
Es geht um Frequenz, denn alles ist Frequenz.
Der Zugang zum Netz und der darin suggerierten Parallelrealität fungiert als eine Art Marker mit einer aufdringlichen Nuance, die uns abstumpfen lässt.
Alles, was unter diesem hypnotischen Schillern existiert, wird in Vorhersehbarkeit getunkt und entfremdet, ohne dass man es bemerkte.
So hat sich in einem schleichenden Prozess die kollektive Wahrnehmung von Wirklichkeit verschoben. Fast jedermann partizipiert und nährt die Verdrehung mit seinem eigenen Fokus an.
Der Neonstrahl trifft auf das Prisma und schleicht sich in den natürlichen Regenbogen hinein – aufdringlich und unerbittlich bezirzt und erschrickt er das menschliche Sehen und Denken. Das Hin und Her macht unser Gehirn und unseren Leib süchtig nach dem Damokles-Hormon. So verschmilzt unsere körperliche Erfahrung mit dem Bildschirm und steht still, während der gefesselte Blick in das Glas hineinstarrt.
Wir bewegen uns täglich in zwei Dimensionen, und im Netz werden wir Teil der normalisierten Täuschung, ohne einen bewussten Einfluss auf sie zu nehmen.
Das Leben wurde zu einem Konsumgut erklärt, und die Macht der menschlichen Kreativität verkümmert darin.
Doch es braucht nur die Erkenntnis, um die Brille auf der Nase zu bemerken und ganz bewusst infrage zu stellen.
Was ist eigentlich die tatsächliche Wirklichkeit? Wovor fliehen wir, wenn wir uns da hineinsaugen lassen? – vor dem, was wir in unserem Inneren sehen und fühlen könnten, wenn wir still würden.
Die Stille ist eine Freundin, die jede Flucht vor dem eigenen Sein verunmöglicht. Sie fordert uns dazu auf, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen und jene Träume aus unserem bislang unerfüllten Sehnen zu extrahieren, die nur unsere Tränen uns verraten können. Das Schicksal kann ein aktiver Prozess sein, doch die meisten ergeben sich in die Passivität hinein und lassen andere an der Zukunft weben.
Das stille Sein erinnert uns an die echten Farben und an den Klang unseres Herzens. Lasst uns ihm ein Heim bereiten und authentisch werden! Lasst uns dem wahren Ich Lebenszeit schenken. Es braucht keine künstliche Beleuchtung – nur nahbare Ehrlichkeit.
Bis jetzt,
Eure Lina
❤️