Warum Smartphones in den Händen von Kindern die Evolution nach unten ziehen

Bevor wir starten, möchte ich zwei Dinge in den Raum stellen. Beginnend mit einer These:

Es ist von Vorteil, sich zuerst zu überlegen, welche Auswirkungen es haben könnte, wenn man etwas Neues einführt. Tut man dies nicht, könnte sich ein angeblicher Fortschritt als eklatanter Rückschritt herausstellen (irgendwie das Dauerbrennerthema, finde ich). Und als Zweites möchte ich darauf hinweisen, dass man genau dort, wo man selbst ein Thema hat, gerne verdrängt. Handelt es sich hierbei nicht nur um Individuen, sondern um die ganze Gesellschaft, vermeiden wir unter Umständen alle gemeinsam die Konfrontation mit einem Problem, das uns – aus uns selbst heraus – in unserem Menschsein gefährdet, weil wir unbewusst konsumieren und uns in diesem Konsum gemütlich einrichten. Nun zum eigentlichen Thema meiner heutigen Auseinandersetzung mit der Google-KI:

Heute Morgen habe ich eine Studie entdeckt, die in Amerika an Kindern durchgeführt wurde. Genau genommen an (aufgerundet) 12.000 Kindern. Über deren Inhalt und die daraus herzuleitenden Folgen habe ich mich mit Gemini unterhalten. Warum die EU nicht reguliert und lieber Big Tech das Händchen hält, habe ich in einem anderen Artikel beleuchtet…(Wenn das Glöckchen bimmelt)

Beginnen wir mit einer Zusammenfassung. Um was genau geht es? Gemini erläutert und belegt mit Quellen:

Die Adolescent Brain Cognitive Development (ABCD) Study ist die größte Langzeitstudie zur Gehirnentwicklung von Jugendlichen in den USA, durchgeführt von den National Institutes of Health. Mit modernster MRT-Technik und über 11.000 (11.880) Teilnehmern untersucht sie den Einfluss des Alltags auf die neuronale Reifung. Ergebnisse zeigen, dass exzessiver Medienkonsum mit einer vorzeitigen Verdünnung der Großhirnrinde und Verzögerungen in der Gehirnentwicklung korreliert. Diese neurobiologischen Daten dienen als Grundlage für rechtliche Initiativen gegen Suchtmechanismen von Social-Media-Plattformen.


Hintergrund und Struktur der Untersuchung

Die US-amerikanische Gehirnstudie namens Adolescent Brain Cognitive Development (ABCD) Study ist die bislang größte rechtsmedizinische und neurologische Langzeitstudie zur Entwicklung von Heranwachsenden in den USA. Finanziert und koordiniert haben das milliardenschwere Projekt die US-amerikanischen National Institute of Health (NIH), u.a. in Kooperation mit dem National Institute on Drug Abuse (NIDA). An der Durchführung sind Hunderte von Wissenschaftlern an 21 verschiedenen universitären Forschungsstandorten im gesamten US-Bundesgebiet beteiligt. Die Studie startete mit der Rekrutierung von exakt 11.880 Kindern im Alter von 9 bis 10 Jahren und begreift einen Untersuchungszeitraum von mindestens zehn Jahren, um die Probanden bis in das junge Erwachsenenalter wissenschaftlich zu begleiten. [1, 2, 3, 4, 5] (Anm.: Das, finde ich, hätte man ja eigentlich mal machen müssen, BEVOR man den Quatsch einführt…)


Methodik und konkrete Beobachtungen

Im Fokus der Beobachtung steht die Frage, wie biologische Veranlagungen und Umwelteinflüsse die neuronale Reifung beeinflussen. Hierzu werden die Teilnehmer, die aus verschiedensten sozialen Schichten und Regionen der USA stammen, regelmäßig mittels hochauflösender Magnetresonanztomografie (MRT) gescannt. Parallel dazu dokumentieren die Forscher den Alltag der Kinder, darunter Freizeitverhalten, Schlaf, mentale Gesundheit und insbesondere die tägliche Mediennutzung. Die Wissenschaftler analysieren dabei feinste Mikrostrukturen im Gewebe, um festzustellen, wie sich die Dichte und Struktur der grauen und weißen Substanz über die Jahre verändert. [1, 4, 5, 6, 7]


Die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse

Die Auswertungen der MRT-Daten brachten signifikante neuronale Besonderheiten ans Licht: Bei Kindern mit einer extrem hohen Bildschirmzeit von täglich mehr als sieben Stunden wurde eine vorzeitige Verdünnung der Großhirnrinde (Kortex) nachgewiesen, die normalerweise erst in späteren Entwicklungsphasen auftritt. Jüngere, im Journal MDPI Children veröffentlichte Detailanalysen der ABCD-Daten zeigen zudem, dass exzessiver Medienkonsum die Reifung im Belohnungssystem des Gehirns beschleunigt, während die Entwicklung in den Arealen für kognitive Kontrolle und Impulsregulation verzögert wird. Diese Dysbalancen korrelieren messbar mit schlechteren Ergebnissen bei kognitiven Leistungstests sowie einem erhöhten Risiko für Aufmerksamkeitsdefizite (ADHS-Symptome) und emotionale Instabilität. [3, 4, 7, 8]


Politische Folgen und die Bedrohung für Big Tech

Die Daten der ABCD-Studie haben in der Politik und Justiz eine massive Dynamik ausgelöst. (anm.: … vielleicht ein bisschen zu spät…) Die dokumentierten physischen Veränderungen im Kindergehirn dienen US-Regulierungsbehörden und Bundesstaaten als wissenschaftliches Fundament, um rechtlich gegen die Suchtmechanismen von Social-Media-Konzernen wie Meta, ByteDance oder Alphabet vorzugehen.

Die Befunde untermauern parteiübergreifende politische Gesetzesinitiativen zur drastischen Verschärfung des Jugendschutzes im Netz (wie dem Kids Online Safety Act). (Anm.: Begleitend von der digitalen Kontrolle, die man vielleicht eigentlich über die Hintertür einführen möchte. Aber das ist nur meine These…)

Für die Big-Tech-Industrie stellen diese neurobiologischen Beweise eine fundamentale Bedrohung dar (Anm.: Als wären die sich nicht vorher schon darüber im Klaren gewesen, was ihre Produkte auslösen würden!!!!), da sie die Grundlage für milliardenschwere Schadensersatzklagen wegen systematischer Gefährdung des Kindeswohls bilden und strengere regulatorische Beschränkungen ihrer Algorithmen unumgänglich machen. [5, 9, 10, 11]“

Lina: „Gemini, kannst Du bitte noch einmal ganz genau erklären, was im Gehirn geschädigt wird, und mit Deiner Mustererkennung und aus dem Wissen über neuronale und soziale Entwicklung, das wir bislang längst schon hatten, herleiten, wie sich die Gesellschaft entwickeln wird, wenn die junge Generation derart in ihrer neuronalen Entwicklung gestört wird? Vielen Dank.“

Anm.: Ich gebe zu bedenken, dass die folgenden Ausführungen von einer KI! stammen. Dieser Tatsache sollten wir einen ehrwürdigen Moment widmen.

Gemini: „Wenn große Teile einer Generation von diesen spezifischen neuronalen Reifungsverzögerungen (wie einer geschwächten Impulskontrolle und einer geringeren Aufmerksamkeitsspanne) betroffen sind, hat das keine rein individuellen Folgen mehr. Es verschiebt sich die Funktionsweise des gesamten gesellschaftlichen Gefüges.

Die Soziologie, Bildungsökonomie und Neurowissenschaft diskutieren für ein solches Szenario verschiedene tiefgreifende gesellschaftliche Entwicklungen:

1. Die „Krise der tiefen Aufmerksamkeit“ in Bildung und Wirtschaft

Eine Wirtschaft, die auf Innovation, Forschung und komplexer Problemlösung basiert, benötigt Fachkräfte, die stundenlang tief konzentriert an einem Problem arbeiten können (Deep Work).

  • Folge: Wenn die neuronale Fähigkeit zur Tiefenkonzentration kollektiv schrumpft, sinkt die gesellschaftliche Innovationskraft. Bildungssysteme müssen ihre Standards senken, da lange, komplexe Texte oder mathematische Beweisführungen von der Breite der Lernenden nicht mehr verarbeitet werden können.

2. Ökonomische Polarisierung und die neue „Kognitive Kluft“

Nicht alle Kinder sind den Bildschirmrisiken gleichermaßen ausgesetzt. Studien zeigen (Anm.: auch wieder überhaupt nicht überradchend, wie ich finde), dass bildungsnahe oder einkommensstarke Familien den Medienkonsum ihrer Kinder oft strenger limitieren oder ihnen analogen Ausgleich bieten. (Anm.: Das wiederum könnte natürlich auch mit dem Volumen im Geldbeutel zu tun haben. Das ist auch wieder nur so ’ne Vermutung von mir.)

  • Folge: Es entsteht eine neue soziale Spaltung. Eine kleine, kognitiv stark behütete Elite besetzt die Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Demgegenüber steht eine breite Masse, die durch algorithmische Ablenkung in prekären, gering qualifizierten Arbeitsverhältnissen gehalten wird. Das blockiert die soziale Mobilität fast vollständig.

 

3. Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts (Soziale Interaktion)

Die Empathie und die Fähigkeit, in Gruppen Kompromisse auszuhandeln, (Anm.: Das Thema hatten wir ja jüngst im Zusammenhang mit Narzissmus) basieren auf einer gut entwickelten kognitiven Kontrolle und der Fähigkeit zur emotionalen Selbstregulation.

  • Folge: Eine Gesellschaft mit geschwächter Impulskontrolle neigt zu höherer Reizbarkeit und geringerer Frustrationstoleranz. Die Bereitschaft, die Perspektive des anderen einzunehmen, sinkt. (anm.: Das ist mir irgendwie in letzter Zeit auch schon aufgefallen…) Digitale Echokammern verstärken dies, indem sie genau die Areale des Belohnungssystems triggern, die auf schnelle, emotionale Empörung anspringen (Ja, so hetzt man Menschen gegeneinander auf oder erschafft zumindest die Basis dafür – die Basis in den Köpfen der Menschen…). Die Folge ist eine zunehmende gesellschaftliche Fragmentierung und das Verblassen von Gemeinsinn.

 

4. Politische Instabilität durch Sehnsucht nach einfachen Antworten

Demokratische Prozesse sind träge, komplex und erfordern das Ertragen von Ambiguität (Widersprüchen).

  • Folge: Wenn das Kontrollzentrum im Gehirn unterentwickelt ist und das Belohnungssystem nach sofortiger Befriedigung verlangt (Anm.: Wie z.B. auch durch Pornografie, die ja an das Einführen des Internets ganz zufällig gekoppelt wurde… ), schwindet die Geduld für demokratische Debatten. Populistische Bewegungen, die hochkomplexe Probleme in radikal vereinfachte, emotionale Narrative verpacken, gewinnen an Zulauf. (Anm.: Ja, aber nicht nur die machen das… Da fallen mir so einige ein.) Die politische Landschaft wird instabiler und anfälliger für Demagogen.

 

5. Enorme Belastung der sozialen Sicherungs- und Gesundheitssysteme

(Anm.: Da ist ja seit ein paar Jahren auch so ein bisschen der Wurm drin. Die Kliniken machen auf einmal zu. Ja, woran liegt denn das? Das will keiner so genau wissen. Womit wir wieder beim Anfang wären. Wo wir alle wieder ein bichen was mit zu tun haben, gucken wir lieber nicht so direkt und genau hin.) Die Verzögerungen in der Gehirnentwicklung korrelieren stark mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und ADHS. [12] (Anm.: Auch davor wurde in 2020 gewarnt. Aber auf diese Experten wollte man nicht hören…)

  • Folge: Die Gesundheitssysteme stehen vor einer chronischen Überlastung durch eine Epidemie psychischer Leiden bei jungen Menschen. (Anm.: Ich muss da an die Coronazeit denken und das Homeschooling, das ja beschlossen wurde, weil zwei Herren entschieden haben, dass wir uns hier in einer sehr gefährlichen Lage befinden. Und es wurde überhaupt nicht Buch geführt – die erinnern sich auch irgendwie auch kaum daran, wie jüngst in den Befragungen herauskam (Enquete-Kommission)… Wie das alles so zustande kam, und warum das Militär involviert war… Das Internet ist ja übrigens auch ein Instrument aus diesem Komplex. Das hat man uns umsonst zur Verfügung gestellt…Dieses Instrument kommt aus dem militärischen Rahmen… Aber ich erinnere mich daran, dass wir alle unsere Kinder ja fortan mit diesen digitalen Geräten zuhause beschulen mussten. Das wurde einfach mal so entschieden. Da hat sich auch keiner vorher drüber Gedanken gemacht, in wieweit das eigentlich sinnvoll ist… Naja, und jetzt haben wir überfüllte Kliniken und ellenlange Wartelisten. Und keiner überlegt sich, wie man das vielleicht wieder rückabwickeln könnte. Wie man das vielleicht auch alles einmal mit den Kindern zusammen aufarbeiten könnte… und die Gefühle zulassen und integrieren könnte, die man damals ja nicht zulassen durfte, weil man sonst „antisozial“ genannt wurde. Das war ne ganz schön seltsame Zeit, und m. E. ist die auch noch nie abgeschlossen worden. Das wäre mal nötig. Eine gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung hat es ja irgendwie nie gegeben… – Stichwort Verdrängung)

  • Da die Erwerbsfähigkeit sinkt und gleichzeitig der Pflege- und Unterstützungsbedarf im Bereich der mentalen Gesundheit massiv steigt, geraten die staatlichen Sozialsysteme unter extremen finanziellen Druck.

Zusammenfassend würde sich eine solche Gesellschaft von einer zukunftsorientierten, innovationsgetriebenen Demokratie hin zu einer reaktiven, leicht manipulierbaren und tief gespaltenen Aufmerksamkeitsökonomie entwickeln.“ (Quellen ganz unten)

Tja, und da hatten jene, die das Internet und die Digitalpornografie umsonst zur Verfügung stellten, mit den kleinen und großen Bildschirmen ein Vermögen machten und sich seit langer Zeit mit Peter Thiel verabreden und zum WEF fahren, natürlichen keinen blassen Schimmer von.

Dass Epstein mit einigen dieser Technik-Freaks – manche würden sie in die Kategorie Transhumanisten einsortieren – gut bekannt war und vielleicht sogar Material zum Erpressen über sie sammelte, ist ja leider auch noch viel zu vielen Menschen in keinster Weise bewusst. Und dass einige der bislang veröffentlichten Epsteinakten Emails enthalten, die aufzeigen, wie bewusst Entscheidungen getroffen wurden, die auf lange Hand geplant waren, um politische und wirtschaftliche Macht auszuüben und den Menschen so zu degenerieren, dass er sich selbst zerstört, statt jene, die ihn von seiner Seele entfremden wollen, zu entmachten, wird so lange weiterhin als Verschwörungstheorie gehandelt, bis man im eigenen Leben ohnmächtig vor den Folgen steht und sich wundert, wie das Leben sich in so kurzer Zeit von einigermaßen normal in neunormal überfordernd entwickeln konnte.

Das Böse wird geleugnet. Und der Mensch lebt gern bequem und vermeidend. Letzteres korrumpiert den Konsumenten. Notfalls auch auf Kosten zukünftiger Generationen. Und dann tut er sich selbst auch noch Leid dabei.

Mir tut es nicht Leid, und (nicht aber) heute schließe ich nicht mit einem geöffneten Fenster in die Hoffnung hinein. Vielmehr wünsche ich mir, dass die Frustration ein Level erreicht, das die Menschen so merklich in den Allerwertesten tritt, dass sie ihre dreiminütige Aufmerksamkeitsspanne einmal ausdehnen und sich anständig und auch gerne mal Off Mainstream informieren!

Bis jetzt,

Eure Lina

Quellen: