Dieses Mal im Vertrauen

 

Ein neues Kapitel bricht an. Ich spüre, und damit bin ich nicht allein, dass sich gerade vor unser aller Augen nicht nur das Alte auflöst, es soll zugleich auch das Fundament für das Neue geschaffen werdens.

Der Mensch hat sich auf diesem Planeten mächtig daneben benommen, und Mutter Erde hat die Nase voll davon, ausgebeutet zu werden – und mit ihr auch das Weibliche – die Stimme des Herzens. Die geistige Welt verliert die Geduld mit jenen, die das kollektive Bewusstsein unterdrückt, manipuliert und in einen Dämmerzustand versetzt haben, um die Massen besser in Angst und Mangel halten, energetisch ausbluten und lenken zu können.

Im Außen deutet einiges darauf hin, dass der Kreislauf des Werdens und Vergehens auf Matrixebene wieder einmal in die Zerstörung gelenkt wird, um aus dem luziferischen Chaos eine neue, transhumanistische Ordnung zu schaffen und Gottes Schöpfung zu entweihen. Dies geschah bislang in Impulsen und ist verantwortlich für die Schichten des transgenerativen Traumas, das uns allen so schwer auf die Seele drückt. Mit jedem initiierten Krieg wird eine neue Bleidecke hinzugefügt und zukünftigen Generationen zum Aufarbeiten überlassen.

Doch dieses Mal ist etwas anders, denn so dunkel es im Außen auch zu werden scheint und uns in jede Pore kriechen will, so heller strahlt im Inneren das individuelle Licht dagegen.

Die Lähmung, die Müdigkeit, die Sehnsucht nach Stille derer, die einmal zu oft ausgenutzt, verletzt, verleugnet, manipuliert, ausgegrenzt, geghostet und verraten wurden, erschaffen ein Feld, das die Programmierung in die lineare Zeit aufhebt. Kurz gesagt, wir haben die Schnauze voll davon, unsere Bedürfnisse und Seelen Eurer Gier und Feigheit unterzuordnen, um danach zu streben, unsere Liebe durch Euch gespiegelt zu bekommen. Wir lernen unsere Lektion und sind dabei, die Manipulateure aufzugeben, die falschen Versprechungen zu belächeln, die Masken aus geschauspielerter Leichtigkeit und schillernder Dominanz zu durchschauen und uns auf unsereins zu beschränken. Auch wenn wir nur wenige sind, selbst wenn wir uns ganz allein fühlen, die Macht der Ausgrenzung und die soziale Ächtung verlieren ihre stählerne Härte und werden im Aurafeld unserer wachsenden Selbstliebe in eine glibberige neongrünliche Schleimkonsistenz verwandelt, die einfach nur noch Abneigung bis Ekel in uns auslöst.

Es muffelt langsam, selbst durch sterile Bildschirme hindurch.

Wer uns mit was auch immer erpresst… wer uns mit Schweigen bestraft… wer uns Dinge verspricht, die er nie einhält… wer uns als Mülleimer für energetischen Unrat benutzt, ohne Verantwortung dafür zu übernehmen oder sich von dem zu trennen, was oder wer ihn erzeugt… wer uns finanziell, sexuell oder emotional abhängig machen will… wer uns irgendwie unseres freien Willens entledigen will, kann sich zum Donnerdrum scheren und mit seinesgleichen begnügen.

In dieser Zeit stehen die Empathen immer seltener zur Verfügung, und den Narzissten gehen ihre Energielieferanten aus.

Um die Sanftmütigen dabei zu unterstützen, denen langsam dämmert, was sie eigentlich ihr ganzes Leben lang schon mit sich machen ließen und ausgehalten haben, fangen Menschen wie ich an, ihr therapeutisches Wissen und ihre Lebenserfahrung mithilfe ihrer Kreativität in kleinen Häppchen mit anderen zu teilen, und so werden wir immer kraftvoller.

Der Schleier zwischen den Dimensionen wird zunehmend dünner, und wir spüren langsam, dass es Welten gibt, in denen es auch anders geht und die Gemeinschaft das Schöne kreiert, statt sich vom Hässlichen gängeln zu lassen.

Je mehr das Herz gelitten hat, desto mehr tritt es in den Fokus, desto flexibler wird der Muskel – desto präsenter wird das Zentrum in unserem Energiefeld… bis wir es nicht mehr ignorieren können. Ja, manchmal wird es uns gebrochen, und wir glauben, dass wir daran zerbrechen. Aber dieser Schmerz hat eine kathartische Funktion. Manche sterben am Broken-Heart-Syndrom und nehmen eine Auszeit im AllEinsSein, ehe sie eine neue Runde antreten. Andere aber finden den Frieden, öffnen sich dem Schmerz und lassen jede einzelne Zelle von seinen Wellen reinwaschen. Jede Träne ist ein Portal in das neue Bewusstsein. Jedes gespürte Gefühl ein Befreiungsschlag. Alles, was nicht zu uns gehört und unsere Seelen verschleierte und uns das Leichte und die Lebensfreude raubt, wird nun losgelassen – jeden Tag ein bisschen mehr. Übrig bleibt nichts, mit dem man irgendetwas beweisen wollte. Übrig bleibt einfach nur, was ist: die Essenz, die nur noch nach einem strebt: nach der Wahrheit.

Die Sehnsucht danach, den Schmerz durch andere lindern zu wollen, weicht dem Vertrauen darin, mit ihm sein zu können und durch ihn zu erwachen. Nichts, was uns die Matrix anbieten könnte, ist so befreiend und echt wie die Begegnung mit uns selbst und das aufkeimende Erkennen des eigenen Werts.

Wir beginnen, diese Schätze mit anderen teilen zu wollen und ein Angebot zu schaffen, das eine Nachfrage weckt, die tatsächlich sinnvoll ist. Es ist das Bedürfnis unseres erwachenden Herzens, zu teilen, statt im Haben sein zu wollen.

In diesem Sinne, lasst uns dankbar sein für all die Arschengel, die wirklich geglaubt haben, das Göttliche hätte uns kreiert, um ihnen die Schnürsenkel zu binden und unsere Lebenszeit in ihre Götzenskulpturen und Paläste zu investieren. Sollen sie mit den Barren an ihren Sohlen in dem Morast steckenbleiben, den ihre Ausdünstungen erzeugen. Nur die Demut vor der Schöpfung und den Seelen aller Menschengeschwister wird sie noch retten können. Wir müssen niemandes Karma übernehmen. Unsere einzige Aufgabe ist es, unser Licht freizulegen und den Weg der Seele zu gehen.

Jeder zu seiner Zeit… Jeder in seinem eigenen Tempo… ohne Streben nach Vorteil… ohne Drang, zu steuern… im Vertrauen in die höhere Ordnung… nach innen spürend, statt im Außen suchend…

… und all die kleinen Keime werden von dem benetzt, was aus unseren Augen rinnt und uns dabei hilft, geduldig auf den nächsten Frühling zu warten.