Viele Menschen arbeiten hart, um ihre Stabilität zu spüren. Jedoch ist der größte Fleiss im Tun nicht selten nur die Vermeidung des Seins. Denn im Sein beginnt die innere Arbeit. Im Sein beginnen wir, zu fühlen. Im Sein weinen wir all die Tränen, die wir im Tun einst weggedrückt haben.
Erst wer das Sein in sich selbst stabilisiert hat, kann herausfinden, was er aus sich selbst heraus tun mag, was wirklich von Bedeutung ist, und mit wem er zusammenarbeiten kann.
Wer im Tun das Sein vermeidet, kann nicht eine einzige richtige Entscheidung treffen. Nicht eine. Wer für Lob und Bewunderung ins Tun kommt, tut nicht das Rechte. Wer sich mit anderen verlinkt, um das Sein zu steuern, hat es nie geteilt.
Wer vor dem Schmerz in die Geschäftigkeit flüchtet, macht vielleicht gute Geschäfte, ist aber nie glücklich darüber. Es fehlt ihm an Sinn, da seine Sinnlichkeit keine Tiefe kennt.
Wer nicht fühlen will, versteckt sich vor sich selbst und spürt die Wahrheit seines Herzens nicht. Der ist benommen und kann Nähe nicht ertragen.
Jeder Mensch kann sich selbst erwählen und in sich ankommen. Dafür braucht es nur die Bereitschaft, zu fühlen, ohne zu bewerten.
Jeder Mensch kann zu jeder Zeit sich selbst befreien und einfach nur zu dem stehen, was da ist.
Jeder kann die Selbstverleugnung überwinden und wirklich authentisch sein. Immer… und immer wieder… und für immer.
Er wird dafür keine Vorhersehbarkeit erwarten. Nur Frieden und Klarheit.