Wir müssen den Glauben an das Gute im Menschen aufgeben, wenn wir es mit Personen zu tun haben, die bereit dazu sind, uns zu objektifizieren und unseren guten Mut im Herzen gegen uns auszuspielen.
Zugleich dürfen wir den Glauben an das Gute im Menschen bewahren und jenen schenken, die sich für das Richtige einbringen, wahrhaftig sind und die Liebe nicht nur auf der Zunge tragen, sondern sie auch leben.
Wie unterscheiden wir aber die einen von den anderen, wenn jene, die Objektifizierung und Raubbau an der Seele anderer betreiben, sich auch für das Richtige einbringen? Denn solche gibt es. Warum? Dort, wo Menschen sich für die Freiheit und die Würde einbringen, um das beseelte Leben und die Ethik zu verteidigen, sind die Aufopferungswilligen zugegen. Sie sind es, die gejagt werden, da ihre Energie die wertvollste Währung darstellt.
Wer bereit dazu ist, sich mit ganzem Herzen für die Wahrheit geradezumachen, um der Liebe, die der Welt verlorenging, wieder Raum zu verschaffen, muss sein Herz zugleich behüten und seinen Tempel streng bewachen, denn sonst wird ihm der Lebensmut gestohlen.
So stellen die Hüter des Lichts stets die hehren Worte neben die Taten und beobachten zugleich, ob sie tatsächlich wertschätzend behandelt werden. Es braucht Zeit, um die Lügner von den Aufrechten zu unterscheiden.
Wurde ein Herz so sehr gebrochen, dass es die Freude am Schlagen verliert, hilft manchmal nur noch die Kunst und der Glaube an das Gute im eigenen Kern. Und genau dort muss man wässern und hegen und pflegen, die Müdigkeit halten und den Frieden bewahren. Nur so kann die Hoffnung verteidigt werden. Sie ist unsere schärfste Klinge im Kampf gegen das Böse.