Es gibt Menschen, die nur für die Außenwirkung leben, weil sie ihren inneren Reichtum nie gefunden haben.
In Beziehungen geht es ihnen nicht darum, was wahr ist und Dich bewegt – Euch tief verwurzelt einen kann. Sie kümmert, was die anderen denken. Sie werden Dich in dem Glauben lassen, den Du haben musst, um Dich ihnen anvertrauen zu können, doch nach außen hin verleugnen sie Dich, wenn es ihrem Image zugutekommt.
Wenn so ein Mensch mit Dir und anderen jongliert und Du das irgendwann verstehst und Dich für Dich gerade machst, werden jene, die sich blenden lassen, Dir niemals Glauben schenken. Sie sind ihm wichtiger als Du, also schau Dir ungeschönt an, wenn Liebe nicht erwidert wird. Dafür bräuchte es Mut und Rückgrat. So zu tun, als besäße man diese Tugenden, ist nicht dasselbe, wie sie tatsächlich zu verkörpern.
Für viele ist das Leben ein Theater. Manche stehen auf der Bühne, andere schauen lieber auf. Vor dem Portal jedoch gelten andere Regeln. Dort herrscht das Gesetz der Augenhöhe und gleichberechtigten Kraft.
Sei froh darum, wenn man Dich aus der Vorstellung wirft, denn das ist Gottes Schutz.
Du brauchst nur Menschen um Dich, die wahrhaftig sind und von Herz zu Herz Verantwortung übernehmen – Freunde, die andere nicht konsumieren oder nur zum Schein präsentieren oder – je nach Nutzen – verheimlichen, sondern Freunde, die wirklich DICH meinen und zu Dir stehen… Da reicht notfalls sogar ein echter Weggefährte statt einhundert falsche.
Keine Fanfaren und Anhimmelei… kein Blitzlichtgewitter oder Applaus… Denn wo es die gibt, steht die Waage schief. Drum braucht es auch immer ein Gegengewicht – das Übertragen der Schatten auf schwarze Peter. Das Zuschreiben vereint jene, die bei sich selbst nicht hinsehen wollen.
Lass sie reden oder schielen, sie projizieren nur sich selbst.
Die Oberflächlichkeit gehört zur alten Welt. Leg sie an die Seite und bleib authentisch Du.
In der Tiefe liegt der Weg, den jede Seele gehen will. Wenn uns das Unsichtbare gar nicht kümmert, halten wir einander nur auf.
Wer sein Leben damit wegwirft, die Seele zu ignorieren, wird früher oder später in sein Prestigegefährt einsteigen und sich zurück auf die Autobahn begeben. Dann schließt sich der Reißverschluss in den Verkehr hinein, und die Matrix saugt ihn wieder ein – den Menschen, der die Liebe ignoriert – egal wie schön es ist, mit Dir gemeinsam Wege zu beschreiten, die von blühendem Mohn oder singenden Vögeln eingerahmt werden. Es gibt kein Spotlicht im Dickicht wilder Wälder, doch das Ego kann ohne den Schein nicht sein
Sobald die Nacht kommt und man einander im echten Leben bewacht, sind sie über alle Berge. Sie fürchten die Dunkelheit der gemeinsamen Stille, denn sie wollen nicht echt sein. Sie sind getrieben vom Zensor der Massen – wollen gut ankommen und niemals sie selbst sein. Der alte Schmerz schreckt sie ab. Er darf sich nicht zeigen im Spiegel zugewandter Augen, und so spielen sie das Spiel, das Kreise zieht, ohne sie je zu schließen.
Sie wählen frei, vor sich selbst davonzulaufen, damit auch alle anderen sie nie wirklich meinen könnten. Sie fürchten die Einsamkeit wie der Teufel das Weihwasser, und so lernen sie niemals den Frieden kennen – erschaffen Drama und Chaos um sich herum, weil sie sich vor ihm fürchten.
Gierige Blicke suchen im Außen und würden das verstofflichte Sein nur vergegenständlichen. Bleib einfach Du! Scher Dich nicht um das, was sie denken! Das kümmert die Engel, nicht Dich… keine Seele könnte von Menschen gerettet werden. Dies ist Angelegenheit der Hüter des Lichts und ohne den freien Willen nicht machbar. Wer ruft, muss wählen, um zu heilen.
Du kannst für sie beten. Aber wichtiger ist, dass Du die Wunder an Deinem Wegesrand weiterhin schätzt und Dich leise an ihnen erfreuen kannst.
Ist es nicht ein Wunder, dass Du hier bist? Ja, das ist es! Also los, sei das Wunder! Dafür musst Du nicht verstanden oder interpretiert werden. Du kannst ein Wunder sein, ohne dass irgendwer es überhaupt bemerkt.
Dann bist Du selbst das Leben, und das Leben ist kostbar.
Du bist kostbar!