Der Schlüssel ist das Gefühl

Die Ursache dafür, dass Männer kontrollsüchtig werden und das ganze System mit Macht gelenkt wird, warum die pornografisierte Unterwerfung der Frau den Männern dabei hilft, ihre inneren Konflikte und den damit verbundenen Druck zeitweilig loszuwerden, warum Suchtmittel/Substanzen und andere abhängig-machende Dynamiken über entfremdende Beschäftigungen wie Arbeitssucht, Bingewatching und Gamingsucht ihnen dabei helfen, seelischen Druck und Gefühle ins Unbewusste zurückzudrängen, wird hier famos von einem Mann beschrieben, der an seiner eigenen Heilung gearbeitet hat:

wie man den Mann in die Verdrängung brachte

Man kann sich das vorstellen wie eine Besetzung. 

Selbst Religion und Spiritualität können zu einer Sucht werden, weil man eine Instanz im Außen benötigt, um die Verantwortung und die Konfrontation mit den inneren Schatten zu meiden, indem man versucht „das Ego“ zu überwinden, also nur jene Aspekte an sich zu betrachten, die in der Gemeinschaft akzeptiert und begrüßt werden, während man den eigenen Schatten verdrängt.

Das transgenerative Trauma ist ein harter Brocken. Man muss die seelische Reife erreicht haben, sich ihm zu widmen. Aber wenn wir uns als Gemeinschaft dazu entschließen würden, wäre es definitiv einfacher. 

Die inneren Kinder benötigen genau so viel Aufmerksamkeit, wie sie selbst bestimmen. 

Die Heilung kann nicht in einem abgesteckten Raum entstehen. Man muss dafür offen sein, den Prozess geschehen zu lassen, der in eine radikale Veränderung führen kann.

Nur weil wir Verständnis mit dem inneren Kind eines Menschen haben, der in diesen Vermeidungsmechanismen feststeckt und so andere manipuliert und verletzt, heißt das nicht, dass wir dieses Verhalten akzeptieren, dulden, tabuisieren oder sogar beklatschen sollten.

Die einzige Möglichkeit, das kollektive und individuelle transgenerative Trauma zu heilen, ist die Konfrontation damit. 

Erst wenn wir das Problem erkennen, können wir ausformulieren, was wir stattdessen möchten. Erst dann können wir Ziele formulieren und uns darauf zubewegen – individuell wie kollektiv.

Erst dann werden wir frei und erwachsen, da wirklich selbstbestimmt sein.

Als Nächstes möchte ich noch diesen Film mit Euch teilen, um das transgenerativ weibliche Erleben dagegen zu stellen.

Männer waren über einen langen Teil der Geschichte hinweg eine potentielle Gefahr für Frauen. Diese haben Dinge über sich ergehen lassen und geschwiegen, wenn sie eigentlich hätten sprechen müssen, um überleben zu können, wo sie nicht geschützt und ihre Bedürfnisse und Grenzen ignoriert bzw. übergangen wurden. Um heilen zu können MUSS es gesellschaftlich willkommen sein, dass Frauen endlich aussprechen, wie sie sich fühlen, wenn sie von der oben beschriebenen verdrehten Männlichkeit verletzt werden. Je mehr Frauen heute transparent mit diesem Schmerz umgehen, desto größer wird die kollektive Wahrnehmung für das Problem sein, denn – wie der Herr oben im Video richtig festellt – dieses Problem erzeugt Trauma.

In folgendem Video hat sich ein Mann in eine Frau hineinversetzt, die ihre eigenen Ängste verdrängt, um sich in der heutigen Zeit nicht einer gewissen Schublade zuordnen zu müssen, egal ob sie da in Wirklichkeit hineingehört oder nicht.

Frau im Fahrstuhl mit einem fremden Mann.

Ihre zellulär abgespeicherte Intuition warnt sie, doch sie geht gegen ihr eigenes Gefühl, leugnet ihre Angst und setzt sich der Situation aus, um nicht geframed zu werden.

In wieweit meiden Frauen mittlerweile gewisse Orte und Unternehmungen grundsätzlich – gesetzt den Fall, dies ist überhaupt möglich – um mögliche Gefahren auszuschließen? Und wie oft reden sie nicht einmal darüber?

Lebt eine Frau wirklich in Freiheit, wenn sie sich selbst freiwillig einschränkt und zum Schweigen bringt, um den sozialen Vorgaben entsprechen und zugleich ein Mindestmaß an Sicherheit für sich selbst erwirken zu können?

Wie oft wünschen sich Frauen mittlerweile, lieber gar nicht erst wahrgenommen zu werden, verstecken ihre weibliche Präsenz und Kraft, um nicht in den Fokus potentieller Manipulateure oder gar Angreifer zu geraten? Meine Vermutung: häufig.

Auch der Wunsch, das eigene Herz zu schützen, kann eine Frau dazu bewegen, sich selbst zu sanktionieren und für sich zu bleiben, weil sie nicht weiß, wem sie überhaupt noch vertrauen kann.

Wir haben eine Menge aufzuarbeiten, zu integrieren und zu wandeln. Und ohne die authentischen Gefühle und das Mitgefühl wird das nichts werden.

Also, raus aus der Vermeidung!!!!

Das wahre Heldentum, das unsere Welt jetzt braucht, lebt in Männern, die ihre inneren Baustellen angehen und eine seelische Intimität zu sich selbst aufbauen, damit sie nicht mehr vor sich selbst weglaufen müssen und die emotionale Kapazität erlangen, einer Frau nicht nur einen sicheren Rahmen zu geben, sondern auch in Erfahrung bringen zu wollen, was sie braucht, um ihre Kraft so mit ihm zu teilen, dass sie dabei nicht ausblutet, sondern wachsen und erblühen kann. Der Duft dieser Blume macht ihn nämlich so stark, wie er es ohne sie niemals sein könnte. Doch eine Frau, die ihren Mann wirklich liebt, zwingt ihn in die Konfrontation und in die Selbstverantwortung, um ihn in seine Potenzialentfaltung zu geleiten. Sie lässt ihn nicht in der Komfortzone, in der Verdrängung, erst recht, wenn es ihr schadet, ihn in seinen Vermeidungsmechanismen zu lassen. Ihre Liebe trägt ihn zu seinem höchsten Guten. Auch auf die Gefahr hin, dass er sich dann einer anderen zuwendet, die weniger fordert, denn sonst würde sie selbst in den Stillstand gezwungen.

Eine gesunde Beziehung ist keine Bremse, sondern ein Gaspedal. Sie fördert die Entwicklung und bereichert unser Leben. In so einem Geben und Nehmen können männliche und weibliche Energien wie ein Treibstoff für das innere Licht fungieren, das sich im Spiegel des anderen potenziert. Wachstum funktioniert nur über die Veränderung, nicht über die Bequemlichkeit, die oft mit Sicherheit verwechselt wird.

Liebe ist ein Tu-Wort.

Diese Art von Beziehung müssen wir unseren Kindern vorleben: wo nichts unter den Teppich gekehrt wird – wo Ehrlichkeit, Vertrauen und Verständnis selbstverständlich sind und Raum für jedes Gefühl gegeben wird.