
Vor ein paar Tagen habe ich von ihm geträumt und mir einen Talisman gegönnt, der ab nun mein kostbares Herz behütet.
Mein Phönix ist weiß, so wie fast alle Tiere in meiner Buchreihe. Der Traum war ein besonderer. Wenn ich daran denke, spüre ich noch immer, wie geborgen ich mich fühlte und die Schwere meiner Traurigkeit über den Zustand der Welt aufgefangen wurde, als ich mich von seinen Federn umrahmen ließ und mich ausruhen durfte.
Die Phase der Rast und geistigen Klärung ist bald vorbei, meine lieben Seelengeschwister.
Es wird nun Zeit, die Flügel auszubreiten und den guten Traum zu leben. Für mich bedeutet das, mich zu trauen, unter Zeugen zu malen. Dies ist ein großer Schritt für mich, da dies bislang immer mein ganz privater Raum war, so wie der Proberaum beim Singen. Doch das Heilsame, das mir den Frieden schenkt, wenn der Aquarellstift dem Papier ein Flüstern entlockt und dann der Pinsel das Wasser aufträgt, um die Farben in ein Leuchten zu verwandeln, muss hinaus in das kollektive Feld strahlen und meinem inneren Kind die Berechtigung geben, sich so zu zeigen, wie es wirklich ist.
Ich freue mich darauf, auch wenn mir zugleich noch mulmig ist, diesen Schritt zu wagen. Der liebe Gott und Mama Gaia behüten mich. Sie werden den Prozess lenken und meiner Seele ihren berechtigten Platz zuweisen.
Ich freue mich, wenn ihr mir gute Gedanken sendet. Das bedeutet mir viel. Und wer weiß, vielleicht kann ich Eure inneren Kinder ja mitreißen, auf dass auch sie sich trauen – offen und voller Urvertrauen – das zu tun, was sie lieben…
Bis jetzt, Eure Lina