Jeder Mensch, der Dir im Leben begegnet und viel bedeutet, ist entweder ein Wegweiser in die Vergangenheit und/oder in die mögliche Zukunft hinein. Jeder ist eine Tür, aber nicht an jeder Pforte hängt ein Schild mit der zutreffenden Bezeichnung. Manchmal lockt Dich ein Versprechen in ein Haus hinein, das nicht mehr als einen Platz in der Besenkammer für Dich übrig hat.
Hast Du die traumabasierten Themen Deines Familienstammbaums konfrontiert und gelöst, wirst Du jemanden, der Dich in destruktive Muster und Drama mit hineinziehen möchte, intuitiv erkennen und Distanz herstellen. Dann behütest Du Deine Perle und vermeidest es, über die Schwelle zu treten oder Zugang zu Deinem eigenen heilsamen Raum zu gewähren. Nicht jeder verströmt eine Energie, die Deinem Umfeld gut tut und eine klare Essenz einbringt.
Selbst wenn es in der Menschenwelt, wie sie jetzt ist, niemanden mehr gäbe, der zu einer gesunden Beziehung fähig wäre, erschiene Dir ein Leben ohne Anhang lebenswerter als eines, das Dich in ein Chaos ungeklärter Beziehungsdramen hineinzieht, Dich von Deinem Pfad und Deinen Aufgaben ablenken und Dein inneres Kind verletzen und zurückwerfen würde.
Jede neue Verbindung ist eine Tür, hinter der entweder eine große Lernaufgabe darauf wartet, dass Du sie endlich löst und Deinen Selbstwert erkennst, oder eine vollkommen neue Zeitlinie, die Deine Belohnung für all die bisher bestandenen Lektionen ist.
Manchmal verkleidet sich Variante Eins – die Person im Spiel ohne einen Willen zur Veränderung – als Variante Zwei – der beseelte Mensch mit dem Mut, eine positive Vision umzusetzen. Tritt ein Mensch als eine Zwei in Dein Leben, hat aber nicht den Mut zu träumen, ist er ein Hochstapler. Vielleicht erkennt sich Variante Zwei auch selbst nicht, weil der Betreffende von Menschen umgeben ist, die einen negativen Einfluss auf sein Ego nehmen und die Sicht dieses Menschen auf andere – also auch auf Dich – verzerren. Doch wer sich selbst nicht erkennt, wird auch Dich nie wahrnehmen , geschweige denn lieben können. Umgekehrt ist es genauso: Eine maskierte Eins, die niemals mutig genug für jene Liebe ist, die den Sprung in die neue Zeitlinie ermöglicht, könnte auch von sehr vielen Menschen als eine Zwei interpretiert und illusorisch verkannt werden. Der kollektive Sog der Verkennung ist sozial ansteckend und kann auch Dich blenden.
Deshalb ist es so wichtig, niemals dem ersten Blick des einordnenden manipulierbaren Verstandes zu vertrauen, sondern immer das Herz und die Intuition zu befragen, wenn jemand an DEINE Tür klopft.
Auch Du bist entweder eine Lektion oder eine neue Welt für jemanden, dessen Weg die höheren oder die niederen Mächte mit Deinem kreuzen wollen.
Das Ego mit seinem kognitiven Kontrollzwang kennt nur die alte Welt. Aber Dein Herz ist offen für die Weite einer anderen, einer neuen Dimension, in der es schon jetzt möglich ist, das Wachstum des Seelenbaums nicht nur mit Schmerz zu düngen, sondern auch mit Freude und tiefer Erfüllung zum Erblühen zu bringen.
Wir leben in Zeiten, in denen sich die meisten Menschen auf die alte Welt beziehen und nicht ins Unbekannte gehen möchten. Den einen hapert es an Mut und Phantasie, und den anderen mangelt es an Gleichgesinnten und einem Umfeld, das ihnen erlaubte, ihre Liebe offen zu zeigen und eine neue Realität zu kreieren. In beiden Fällen ist es nötig, dem Leben selbst nicht die Tür vor der Nase zuzuschlagen, wohl aber jenen, die Dir Energie rauben und Dich jederzeit verraten würden, sobald sie Dich nicht mehr täuschen und sich an Dir bereichern können. Die schicksalhaften Momente klingeln Sturm, wenn die Masken der karmischen Blender fallen. Und dann entscheidest Du: schließt Du diese Tür hinter oder vor Dir? Bleibst Du stehen und verkümmerst, oder stellst Du Dich der tatsächlichen Wahrheit, trittst aus der Vergangenheit ins Jetzt hinein, konfrontierst den Kummer des Loslassens und klärst Deinen eigenen Raum von jeder Anhaftung an eine Täuschung? Jede Illusion, die Dich von der freien Wahl eines anderen abhängig macht, raubt Dir die Freiheit Deiner Seele.
Ja, wir haben immer mindestens zwei Anteile in uns und zwar zum Einen die systembezogene und abhängige Person und zum Anderen den beseelten Menschen, der seine wahre Identität erkennen und sein Potenzial entfalten möchte und unbedingt sollte. Wie weit Version Zwei auf dem bisherigen Lebensweg schon vorangekommen ist, spielt keine Rolle, solange der Mensch sich von Version Eins nicht den freien Willen rauben lässt.
Das Allerwichtigste ist die Fähigkeit, durch die Tür zu gehen, die uns nicht zurückwirft, sondern nach vorne bringt. Diese Fähigkeit ist unser Geburtsrecht und die Bedingung dafür, dass wir unser Leben auch konstruktiv nutzen, egal wieviele Lektionen schon hinter uns liegen und uns möglicherweise auch erschöpft haben. Wer sich von all den Einsern blenden lässt, wird freiwillig vom Weg abgebracht. Wer dagegen solche Leute gehen lässt und geduldig notfalls auch allein weiterzieht, kann rein theoretisch schon morgen auf Türen stoßen, die ihm seinen wahren Selbstwert spiegeln und authentisch sind: in einer maskenfreie Zone!
Jeder Mensch, der uns begegnet, ist entweder eine Chance oder eine Reflexion einer fehlenden Selbstliebe. In einer Welt, die die Menschen narzisstisch prägt und dafür geschaffen wurde, die Lebenszeit vieler in einen Profit für wenige zu verwandeln, und mit künstlichen Identitäten lockt, sollten jene von uns, die frei sein und wahre Liebe lernen und erfahren möchten, sich dafür rüsten, jederzeit enttäuscht zu werden.
Zu viele Fallen wurden aufgestellt. Zu viele maskierte Agenten wurden ausgesandt, um Deinem Seelenanteil seinen freien Willen zu rauben, indem sie Deinem Ego verkaufen, das die induzierte Wahl die richtige wäre. Es ist ein Labyrinth auf mehreren Ebenen, und jene, die sich lieber fügen und in alten Mustern stecken bleiben wollen, weil ihr identifizierter Verstand sich darin sicher fühlt, halten ihre Wirklichkeit für die einzig mögliche und urteilen über andere, die sich daraus verabschieden möchten. Sie erlauben sich diese Selbstüberhöhung, weil sie in der Mehrheit sind. Man hat Ihnen eingegeben, dass ihre Zugehörigkeit zum Personenkollektiv ihnen das Recht dazu gäbe, ihre Sicht auf die Realität anderen aufzuzwingen. Weil der kollektive Rechner ein Betriebssystem hat:
In der Matrix da draußen wird nicht das System vom Benutzer programmiert, sondern der Nutzer vom System. Und solange er sich dessen nicht bewusst wird, ist er in der Dimension gefangen, in der die Mehrheit daran glaubt, dass die freie Entscheidung des Einzeln davon abhinge, ob sie von den anderen befürwortet wird.
Es gibt Begegnungen mit Menschen, die das göttliche Potential dazu besitzen, auf eine höhere Zeitlinie zu wechseln. Ihre Seelen strahlen hell, selbst durch die mächtigste Maskerade hindurch. Doch wenn ihr Ego einen sekundären Krankheitsgewinn aus erlernten destruktiven Mustern zieht und sich selbst dazu ermächtigt, Deine Seele für den eigenen Komfort, die selbstverleugnende Vermeidung oder das matrixbezogene Vorankommen zu opfern, musst Du bereit dazu sein, Deinem Herzen den Wunsch nach Verbindung zu verweigern. Du darfst den gemeinsamen Raum jetzt und hier verlassen, denn er ist ein Gefängnis. All Deine investierte Energie, all Deine Liebe und Zuwendung, all die gemeinsamen Träume müssen zurückgelassen werden, um Deine Seele zu retten und nach vorn zu sehen. Dieses Loslassen kann eine lange und schmerzhafte Zeit in Anspruch nehmen, die die tiefsten Wunden aus der Vergangenheit neu aufreißen kann. Und doch ist jeder Tag, den Du nun Dir selbst und Deiner Heilung schenkst, wertvoller als eine Sekunde, die jemand anderes aus Deinem Continuum raubt, indem er Dir etwas Gemeinsames verspricht, das nur einseitig – und zwar durch Dich – genährt würde. Brenne nicht aus, um fremde Kerzen zum Leuchten zu bringen. Sie sind bereit dazu, Dich aus einer kontrollierenden Distanz heraus beim Weinen zu beobachten. Sie werden Dir dafür hunderte Gründe nennen, die Deinen Verstand vertrösten und verwirren sollen, aber Dein Herz nicht verstehen wird. Worte gelten auf der höheren Zeitlinie gar nichts, wenn der Wille, die Liebe und der Drang der Seele fehlen, sie auch umzusetzen.
Um das Potenzial Deiner Seele zu heben und den Flur der Wunder zu beschreiten, ist es unerlässlich, Dir einzugestehen, wenn Du Dich täuschen lassen und Deine Liebe umsonst investiert hast. Egal, wieviel Lebenskraft und Träume die Agenten Dir bereits genommen haben, vertraue darauf, dass die Heimat Deiner Seele unendlich viel davon für Dich bereit hält und Dich aus jedem Verlies befreien kann. Jeder neidische und böse Blick prallt an Deiner konvexen Schützhülle ab und wird zu jenen zurückgeschleudert, die Dir Deine Liebesfähigkeit und Deinen Mut nicht gönnen oder Dir diese gar nehmen wollten, weil ihr Narzissmus bereits sadistische Züge annimmt. Der Hass, den sie Dir entgegenbringen, ist eigentlich nur die Wut auf sich selbst und auf das Gefängnis, in dem ihr Ego freiwillig verweilt.
Entscheide Dich an jedem neuen Morgen dazu, die Tür Deiner eigenen neuen Wirklichkeit zu öffnen – egal wie unbequem und unbekannt es sich auch anfühlen möge. Weine alle Tränen und erkenne ungefiltert jedes Spiel, in das Du unfreiwillig hineingezogen wurdest, weil jemand Deine Seele getäuscht hat, um sich an Deinem Lebensodem zu bedienen.
Warte nicht auf jemanden, mit dem Du Dich verbunden fühlst, wenn seine systembezogene Person nicht durch das Tor der Möglichkeiten gehen will. Wenn ihr füreinander bestimmt seid, wird auch er erwachen und rechtzeitig seinen Weg zu Dir finden. Jeder kann nur selbst die Entscheidung treffen, den einen oder den anderen freien Willen zu nutzen…
Wer der Liebe und dem Leben von morgen nicht ergeben ist, wird freiwillig und weiterhin am gestrigen Spinnennetz weben, sich mit anderen Webern verknüpfen und den Komfort seiner Identifikation mit dem Ausformulierten den Möglichkeiten des neu zu Definierenden vorziehen.
Eine Eins kann immer zu einer Zwei werden, aber nie über sich selbst hinauswachsen, wenn sie nicht lernt, den freien Willen ihrer Seele vom freien Willen ihrer Person zu unterscheiden und dann die Freiheit der Seele zu wählen.
Das System belohnt immer die Einser, weil es von den Profiteuren gelenkt wird. Die höhere Dimension belohnt die Zweier, denn nur sie wechseln die Ebene, gelangen dorthin, wo das Träumen erlaubt ist und die Realität bestimmt. Nur sie finden ihre wahren Gefährten und ihre Bestimmung. Nur sie heben ihr seelisches Potenzial.
Weder die Einser noch die Zweier sind bessere Menschen. Sie unterscheiden sich nur durch ihr Bewusstsein und können nicht miteinander glücklich werden, weil sie das Glück und auch die Liebe vollkommen anders definieren.
Die größte Lektion für die Zweier ist, dass sie den freien Willen, den sie für sich selbst einfordern, auch den Einsern lassen müssen. Niemand hat das Recht dazu, jemand anderem seine Lebenswirklichkeit aufzuzwingen, jeder hat jedoch das Recht dazu, die eigene gegen das Aufzwingen der anderen zu verteidigen.
Der freie Wille der Seele ist das höchste Gesetz des Universums, und dieses gilt in allen Dimensionen außer in der Hölle auf Erden, in der man dem Verstand einreden will, es gäbe die Seele nicht.
Wir müssen niemandem etwas einreden. Wir dürfen jedem sein eigenes Tempo gestatten. Wann immer Menschen die Dimensionen wechseln, liegt nicht in unserer Hand. Wir können alle immer nur uns selbst verändern.