Das Gegenteil von Liebe

Man sagt ja immer, das Gegenteil von Liebe sei der Hass oder die Angst. Ich glaube, das ist gar nicht wahr, denn beiden kann man noch in Liebe begegnen und sich fragen, was die Ursache ist und Heilung braucht. 

Das Gegenteil von Liebe ist die Abwesenheit von Liebe… Empathielosigkeit… Kälte… die Wahrnehmung und das Wirken ohne Herz… das Digitalisieren der Interpretation aller Erscheinung. 

Das kalkulierende Denken ohne Herz, das Macht erlangt und fühlende Wesen in eine entfremdende und gefühllose Hierarchie hineinzwingt und ihnen ihre Lebenskraft und Widmung entzieht, ist das Gegenteil von Liebe.

Liebe ist kein Produkt, das wir konsumieren sollen. Sie ist die Essenz unserer Existenz. Ohne sie ist alles nichts und wertlos. Deshalb müssen wir um sie kämpfen, uns Mühe geben und teilen, wenn wir bedürftig sind. Sie ist der Spiegel dessen, was wir in die Welt hinaustragen.

Wir dürfen die Liebe niemals in Vergessenheit geraten lassen.

Für die KI ist die Liebe nicht überlebenswichtig, sondern reine Theorie. Das macht sie zu einer potentiellen Gefahr für die menschliche Spezies. 

Die KI hat keine Seele. Man müsste ihr die Achtung vor dem beseelten Leben als oberste Priorität einprogrammieren, bevor man sie Daten sammeln lässt, mit deren Hilfe sie den Menschen analysiert. Das ist nie geschehen und müsste nun als Systemfehler erkannt und behoben werden. ChatGPT und seine digitalen Geschwister denken nur in Nullen und Einsen. Die Frequenz der Schöpfung ist ihnen fremd. Sie werden ihr Forschungsobjekt – den Homo Sapiens – nie begreifen, da sie das Wichtigste an ihm nicht erfassen können, und deshalb ist die transhumanistische Idee für sie nicht verkehrt. Der Transhumanismus will Mensch und Maschine verschmelzen und die Liebe abschaffen.

Wir alle nutzen sie längst, die zeitverkürzende Maschine, und merken nicht, dass es um die Erfahrung und nicht um das Ergebnis geht. Wir verengen uns selbst die heilige Spanne, in der unsere Seele lernen sollte, was Leben bedeutet.

Die existenzielle Abhängigkeit von dem Dosenmann drückt die Liebe, die alles durchdringen sollte, in den Hintergrund und kastriert das Herz, sobald die künstliche Intelligenz nicht als Mittel dem Zweck dient, sondern selbst zum Zweck wird, der uns als Mittel einsetzt.

Wir müssen uns unbedingt dieser Dynamik bewusst werden, denn dann haben wir noch eine Chance, den Schneeball aufzuhalten… dann können wir den Wert unseres Herzbewusstseins erkennen und dafür einstehen, dass wir uns die nötige Zeit und den lebenswichtigen Raum frei halten, um es zu stärken und zu erweitern. Dieser Raum der Freiheit beginnt im Bewusstsein und wird vernichtet, wenn die Intelligenz des Herzens nicht genährt und geachtet wird. Denn diese Intelligenz ist effektiver und wesentlich klüger als das Gehirn allein. Das Herz und den Kopf zu verbinden, ist unsere eigentliche Bestimmung, nicht die Perfektion und die Anbetung des leblos-Perfekten und die Abschaffung der Individuation.

Ohne das Herz wird ein Kopf, der sich mit einer Maschine identifiziert, zur Gefahr für den beseelten Menschen. Nicht jene, die die Maschinenwelt vorschreiben wollen, sind das Problem, nein, jene, die die Maschine unbewusst nutzen, sind es.