Wenn das Glöckchen bimmelt

Narzissmus in Beziehungen erklärt

 

Gibt es das oder nicht? (Narzissmus) – oder stimmt es, was einige Influencer behaupten, dass alle Menschen, die uns begegnen, nur uns selbst spiegeln?

Ist dieses Phänomen immer die Folge von Kindheitstraumata oder nicht?

Ich habe Gemini gebeten, mir eine Zusammenfassung zu übersetzen:

„Narzisstischen Missbrauch und sein Wesen verstehen

Narzissischer Missbrauch ist oft absichtlich, kalkuliert und zutiefst zerstörerisch. Er kann Einzelpersonen erheblichen Schaden und Leid zufügen – im Gegensatz zu der Vorstellung, es handle sich lediglich um eine unbewusste Verletzung oder die Folge einer Trennung (37s).

Die Vorstellung, dass Narzissmus allein durch ein Kindheitstrauma entsteht, ist ein Mythos. Die Forschung legt nahe, dass Narzissmus auch biologische Wurzeln haben kann. Einige Personen weisen eine biologische Grundlage oder ein Persönlichkeitsprofil auf, das sie anfällig für diese Entwicklung macht (51s).

Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine übermäßige Investition in das eigene Image auf Kosten des wahren Selbst gekennzeichnet ist. Dies führt zu schädlichem Verhalten gegenüber anderen. Narzissmus ist nicht nur das Ergebnis von Umwelteinflüssen, sondern hat auch biologische und genetische Komponenten (10m9s).

Narzissten haben ausschließlich an ihrem Image gearbeitet. Dies kann für die Betroffenen ihres Verhaltens zu weiterem Schaden führen: Therapeuten raten Opfern unter Umständen dazu, dem Narzissten beim Heilen zu helfen oder in der Beziehung zu bleiben. Das führt oft dazu, dass Betroffene länger in der Dynamik verharren und mehr leiden (11m3s).

Die Motivationen und das Verhalten von Narzissten

Narzissten werden von dem Wunsch angetrieben, ihr Image aufrechtzuerhalten und nicht erwischt zu werden, anstatt Reue oder Schuldgefühle für ihre Taten zu empfinden. Sie betreiben einen enormen Aufwand, um andere zu manipulieren und ihre Fassade zu wahren (18m57s).

Für viele Menschen ist es schwer zu akzeptieren, dass es Personen gibt, die absichtlich schädlich und ausbeuterisch handeln. Es widerspricht der Vorstellung, dass alle Menschen unschuldig geboren werden und sich durch Umwelt und Erziehung verändern lassen (16m30s).

Die Auswirkungen narzisstischer Beziehungen auf den Einzelnen

Eine Beziehung mit einem narzisstischen Familienmitglied aufzubauen oder zu führen, kann schwierig sein. Sie kann zu einer Dysregulation des Nervensystems, zu einem dauerhaften Überlebensmodus und zu Angstzuständen führen. Es ist wichtig, die eigene Resilienz und das eigene Temperament zu berücksichtigen, wenn man entscheidet, ob man eine solche Beziehung aufrechterhalten möchte (20m40s).

Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz fällt es oft schwerer, Beziehungen mit Narzissten zu tolerieren, da Narzissten eigennützig agieren und nicht an Gleichberechtigung glauben (21m26s).

Grenzen zu setzen oder den Kontakt zu einem narzisstischen Familienmitglied oder Partner komplett abzubrechen (No Contact), kann ein Akt der Selbstachtung sein, da es das eigene Wohlbefinden und die eigene Sicherheit in den Vordergrund stellt (22m46s).

Narzisstisches Verhalten in Beziehungen erkennen

Um narzisstisches Verhalten zu identifizieren, sollte man auf einen Mangel an Zusammenarbeit, Problemlösungskompetenz, Selbstkorrektur und Selbstreflexion in der Beziehung achten. Dies sind Kernindikatoren für narzisstische Tendenzen (25m39s).

Narzissten können dafür sorgen, dass sich andere schrecklich fühlen, indem sie deren Selbstwertgefühl systematisch absaugen. Sich über lange Zeiträume in der Nähe eines Narzissten aufzuhalten, kann zu chronischer Erschöpfung (Fatigue) und einem geringen Selbstwertgefühl führen (30m46s).

Die psychologischen Folgen langfristiger narzisstischer Belastung

Menschen, die in der Vergangenheit narzisstischen Missbrauch erlebt haben, interpretieren Signale in neuen Beziehungen manchmal falsch. Die Aufarbeitung des vergangenen Traumas kann jedoch helfen, diese Fehlschlüsse zu verhindern und andere wieder realistischer wahrzunehmen (31m38s).

Narzissten können sich an verschiedene Umgebungen anpassen und ihre Grandiosität (Größenwahn) auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck bringen. Das zugrunde liegende Merkmal der Grandiosität – also der aufrichtige Glaube an die eigene Überlegenheit – bleibt jedoch immer konstant (37m21s).

Die gesellschaftlichen und institutionellen Folgen von Narzissmus

Wenn Narzissten an die Macht gelangen, können sie Organisationen und Institutionen erheblichen Schaden zufügen. Da sie nicht an Gleichheit glauben und unfähig zur Zusammenarbeit sind, führt dies zu einer destruktiven und potenziell selbstzerstörerischen Situation (40m22s).

Der Prozess des Verlassens einer narzisstischen Beziehung

Sich aus einer narzisstischen Beziehung zu befreien, ist oft mit Schmerz und Unsicherheit verbunden. Es erfordert eher Mut (Courage) als reines Selbstvertrauen oder Tapferkeit, die Entscheidung zum Gehen zu treffen – insbesondere dann, wenn man sich unsicher fühlt und von Schuldgefühlen geplagt wird (41m35s).

Der Wiederaufbau des eigenen Kern-Überzeugungssystems und die Wiederherstellung des Selbstwertgefühls sind entscheidend, um von narzisstischem Missbrauch zu heilen. Dieser Prozess kann zu mehr Selbstvertrauen, Dankbarkeit und einem stärkeren Ich-Gefühl führen, sodass Betroffene wieder lernen, sich selbst und anderen zu vertrauen.“


Ich widerspreche nur an einer Stelle: Sich perfekt in die Gesellschaft einfügen zu können, ist nicht unbedingt ein Hinweis auf seelische Gesundheit (darauf, dass man nicht narzisstisch ist). Er sagt, Systeme zerbröselten irgendwann unter der Unfähigkeit von Narzissten, zu kooperieren. Aber wenn das Kollektiv selbst narzisstische Muster aufweist und das Kollaborieren über das individuelle Bedürfnis der Seele gestellt wird, ist das auch ein falsches Ideal. 

Systeme müssen aus sich selbst heraus optimierbar sein, weil alle Beteiligten bereit dazu sind, zu wachsen und das zu heilen, was bereits durch narzisstische Muster geschädigt wurde. Und das ist ist leider ja sehr komplex. Deshalb schauen auch so viele Leute lieber weg…

Für mich ist letztlich alles ganz leicht zu erkennen, wenn ich weiß, wonach ich Ausschau halten muss, um mich zu schützen: in meinem Gefühl und in der Sprache meines Körpers (in meiner Intuition).

Wenn ich mich ausgeliefert oder bedrängt fühle, durcheinander bin und mir Kommunikation verweigert wird, jemand oder eine Gruppe von Menschen keinerlei Interesse am seelischen Bedürfnis hat, wenn es von der Regel abweicht oder der Erwartung widerspricht, kann sowohl ein Kolkektiv als auch ein einzelner Mensch mir in meinem Individuationsprozess schaden. Lasse ich mich darauf ein, bleibe ich freiwillig unfrei. Ich trage dafür die Verantwortung. Gebe ich dem Druck nach, bestätige ich den kollektiven Sog, selbst wenn dieser meiner seelischen Bestimmung gar nicht förderlich ist. Das weiß ja nur meine Seele. Niemand hat das Recht, sie für mich zu deuten.

Und um das Folgende ging es in dem Podcast auch: Reden wir vom Selbst oder vom Ego?… Ich frage mich selbst auch ehrlich: möchte ich tatsächlich Individuation – also mein wahres, beseeltes Ich freilegen – oder will ich nur einer Vorstellung entsprechen – ein Image stärken, das andere dann bewundern sollen? Letzteres ist die beste Voraussetzung für Überanpassung und wird systemisch belohnt. Aber für mich ist das nicht unbedingt erstrebenswert, denn der Preis dafür wäre das Heroisieren einer mangelnden Selbstliebe oder gar ein Hinweis auf Narzissmus.

Sehr wahrscheinlich begünstigt die hierarchische Denkweise auch den Ausbau narzisstischer Tendenzen, weil das Vergleichen und das Über-Anderen-Stehen-Wollen für Anerkennung und Geld impliziert, BESSER sein zu wollen als andere, anstatt auf Augenhöhe zu harmonieren. Deshalb misstraue ich dieser Hierarchie und beobachte auch mich selbst darin kritisch.

Das System selbst ist in Teilen bereits narzisstisch. Die Seelen der Menschen leiden darin zunehmend. Deshalb sollte man nicht immer auf das Individuum allein schauen und sich auch nicht wegen einer temporären Irritation vom Blick auf das Ganze ablenken lassen.

Zuschreibungen allein helfen uns sowieso nicht. Für mich gibt es zwei Kategorien von Menschen: die einen lieben von innen nach außen, und die anderen von außen nach innen. Die einen wollen dazulernen, und die anderen wollen das nicht. Die einen sind bereit dazu, den Status Quo zu hinterfragen und Dinge konstruktiv zu wandeln, und die anderen leugnen die Probleme, gaslighten jene, die betroffener sind als sie, und schieben jedwede Verantwortung anderen zu. Die einen suchen nach Lösungen für innere Konflikte, denen sie sich stellen. Die anderen suchen die Bestätigung in der Gruppe und bedienen die Muster, ohne sie infrage zu stellen.

Schaut Euch an, wie degenerativ das System bereits geworden ist und wie folgenschwer die Entscheidungen der Mächtigen sein können…

Dieses System hat eigentlich Sicherheitsanker für Krisenzeiten implementiert, die den Souverän sogar dazu verpflichten, Widerstand zu leisten, wenn Macht missbraucht wird. In der Coronazeit haben Uniformierte auf friedliche Bürger eingeprügelt, weil sie an der frischen Luft für ihre freiheitlichen Grundrechte demonstriert haben. Menschen, die mutig genug waren, Fragen zu stellen und gegen Nötigung, Dämonisierung, Ausgrenzung und für einen offenen wissenschaftlichen und demokratischen Diskurs einzustehen, wurden nicht nur existenziell benachteiligt, sondern auch mit Zersetzung destabilisiert. Das politische Instrument, um Compliance zu erzwingen, war die Angst – sie wurde in alle politischen Lager eingebracht.

Immer öfter werden nun Kritikern sogar ohne Angabe von Gründen ihre Bankkonten gekündigt. Die Botschaft ist klar: „Willst Du nicht wie wir, löschen wir Dich existenziell aus.“ 

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung ist genauso out wie ein politisches Bemühen darum, Konflikte in Verhandlungen zu lösen, anstatt Menschen als Kanonenfutter zu missbrauchen.

Man soll keine Möglichkeit mehr haben, offen zu protestieren und Transparenz einzuklagen. Die Seelen der Menschen werden medial in die Ohnmacht hineingetrieben. Das pure Grauen liegt seit den Epsteinakten offen, doch die Namen der mächtigen Täter bleiben weiterhin geschwärzt. Man führt den Weltenbürger vor.

Von oben ist nicht zu erwarten, dass Steuergelder in das Wohl der Menschen investiert würden. Die Gesellschaft muss selbst die Verantwortung für ihre psychische Gesundheit und die Zukunft ihrer Kinder übernehmen und dazulernen – vereinfachende Verabredungen, die das Gemeinschaftliche abflachen, in die Tiefe hinein ausweiten…

Alles, was bislang als normal oder neunormal galt, muss auf den Prüfstand, denn es hat zur aktuellen Lage geführt…

Wir tendieren dazu, diejenigen als zu schwach zu rahmen, die geltende Geflogenheiten schlecht oder gar nicht adaptieren können – sprich, sich nicht anpassen zu können. Ich bin der Meinung, dass genau dieses Framing Gruppen und auch ganzen Gesellschaften gefährlich werden kann, weil es die Seismografen ausschaltet – jene, die feinfühlig genug sind, um die Folgen von Massenhypnose und Manipulation intuitiv zu erspüren. Die Zarten sind manchmal extrem wichtig für die Einschätzung unser aller pyramidal gelenkter Wirklichkeit…

Unser Kollektiv hängt in einer Starre fest, weil es den Narzissmus im System leugnet. Das tut es, weil es sich an ihn gewöhnt hat, um die Logistik zu vereinfachen und währenddessen zu verdrängen, was Heilung braucht. Die Mehrheit ist sich über ihren sekundären Krankheitsgewinn nicht bewusst, weil sie falsche Helden anbeten will.

Es wird Zeit, dass wir uns aus der oberflächlichen Betrachtung herauslösen, dass wir nicht nur Individuen, sondern auch die systemische Dynamik hinterfragen und aus der Komfortzone herauskommen – damit wir endlich den Wandel anstoßen können. Wir haben ihn mehr als nötig.

Die Ohnmacht soll uns in der Starre halten. Unsere Identifikation mit irgendeiner Untergruppe, soll uns in der Spaltung halten. Die Lähmung wurde in uns hineingelegt, damit wir nicht auf die Idee kommen, aus uns selbst heraus und gemeinsam das System zu verändern, indem wir UNS und die Art verändern, wie wir miteinander sein mögen – damit wir die Muster, die wir nie hinterfragt haben, weiterhin stumpf ausleben und unsere kreative Macht nicht spüren. Das können wir schon heute ändern. Wir müssen es nur wollen.

 

Die laute Enge und das Stille Sein

Leute sind zu schnell dabei, über andere zu urteilen, ohne ansatzweise zu erahnen, mit wem sie es zu tun haben. Das erzeugt destruktive Energien, die alles leichter machen sollen, tatsächlich aber Energie rauben. Das ist etwas, das ich in Gruppen wahrnehme und überhaupt nicht mag.

Es ist das Unbewusstse, das die Macht der Gruppe nutzen will, um das Bewusstsein mit hierarchischen Täuschungen zu verdrängen und von vornherein auszuschließen – das Wahrnehmen, das das Etablierte mit dem Herzen betrachtet und sich darin genau dann nicht mehr sicher fühlt, wenn etwas Essenzielles fehlt: der Raum für das Verletzliche. Und das Trickreiche daran ist, dass diese Unsicherheit persönlich genommen wird, obwohl sie eigentlich aus dem Kollektiv kommt, dass sie mithilfe von Sprachmustern verdrängt.

Es gibt eine Verschiebung der kollektiven Verantwortung hinzu jenen, die aus dem Raster fallen, weil ihr Ausdruck nicht reinpasst und irritiert.

Das vermeintlich “Stabile“ ist in Wirklichkeit oft einfach nur ein maskierter Zwang. Ich erkenne ihn daran, dass die Frequenz in mir hyperventiliert, wenn ich in dieses Feld eintrete. Es hat ganz viel mit Projektion zu tun. 

Der reduzierte Verstand ist umso gnadenloser, je mehr er sich einer Gruppe bemächtigt und die Motivation aller Individuen darin gängelt. Andere ins Schema drücken zu wollen, ist oft sogar gut gemeint und trotzdem übergriffig. 

Früher konnte man mir noch einreden, es läge an mir. Heute weiß ich, dass ich es nur beobachte. Ich bin nicht die Ursache für die Gedanken anderer. Ich bin in meiner Andersartigkeit nur der Auslöser für das Denken, dass sich ihrer bemächtigt. Dieses Einordnen beurteilt, was seinen kognitiven Vorgaben nicht genügt. Es muss dem, was nicht vorhersehbar funktioniert, Aufkleber verpassen, um die Kontrolle zu behalten. 

Dieses Denken schafft Grenzen, die das Mögliche unmöglich machen wollen und die Weite des Daseins verschmälern. Genau diese Enge kann ich spüren. Viele Menschen empfinden sie als Sicherheit. 

Die Euphorie, die in diesen abgesteckten Variablen zugelassen wird, ignoriert aber die Stille. Sie ist immer laut. Und ich meine damit nicht die Stille, sondern die Euphorie… Deshalb bin ich so gern allein. Denn bei mir ist es anders herum. Ich fühle Sicherheit und Freude in der tiefen Stille. Ich fühle mich geborgen, wenn ich anderer Leute Denkmustern nicht genügen muss und einfach ich sein kann (Ich hab sogar mal einen Text darüber geschrieben – zu dem Standard „I get a kick out of you“).

Ich mag es so sehr, einfach zu sein und darin zu tun, was mir Freude schenkt, ohne das irgendjemand dem Drang nicht nachgeben kann, mich einzuordnen und mich mit Zuschreibungen zu behängen. 

Ich mag keine urteilenden Blicke auf mich ziehen, weil mein inneres Kind von bohrenden Pfeilen und durch strafende Rügen oft verletzt wurde. Es konnte sich nicht anpassen. Es wurde dafür sanktioniert, Erwartungen nicht erfüllen zu können. 

Ich wurde dafür bestraft, ich zu sein, obwohl ich immer richtig war. Das “Falsche“ an mir war nur in den Köpfen derer, denen ich nicht genügen konnte, egal wie sehr ich es auch versuchte. 

Nie wieder werde ich mich selbst verlieren, um Augen zu genügen, die mich nicht sehen wollen. Warum auch?… Das wäre nichts als Lebenszeitverschwendung. 

Ich sage Dir: Lass sie denken, was sie wollen. Lebe Dein Leben so, dass Du den Menschen, der Dich im Spiegel betrachtet, lieb haben kannst. Dann kommen jene, die Dich so mögen, wie Du bist, von ganz allein zu Dir.

Wenn Menschen – angetrieben von der Systemik in Gruppen oder Gesellschaft – andere in die Anpassung bringen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten: 

Eins: Die Regeln in der Gruppe sind gesund für das Individuum und achten universelle Gesetze. Dann darf es Vertrauen haben und sich anpassen, weil es in der Gruppe aufgefangen wird und mit ihrer Kraft über die eigenen Grenzen hinauswachsen kann. Das ist gesund…

Zwei: Die Regeln bedienen eine Hierarchie, die manchen Vorteile bringt und anderen Nachteile beschert. In dieser Dynamik findet das authentische Individuum keinen Halt, es muss sich vielmehr verbiegen, um nicht zurechtgestutzt zu werden.

Kurzfristig machen Regeln irgendwie immer Sinn, weil sie ein gemeinsames Prozedere ermöglichen und eine strukturierende Organisation in die Praxis bringen.  

Aber: Wird in diesem Konstrukt ein gesundes Gleichgewicht gehalten? Sind darin männliche und weibliche Anteile ausgewogen? Kann die Seele darin Einfluss nehmen und Gesundheit ermöglichen, oder wird sie unterdrückt und muss erst somatisieren, um auf sich aufmerksam zu machen? Wird das Verletzliche zugelassen und beschützt, oder werden die Verletzlichen untergebuttert?

Derzeit fallen jene immer öfter durchs Raster, die nicht stumpf genug sind, um weiter zu funktionieren. Es gibt nach der unaufgearbeiteten sozialen Vermeidung und den Schäden, die die inszenierte Spaltung und die Angst vor der Ausgrenzung hinterließen, viele Menschen, die seelisch leiden. Die CDU findet, sie dürften sich nicht so anstellen. Therapie soll eigentlich durch die Blume abgeschafft werden…

Der narzisstische Missbrauch durch Objektifizierung und Manipulation nimmt Ausmaße an, die beängstigend sind, und immer mehr Menschen wählen die freiwillige Isolation, weil es nicht genügend Therapieplätze gibt und sie auch nicht selten sekundär gegaslightet werden und in ihrem erschöpften Hyperarousal den Laden aufhalten…

Der Überlebensmodus schaltet immer mehr von uns auf Autopilot um, und währenddessen trainiert uns die Swypesucht darauf, niemandem mehr in die Tiefe hinein zuhören zu wollen. 

Ich muss in letzter Zeit immer öfter an die pawlowschen Hunde denken. Wir wurden auf Beissbegriffe konditioniert, die uns gnadenlose Schubladen öffnen lassen. Und viel zu viele Leute erheben sich über andere, wenn das Glöckchen bimmelt, ohne sie richtig zu kennen…

 

Bis Jetzt,

Eure Lina