfen lässt. Daraufhin entfällt ein wichtiger Zauberbaustein für die seelische und körperliche Regeneration und Resilienz im partnerschaftlichen Leben, und der Kontakt in die Tiefe hinein wird verhindert, denn da unten schwelen ja diese ganzen kleinen Geheimnisse vor sich hin. Doch damit nicht genug.
Die betrogene Frau entfremdet sich von ihrer wahren Natur und beginnt – aus Angst vor weiterer Verletzung – den Mann mehr und mehr zu manipulieren und zu kontrollieren. Und so mutiert das narzisstische Virus auch in der Frau unkontrolliert weiter, wenn sie ihn nicht zur Rede stellt und sein Fehlverhalten nach außen hin deckelt. Das ist ein co-abhängiger Mechanismus, ähnlich wie er auch bei den Partnern alkoholabhängiger Menschen zu beobachten ist.
Da die meisten Männer sich nicht aktiv für eine gesellschaftliche Heilung dieses Problemkomplexes einbringen und die rücksichtslose Ichbezogenheit – im Milieu der Verleugnung von narzisstischem Missbrauch – destruktive Blüten treibt, müssen die Frauen mit dem Heilungsprozess beginnen und sich selbst darum kümmern, jenen sicheren Rahmen für ihren berechtigten Schmerz zu erschaffen, den viele Männer nicht mehr bieten, geschweige denn respektieren.
Die vom Gefühl abgespaltene Männlichkeit generiert eine Krücke von Selbstwert, indem sie der Frau ihren Wert nimmt und sie herabwürdigt, ihr Vertrauen missbraucht, sie oft auch existenziell abhängig macht und sich so eine vermeintliche Macht über ihre Existenz aneignet, indem sie die Frau verrät, emotional übergeht und die Kontrolle an sich reißt.
Diese Dynamik wird mithilfe des Triebes und der Induzierung von pornografischen Machstrukturen automatisierend zementiert und in ein unbewusstes Verhaltensmuster eingebrannt. Der Stressabbau , den das männliche Nervensystem in die unterworfene Frau hinein-reguliert, entspringt einem tabuisierten Angebot, einem von außen in den Mann hinein-etablierten Stressregulationsgerüst. Die triebgesteuerten Verhaltensstrukturen und das Banalisieren dieser Unterdrückung von weiblicher Energien und Bedürfnissen begünstigen eine besorgniserregende Egoblase, die in einem männlichen Machtmissbrauch mündet und die vertrauensvolle Begegnung zwischen Mann und Frau zerstört. Alles auf Autopilot…
Liebe Frauen, verlasst diese Bühne, wenn sich hier etwas ändern soll. Setzt Grenzen und bietet Euch nicht unter Eurem seelischen Wert an. Euer Körper ist direkt mit Eurer Seele verbunden und wird krank, wenn Ihr Euch für die Beziehung innerlich von Eurem Gefühl abspaltet.
Steht für Euch ein, und lasst Euch Euren Schmerz und Eure Wut nicht verbieten! Sie zu leugnen, verhinderte – in Resonanz auf den krankhaft manipulierenden männlichen Unterwerfungsdrang – die Heilung. Letztere haben Männer noch viel nötiger als Ihr, wenn sie Euch so behandeln und für selbstverständlich nehmen.
Was der Mann, der eine Frau benutzt, eigentlich unterwerfen will, ist sein eigener weiblicher Anteil – sein Gefühl. Er hasst es in Dir, weil er es in sich selbst ablehnt.
Heilung ohne Gefühl ist aber unmöglich.
Ich werde niemals meine Seele negieren, meine Gefühle oder meine Authentizität leugnen, um einen Mann dahingehend zu manipulieren, mir Aufmerksamkeit oder Zuneigung zu schenken, ihn dazu zu bewegen, sich für mich zu entscheiden und mich so zu behandeln, wie es meiner Seele gebührt…
Wenn ein Mann, dem ich meine Seele geöffnet und meine Perle geschenkt habe, sich dazu entschließt, mein Vertrauen zu missbrauchen, soll er gern auf den höchsten Gang hochschalten und sich freiwillig von seinem Vemeidungsmodus lenken lassen. Bitteschön, soll er tun, was sein freier Wille sich entscheiden will, zu tun. Es ist sein Verlust, nicht meiner. Denn ich werde das nicht unter den Teppich kehren und meine seelische wie körperliche Gesundheit riskieren, um ihn nicht zu verlieren.
Der Schmerz, den ein Mann seiner Frau rüberschiebt, indem er jenes Muster in ihr antriggert, was er in sich selbst vermeidet, hält sie nur auf, legt ihr Steine auf ihren Seelenpfad, weil sie für zwei dann tragen muss, was völlig sinnbefreit ist und nirgendwo hinführt.
Ein reifer Mann lädt seine Steine nicht auf dem Rücken einer Frau ab. Er weiß, dass sie leicht wie Federn werden, wenn man sie zusammen trägt und wirklich füreinander da ist.
Männer, die Frauen benutzen, um ihr Nervensystem zu regulieren und sich zu überhöhen, spielen dem Teufel in die Karten und helfen der Menschheit nicht, sich aus der Matrix zu befreien. Sie sind die sonnenbebrillten Agenten, die sich der beliebigen Besetzung hingeben, als wären sie dem weiblichen Prinzip unterworfen. Sie erlauben jenen Mächten, die die hierarchische Struktur lenken, die weiblichen seelischen Fähigkeiten zu unterdrücken und ihre heilige Energie zu rauben.
Lassen sich Männer nur von ihren Trieben leiten, anstatt von ihrer inneren Stimme, gibt es keinen intimen Rückzugsort mehr, der ihnen ermöglichte, ihr Leben mit jemandem zu teilen, der sie liebt und hält, wenn ihr inneres Kind einmal Luft holen muss.
Wer sich selbst nicht kennt, kann sich nicht selbst lieben. So jemandem ist es unmöglich, andere zu lieben.
Die narzisstische Besetzung gibt jenes Gefühl in die Trägerperson – die Frau – hinein, das der besetzte Mann in sich selbst nicht fühlen will. Doch ein Leben ohne Gefühl ist energielos, da Gefühle uns lebendig machen. Sie verbinden uns mit uns selbst und dem Leben. Er erntet die Lebenskraft aus der von ihm verursachten verletzten Vulnerabilität in ihr, während er selbst den Schmerz von außen betrachten kann, anstatt sich von ihm im Inneren transformieren zu lassen.
Die Wunde seines inneren Kindes, das nicht von der eigenen Mutter gehalten wurde, als es die ersten emotionalen Reaktionen erlebte und dafür abgelehnt wurde, lehnt nun selbst die Trägerin seines Schmerzes ab.
Teil des narzisstischen Missbrauchs ist, dass die von ihm verursachte Verletzung nach außen hin nicht gezeigt wird. Die Frau klammert sich an die schönen Momente, in denen er sie mit Aufmerksamkeit und Komplimenten überschüttet hat, um sie emotional an sich zu binden und sexuell zu öffnen, und sie hofft, dass diese wiederkehren könnten, wenn sie sich nur genügend Mühe gibt und ihm ihre Liebe beweist.
Sie leidet leise, weil er ihre Reaktion auf seinen Betrug oder die Herabwürdigung ihrer Persönlichkeit nicht ernst nimmt. Sie wird abhängig von den Hormonen in ihrem Gehirn, die durch ständig wechselnde Hochs und Tiefs erzeugt werden. Das Traumabonding entsteht, und sie wird zu seiner Komplizin, indem sie den Rahmen der Partnerschaft durch das Verschweigen dessen, was hinter verschlossenen Türen geschieht, schützt. Sie hilft ihm dabei, der Welt im außen weiterhin einen Menschen vorzuspielen, der den moralischen Werten der Gesellschaft entspricht, während er in Wirklichkeit das Gegenteil tut.
Noch einmal zurück zur Ursache:
Emotional nicht erreichbare Mütter waren oft schon selbst Opfer von narzisstischem Missbrauch und haben den Schmerz in sich geleugnet, um das Problem nach außen hin zu leugnen. Der narzisstische Neid auf die Frau ist ein von der Mutter auf die Partnerin übertragener Hass, der aus der nie konfrontierten Wut genährt wird, als Kind nicht auf Gefühlsebene umsorgt worden zu sein.
Die Frau erlaubt sich – in Reaktion auf die Verletzung – heute Gefühle, die ihm als Kind nicht gestattet waren, als man ihm innerhalb seiner Entwicklung eigentlich ein Regulationsanker hätte sein sollen – als man ihn halten hätte müssen, während er Gefühle zulassen und erleben hätte müssen, wie sie sich wieder wandeln. So hätte eine resiliente Frustrationstoleranz in sozialen Bindungen erlernt werden können und es wäre ein gesunder Kontakt zu eigenen seelischen Bedürfnissen ermöglicht worden.
Die jahrhundertelange Unterdrückung des Weiblichen erforderte von den Frauen, die PTBS, die ihnen von den Männern in ihrem familiären System und in den männlich dominierten Hierarchien zugefügt wurde, zu verbergen, um schlicht überleben zu können.
So wurden Frauen in ihre männliche Energie hineingezwungen und hart gemacht.
Man gab den Frauen nicht den Schutzraum, weich, emotional und im Vertrauen zu sein. Man gestattete ihnen nicht, ihre weibliche Macht zu entfalten und sich natürlich zu entwickeln. Man(n) gab der Frau das objektivierende Muster ein, das sie sodann lernte, manipulativ zu nutzen, um in der Berufswelt Erfolg zu haben und narzisstischen Männern zu „gefallen“, denn diese Männer haben im System die Macht und erschaffen das Spielfeld. Sie öffnen den Vorhang nur für jene, die sich ihren Spielregeln unterwerfen. Und dieses Muster hat sich transgenerativ vererbt, da es – gesellschaftlich wie persönlich – nie aufgearbeitet wurde.
Heute wird das Weibliche subtiler in den Reaktionsmodus hineinversetzt als früher. Heute werden Frauen verschleierter auf ihren Körper reduziert als früher. Heute sind immer mehr Männer insgeheim pornografiesüchtig oder zumindest in ihrer Betrachtung von „Schönheit“ von diesen schemenhaften Eingaben beeinflusst.
Deutschland ist in Sachen Sextourismus das erste Ziel im europäischen Raum. 90 Prozent der Frauen, die hier im Verborgenen Opfer von Narzissten werden, sprechen kaum Deutsch und können ihr Leid nicht verbalisieren, haben keine Lobby und leiden im Stillen.
Die Normalisierung dieser triebgesteuerten Ausbeutung der Frau strahlt ins morphogenetische Feld aus und erzeugt ein vergleichendes Beschauen, ein katalogisierendes Betrachten der äußeren Merkmale von Frauen, das durch die digitale Blase noch potenziert wurde.
Die Medien haben einen riesengroßen Einfluss auf das Schönheitsideal und infizieren unsere Mädchen auch heute mit fremdbestimmten Reißbrettvorgaben, die immer pornografischer anmuten – Püppchengesichter und Wespentaillen werden durch die hypnotisierende Wiederholung in die Wahrnehmung von Wirklichkeit hineingeschleust. Sie erzeugen eine weibliche Identifikation mit unterdrückenden Vorgaben.
Wie soll sich ein weiblicher junger Mensch da individualisierend und frei entwickeln? Und die Jungs sind untereinander eisenhart und mobben jene unter sich, die Schwäche und Gefühle zeigen. Sie haben immer früher Zugang zu pornografischen Internetseiten und werden, so wie die Mädchen darauf programmiert, nur das Äußere zu fokussieren, anstatt auf die Ausbildung eines selbstbestimmten und seelisch gesunden Charakters zu bauen, in die Herzen zu schauen und die individuellen Energiefelder ihrer Mitmenschen wahrzunehmen und achtsam miteinander zu sein.
Die Mädchen vergleichen sich untereinander als wären sie Vieh auf einem Fleischmarkt. Und jene, die sich selbst auf Bildschirmen und Fotografien zur Schau stellen bzw. systemisch zur Schau gestellt werden, um Produkte und Ideale an die noch nicht gefestigten Persönlichkeiten Jugendlicher heranzutragen, sind die Erfolgreichen im Spiel und können sich den ganzen Schrott leisten, der angepriesen wird aber eigentlich gar nicht glücklich macht.
Diese Struktur nützt nur den Profiteuren hinter den Kulissen, die das frauenfeindliche Ideal eingeben, um Menschen zu erschaffen, die in einem inneren Mangel an wahrer Identität und echter Nähe süchtig nach Konsum werden.
Das System begünstigt den Narzissmus nicht nur, es fördert ihn. Die tiefgehende Auseinandersetzung mit seelischen Bedürfnissen und dem heilenden Potenzial in einer exklusiven körperlichen Nähe passen nicht in die 3-sekündige Aufmerksamkeitsspanne hinein, die man den Menschen antrainiert hat, seit ihre Handys mit ihnen verwachsen sind.
Kaum jemand nutzt dieses Instrument, um sich kreativ auszudrücken und etwas Berührendes ins Feld hineinzugeben. Die Motivation für den Gebrauch von Social Media ist meist beeinflusst von der Sucht nach Anerkennung, also in sich schon potenziell narzisstisch.
Wir können diese besorgniserregende, da fremdgesteuerte Entwicklung nur aufhalten, wenn wir den Schmerz heilen, der nicht gespürt werden will – wenn wir das Leid anerkennen, das uns in diese Vermeidungsmuster hineintreibt. Nur das geduldige Erlernen einer gesunden Gefühlswahrnehmung kann uns in die Erkenntnis unserer wahren Bedürfnisse zurückführen und die Wunde aus der Kindheit adressieren, die Heilung braucht.
Für diesen Prozess brauchen wir die weibliche Energie einer regulierten Frau, die nicht mehr überbeschäftigt ist mit der Anpassung an unnatürliche und missbräuchliche Ideale. Wir brauchen Frauen, die nicht leugnen müssen, was sie verletzt, sondern klar und mit der nötigen weiblichen Strenge benennen, was in unserer künstlich erschaffenen Scheinwelt vom verletzten und mutierten Männlichen auf eine abgespaltene Funktion reduziert wurde.
Für die Heilung ist es essenziell wichtig, dass die Männer sich von diesen Suchtmechanismen verabschieden und den Frauen wieder Schutzräume erschaffen, in denen dieser transgenerative Missbrauch heilen kann. Nur so werden Mann und Frau sich wieder ehrlich und nahbar begegnen können. Nur so werden Männer lernen, ihren Gefühlen auf gesunde Art zu begegnen und nicht mehr davor wegzulaufen, sich mit ihren wahren Bedürfnissen auseinanderzusetzen und ihren Kindern jenen Raum zu geben, der sie emotional wie existenziell beschützt und ihnen ermöglicht, zu freien und selbstbestimmten Menschen heranzuwachsen.
Alles, was toxisch im Verborgenen schwelte, muss ans Licht kommen, damit es ernst genommen und geheilt werden kann.
Solltest Du, Schwester im Geiste, in einer Situation sein, die Dich seelisch auslaugt oder in einen permanenten Reaktionsmodus hineinbringt, weil Dein Partner Dir nicht die seelische Sicherheit schenkt, die Deine Weiblichkeit braucht, um aufzublühen, hoffe ich, dass dieser Text Dir Kraft gibt und Dich an Deine weibliche Essenz erinnern kann. Dein Gefühl ist heilig und heilsam.
Dein Herz ist wertvoll. Schenke es niemandem, der es mit Füßen tritt. Auch Kinder und Familie dürfen nicht als Begründung dafür gelten, Dich selbst zu verleugnen, um die Fassade aufrechtzuerhalten.
Du bist kostbar. Notfalls auch für unbestimmte Zeit allein oder alleinerziehend.
Deine Würde ist unantastbar. Sie ist der Schlüssel für das Fortbestehen einer Menschheit, die des Mitgefühls fähig ist und sich konstruktiv in die Gesetze der Schöpfung einfügt.
Weib, bleib Dir treu.
Deine Lina