… aber da wollen viele gar nicht sein: innen…
Die Verführung in den Konsum hinein, die Identifikation mit Status und die Bestätigung für oberflächliche Merkmale und Leistung sind genau das, was uns davon abhält, im Inneren zu heilen und der Welt zu geben, was unsere eigentliche Gabe ist.
Das ganze System ist so aufgebaut, dass es uns in die Vermeidung hineintrickst und uns von uns selbst entfremdet.
Der Status, das Geld und der angebliche Erfolg hindern uns daran, nach innen hinein zu wachsen, weil sie uns bequem und ego-ver-liebt machen.
Das Selbst bleibt verborgen, wo die angepasste Person sich präsentiert.
All das nährt die Komfortzone, in der wir unser wahres Ich mit seinem Schmerz und seinen seelischen Bedürfnissen vermeiden.
Wahres Wachstum hat nichts mit Schein zu tun, sondern mit dem authentischen Sein. Dieses braucht Raum, Zeit und emotionale Regulation.
Unser Herz darf von früh erlernten destruktiven Beziehungsmustern gesunden, damit die Psyche das Drama nicht wiederholt, sondern beendet – bewusst – auch wenn es weh tut. Es ist gut, das es schmerzt, denn so erkennen wir die Dringlichkeit des Bedürfnisses dahinter, vor dem wir uns mit dem Haben-Wollen versteckt haben. Die logische Folge der Erkenntnis ist nämlich die Verantwortung dafür, sich dafür einzubringen, dass es in die Erfüllung kommt. Stattdessen aber jagt man dem Kunstlicht hinterher und übt, zu posieren. Hör auf damit!
Die Erkenntnis darüber, sich sicher in der ungesunden Schleife zu fühlen, obwohl sie die Seele zermürbt und ihr schadet, ist der erste Schritt. Der zweite ist die Verpflichtung sich selbst gegenüber, zu dem Menschen werden zu wollen, den man als Kind gebraucht hätte. So keimt die nötige Selbstliebe für den dritten mutigen Schritt auf: nun können wir Angewohnheiten und Menschen loslassen, die den alten Film in uns antriggern, von uns erwarten, ihn auf Kosten unseres Seelenplans zu bedienen und unsere Lebensenergie an das Abwesende zu verschwenden. Nun können wir uns bewusst dazu entscheiden, unseren Fokus und unsere Zeit in etwas Schönes zu investieren – in etwas, das Mut kostet, weil es neu ist und nach der Leere auf dem Blatt Papier verlangt.
Die Stille und die Ungewissheit sind nicht der Endgegner. Sie sind unsere besten Freundinnen, genau wie das verdrängte Gefühl.
Die Integration des Schattens befreit das Licht. Wenn wir es nicht finden wollen und uns an Leuten und Beschäftigungen festklammern, die unsere Seele überhaupt nicht interessiert, warum sollte dann das Glück sich entscheiden, an unsere Tür zu klopfen? Da ist ja gar kein Platz mehr, der genug Tiefe bereitstellte, um es zuzulassen.
Mach Raum für Dein authentisches Sein und gib auf, was es verhinderte!