Pornhub und Zerstörung

 

Pornhub ging jüngst an einen neuen Investoren über. Mehr dazu in diesem Interview mit einem hohen Geistlichen, der diesen Schritt mit seinen ethischen Grundsätzen vereinen kann. Es fällt mir zwar schwer, das nachzuempfinden, verlinke es aber hier, um dem Leser dieser Zeilen meine Motivation zu meinem Aufsatz nachvollziehbar zu machen.

Interview: Friedman kauft Pornhub

Es ist ein riesiges Geschäft. Ein menschenverachtender Reibach.

Ich möchte einmal genauer – vor allem auf der unsichtbaren Energie-Ebene – beleuchten, womit in diesem Falle gehandelt wird, also was man hier mit was bezahlt…

Beginnen wir mit dem, was wir zählen können, mit dem wir Angeboten einen gewissen Wert beimessen. Was ist denn eigentlich auf energetischer Ebene Geld? Und ist wirklich alles, was wir umsonst bekommen, auch auf energetischer Ebene umsonst? Bezahlen wir z.B. mit unseren Daten, mit der Bereitschaft, unser Unterbewusstsein mit Werbung fluten zu lassen oder gar mit unserer seelischen Gesundheit und Beziehungsfähigkeit, wenn wir gewisse “Angebote“ in Anspruch nehmen?

Geht es bei zu normalisierenden “Angeboten“ um bioenergetische Substanzen, die möglicherweise nicht in der Langzeit erforscht wurden und in unseren Körper injiziert werden sollen, sind ja einige Menschen noch zögerlich. Aber wenn die ’Inspiration’ für als’ angenehm empfundene‘ Beschäftigungen ’umsonst’ ist oder verhältnismäßig wenig kostet, wird kaum jemand so schnell skeptisch, der nur den eigenen unmittelbaren Vorteil bzw. die Befriedigung innerer Anspannung durch die Erfüllung körperlicher Triebe im Blick hat. Er hat kein Bewusstsein über sein eigenes Investment und gibt dem Auge des Voyeurs einen etablierten Platz in der inneren Lebenswirklichkeit. Was wenn diese Instanz nicht Teil der individuellen Seelenwirklichkeit ist, sondern ein Spirit, der eine dunkle Entität im Außen mit Lebensenergie füttert? Wie das Produkt, das diesen Geist satt macht, entstand, und welche Schicksale möglicherweise dahinterstehen, interessiert kaum. Und jeder darf sein Geld und seine freie Zeit ja investieren, wie er mag, nicht wahr?

Hat Gott Mann und Frau im Sinne des gaffenden Beobachters erschaffen? Die Transhumanisten, die die Aktienmärkte von heute bestimmen und die digitale Identität einführen möchten, behaupten, es gäbe weder Gott, noch Seele. Sie verdienen ja auch besser, wenn der Handel mit seelenlosen Produkten floriert und das menschliche Material überwach- und lenkbar ist.

Aber ob nun digital oder in Papier und Metall: Geld ist übersetztes CHI, denn Lebensenergie bzw. -zeit wird in Geld eingetauscht. Wer keinen Job mehr in seiner Profession findet, wird in wenigen Ländern noch aufgefangen, aber auch das soll – zumindest in Deutschland – sukzessive abgeschafft werden.

Sobald die KI unsere Aufgaben übernommen haben und die digitale Überwachung des Individuums an das Konto gebunden sein wird, hat das Grundeinkommen wahrscheinlich nicht mehr den bedingungslosen Charakter, mit dem man heute noch dafür wirbt. Aber laut Harari kann man den „nutzlosen Menschen“ dann ja auch mit Computerspielen und Drogen beschäftigen. Wozu sich also Sorgen um die Zukunft machen? Auch die Pornografie ist eine Droge.

An dieser Stelle empfehle ich nochmals, unbedingt das Buch ’Momo’ von Michael Ende zu lesen! Der Autor fand für die Seele des Menschen, die von Herrn Harari und anderen Globalisten geleugnet wird, das Bild der Lebensblume. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Spezies sich noch rechtzeitig an ihren Wert erinnert…

Den Zusammenhang zwischen Pornosucht und Narzissmus (Besetzung) habe ich öfter schon für mich hergestellt und auch in teils längeren Sprachnachrichten in aller Komplexität ausgeführt. Die Bibel nennt den Geist des Narzissmus‘ den „Jezebel-Spirit“. Ich führe das später noch näher aus. Alles, was sich materialisiert, entsteht aus Frequenz, und da, wo das Licht fehlt, verdunkelt sich auch das Körperliche. Der destruktive Schatten kann nicht in einer konstruktiven Bewegung befreit werden, wenn man ihn leugnet oder sogar glorifiziert.

Sucht (also auch Pornosucht) entsteht in Reaktion auf eine Hyperventilierung im Energiekörper. (Re-) Traumatisierung und Angst – aber auch schon der ganz normale Alltgswahnsinn auf dem Schlachtfeld der fremdbestimmten Hierarchie – stoßen innere Konflikte und hormonelle Prozesse an. Die von der Amygdala und dem Stammhirn initiierten Reaktionsmodi funken über das Rückenmark an den unteren Torso und erzeugen Dynamiken in den unteren beiden Energiezentren. Zugleich ist es keine Seltenheit, dass die Programmierung der Person im System bewirkt, dass sich Seelenanteile verabschieden, wenn diese Reaktionsmuster aber auch die Präsenz anderer “schwieriger“ Gefühle nicht auf gesunde Art reguliert werden.

Normalerweise lernt ein Mensch die gesunde Emotionsregulation in der frühen Kindheit von seinen empathischen und zugewandten Eltern. In den ersten drei Jahren von der Mutter, später dann auch vom Vater. Meistens leben diese aber ihren Kindern die Vermeidung vor, weil sie selbst Nachfahren der traumatisierten Kriegsgeneration sind, und diese war permanent im Überlebensmodus gefangen. Die PTBS unserer Ur-Großeltern und Großeltern wurde nach dem Sieg über den Faschismus als Normalität empfunden, da fast alle von ihr betroffen waren. Irgendwie musste es ja weitergehen. Damals gab es noch keine Traumatherapie, und auch heute haben die meisten zugelassenen Therapeuten keine traumatherapeutische Ausbildung abgeschlossen, geschweige denn Übung darin, diese tiefsitzenden Dynamiken zu heilen.

Der Narzissmus und andere Persönlichkeitsstörungen entstehen durch den Verlust der Verbindung zur eigenen Seele. Im Inneren klafft ein Vakuum – so besagt es das uralte schamanische Wissen – wenn Anteile der Seele sich in den kosmischen Raum zurückziehen, aus dem sie stammen. Dieser leere Raum kann neu bewohnt werden – von Wesenheiten, die uns ein unnatürliches Verhalten als temporäre Lösung für unsere inneren Konflikte anbieten:

Das Soothing, das ein Säugling erfährt, wenn er sich an der Brust der Mutter satt-trinken kann, um seine Überlebensangst zu beruhigen und eine gesunde Abhängigkeit von Mutter-Erde zu erfahren, erlebt diese tiefe Entspannung nur, wenn das Energiefeld der stillenden Mutter Sicherheit und Urvertrauen ausstrahlt. Empfindet die Mutter Angst, Trauer oder Scham (z.B. nach einer Vergewaltigung) und verarbeitet diese nicht, gibt sie diesen inneren Konflikt an folgende Generationen weiter. Dann ist der Mensch solange auf der Suche nach dem Trost innerer Anspannung durch einen zu konsumierenden Einfluss auf das eigene Nervensystem, bis er Angebote findet, die ihm eine temporäre Linderung verschaffen. Bringt ihm diese Beschäftigung ein plötzliches High und/oder eine abrupte Entspannung ein (z.B. durch einen Rausch via Droge, Hormon, Applaus oder auch Höhepunkt), ist dieses High ein potenzieller Einstieg in die Sucht, denn das Soothing ist ja nur kurzweilig und nicht selbstständig entstanden (also in Abhängigkeit von äußeren Faktoren). Auch eingegebene Phantasien entstammen einem fremden Drehbuch, nicht der eigenen Seelensprache.

Nur ein beseelter Leib ist ein wahrhaft lebendiger Körper. Ergo ist ein Körper, in dem die Seele nicht sprechen darf, in einem unlebendigen, fast automatisierten Modus gefangen, der immer auch einen inneren Mangel auslöst, welcher wiederum der Motor für die Sucht ist. Ein Teufelskreis!

Fremdbestimmte Filme im Kopf haben also ein zerstörerisches Potenzial, denn sie enthalten nicht selten destruktive Gewalt, Machtmissbrauch, lebensfeindliche Symbole, Unterwerfung und verstörende Trigger. All diese Elemente reaktivieren das Trauma der Ahnen und erzeugen eine Anspannung, die nach dem Soothing verlangt. Im Gegensatz dazu sind Imaginationsreisen an Orte in die Anderswelt hinein pure Medizin, weil sie individuelle innere Bilder auslösen und die Seele zum Träumen anregen. Aber man muss sich dafür Zeit und Muße nehmen und braucht auch ein gewisses Maß an Selbstliebe, um sich auf einer höheren Ebene etwas Gutes zu tun.

Warum lernen Kinder nicht spätestens in der Schule die Kunst der imaginativen Kreation? Weil innerlich satte Menschen weniger konsumieren und aus sich selbst heraus zufrieden sind. Sie kann man auch nicht mit Scheinidentitäten, Ruhm, Bling Bling und Lebenszeitverschwendung locken. Sie sind weniger empfänglich für den kollektiven Druck der Konformität und hinterfragen Autoritäten. Das liegt daran, dass sie eine feine Intuition besitzen und Korruption und Scheinheiligkeit hunderte Meter gegen den Wind riechen können. Sie genügen sich selbst, weil sie wissen, was sie mit sich selbst anfangen und zu Ende bringen können. Sie haben die Fähigkeit, zu sublimieren – also ihre sexuelle Lust in die Freude am Flowgefühl im kreativen Output zu verwandeln. Das zweite Energiezentrum, in dem sexuelle Lust, emotionale Ausdrucksfähigkeit und Kreativität nach Erfüllung streben, kommt in einen gesunden Lebensstrom hinein und pulsiert in einem souveränen, gleichmäßigen Takt. Auch das innere Kind ist im Unterbauch zuhause und muss sich nicht mehr nach dem Trost der Eltern sehnen, wenn der innere Erwachsene ihm den Raum gibt, sich auszudrücken, anstatt sich vor dem Bildschirm betäuben und fremder Leute Träume die innere Leinwand besetzen zu lassen.

Hat ein Mensch nicht gelernt, Frustration und innere Konflikte konstruktiv und geduldig zu lösen, indem er in die Stille eintaucht und die emotionale Reaktion auf den Auslöser zulässt, ergibt er sich in das an ihn vererbte Drama der Vermeidung hinein und nimmt die Störung im Feld, die an ihn weitergereicht wurde, als gegeben hin. Das scheint sich zu widersprechen, doch an das stumpfe Betäuben der inneren Realität ist immer auch der normalisierte Ruf nach Verdrängung – ein Gefängnis im Reaktionsmodus – geknüpft. Man kann sich das so vorstellen, dass eine gewisse Grundspannung, eine Verzerrung in der Frequenz, das Urvertrauen der Vorfahrinnen in das Männliche und in das Leben selbst einschränkt bis verhindert und einen Ersatz für die gesunde männliche Energie benötigt.

Versagen die Männer darin, ihren Frauen Schutz und emotionale Sicherheit zu schenken, versagen sie auch als Väter und dies hat ebenfalls transgenerative Folgen. Ist die Frau in emotionaler Gefahr, kann sie wiederum ihren Kindern keine emotionale Stabilität schenken, wenn diese eine Emotionsbrücke brauchen. Das Trauma der durch den Mann bedrohten Frau vererbt sich über fünf bis sieben Generationen hinweg auch an die männlichen Nachfahren. Das sind mehrere hundert Jahre. Überleg mal, was in dieser Zeit alles geschehen ist inkl. aller Kriege und der Inquisition (1478 bis 1834)!

Unsere Ahninnen mussten ihre wahren Gefühle und Gedanken verbergen, weil sie sonst verlacht, verachtet, verlassen, bestraft oder gar getötet worden wären – und zwar von Männern. Viele von ihnen traten sogar als Vertreter Gottes in Erscheinung. Man kaufte sich mit Papieren von der Schuld frei und betete den Sohn Gottes an, der für unsere Sünden starb. Keinerlei Konsequenz wurde im Außen an den Missbrauch des Weiblichen gekoppelt. Mann sollte nur gut verbergen, was sich hinter verschlossenen Türen abspielte.

Frauen und Kinder wurden geschlagen. Seit 1997 umfasst der Paragraph 177 StGB auch Vergewaltigungen in der Ehe. Unser amtierender Bundeskanzler hatte damals noch dagegen gestimmt, dieses Gesetz zu verabschieden. Das muss man sich einmal vorstellen. Und die modernen Möglichkeiten der Chatgemeinden im Internet erschaffen eine META-Bühne für Gruppen von Männern, die ihre Frauen auf Bildern oder sogar in der Realität anderen Männern anbieten, ohne dass das jemandem bei META auffiele und anzeigen würde. Wir kennen die Schlagzeilen. Mächtige Richter und sogar Richterinnen sprechen Vergewaltiger frei oder verhängen lächerliche Strafen. Der inszenierte sexuelle Missbrauch an Kindern ist die Steigerung dessen, was der neue Besitzer von Pornhub als „phantastisches Geschäft“ bezeichnet.

Die Ausbeutung von Menschen ist lukrativer als Waffen- und Drogenhandel, weil man beseelte Körper mehrfach verkaufen kann. Wie weit muss ein Mann sich von seiner göttlichen Bestimmung entfernen, um so etwas in der Welt, in der wir alle leben, zu normalisieren und sogar Profite daraus zu schlagen? Das ist für mich persönlich die Besetzung des Satanischen und absolut lebensfeindlich. Und die reden in Podcasts darüber, als sei es etwas vollkommen Legitimes, die Frauenverachtung zur Freizeitbeschäftigung zu erklären und einen Industriezweig zu erschaffen, der durch die Herabwürdigung des Femininen floriert.

Wieso sich niemand darüber aufregt, weil seit langer, langer Zeit die Besetzung des Mannes mit seinem gottgegebenen Drang nach Fortpflanzung gleichgesetzt wird? Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich um zwei Lebenseinstellungen handelt, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Väter, die Frauen missachten, deren freien Willen manipulieren, sie ausbeuten und missbrauchen – und sei es auch nur im Geistigen – geben diese dissonante Frequenz auch an ihre Söhne weiter. So läuft das, seitdem es Hierarchien gibt.

Die Macht eines Mannes kann nur auf friedvolle Weise genutzt werden, wenn er das Leben spendende Weibliche behütet und ehrt, anstatt sich an ihrer Seele zu vergehen, indem er ihren Körper vergegenständlicht und existenziell für seine vermeidenden Zwecke entfremdet. Diese Haltung wird in derlei Filmchen vermittelt und an die Potenz gekoppelt. Je länger ich mich mit dem Thema vor allem energiemedizinisch befasse, desto mehr erkenne ich den Zusammenhang zwischen männlich gesteuerter Lust und allem Übel menschlicher Existenz.

Die Folge?:

Das fehlende Urvertrauen in das männlich-Dominante wurde und wird auch heute noch vererbt. Die Natur aber lässt die Frau nach ihrem Gegenpol streben. Deshalb sind Hollywoodfilme auch so erfolgreich. Wer zu schnell an das cineastische Versprechen glaubt, voller Inbrunst und Freude von der Klippe in die Brandung springt und dann auf der Wasseroberfläche der Realität ankommt, landet auf aufgewühltem Beton und bekommt nicht selten einen Kälteschock.

Deshalb ist es in der Kennenlernphase so wichtig, dass die Frau ihr Vertrauen nicht auf sandigem Boden oder aus einer Angstreaktion heraus in einen Betrüger investiert, sondern in jemanden, der ihrem Bedürfnis nach Schutz und authentischer Nähe nachhaltig gerecht wird und tatsächlich auch das Leben und nicht nur den Moment mit ihr teilen möchte.

Jetzt ist es sehr wichtig, dass er über einen längeren Zeitraum hinweg auch praktisch umsetzt, was er verbal in Aussicht stellt. Lässt eine Frau sich aus einem Angstreaktionsmodus auf Schutzversprechungen ein, ohne lange genug zu prüfen, ob der Schutz tatsächlich existiert, gefährdet sie ihre psychische Sicherheit. Noch einmal anders ausgedrückt:

Vertraut eine Frau einem Mann zu schnell, weil er ihr Sicherheit und Schutz verspricht, ohne dass er seine Loyalität unter Beweis gestellt hat, gefährdet sie ihre seelische Stabilität. Sie tut dies wahrscheinlich aus der vererbten Angst vor dem Alleinsein heraus. Sie fühlt sich vielleicht bedroht (der Alltagsstress und die aktuelle Berichterstattung genügen da schon für die Adrenalin- und Cortisolausschüttung) und sehnt sich nach der guten männlichen Energie, sucht Schutz bei jemandem, der diesen anbietet, aber läuft ins offene Messer, wenn sie Worten vertraut, die keine Taten folgen lassen. Dann wird die Vermeidung des Alleinseins schon bald verhindert und weicht folgender Erkenntnis:

Sie wäre ohne diese Illusion viel weniger verletzlich und geschwächt worden als im Vertrauen auf jemanden, der sein Wort nicht hält. Sehr wahrscheinlich käme sie allein viel besser mit dem Leben zurecht als in einer co-abhängigen Bindung an jemanden, der nur vorgab, sich binden zu wollen. Vielleicht hat dieser Mann im Außen sogar ein ehrenhaftes Standing und verkörpert den Prototyp des behütenden edlen Ritters. Das bedeutet aber nicht, dass er seiner Rolle in der Gesellschaft im Privatleben auch gerecht werden möchte oder kann.

Was jemand vorgibt, zu sein, um Bestätigung zu erfahren, muss nicht heißen, dass er auch hinter den Kulissen wirklich so ist.

Eigentlich sollte so ein misstrauisches Zweifeln anderen Menschen gegenüber nicht Usus sein, also auch nicht verallgemeinernd angewendet werden. In einer gesunden Welt riete ich jeder Frau davon ab, einen Mann vorzuverurteilen, nur weil sie schon ein- oder mehrmals Pech hatte. Doch die Zahlen, die belegen, wie häufig Pornografie konsumiert wird, sind so alarmierend, sodass man davon ausgehen sollte, dass dieses Thema sehr, sehr viele Männer betrifft, und dass tatsächlich auch das männliche Gehirn durch den Konsum auf Knopfdruck in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Das neurologische Gefüge wandelt sich durch die – von sozialen Bemühungen entkoppelte – Flutung mit Belohnungshormonen. Die Entladung von Anspannung (das Soothing) wird mit der Unterwerfung und Entwürdigung der Frau verknüpft. Daraus folgt, dass jener Teil im Gehirn, der für das Mitgefühl und eine ethisch-menschliche Augenhöhe verantwortlich ist, eine reduzierte Aktivität aufweist, wenn jene Regionen, die sich sexuell vergnügen wollen, durch die Gewöhnung und den angeheizten Trieb hyperaktiviert sind und dann für den entspannenden Schub sorgen. Die Frau wird zu einem Objekt erklärt und für den Abbau von Stress benutzt. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine normalisierte Destruktivität, die vor allem durch das Geheime – das Tabuisierte – noch an Fahrt aufnimmt und wahre Intimität zwischen Mann und Frau untergräbt, weil sie die Fähigkeit zu wahrer Liebe und echtem Respekt vor dem Weiblichen in ihm eliminiert.

Sein wiederholtes Verwenden des weiblichen Objektes zur Entledigung innerer Konflikte überträgt sich irgendwann auch auf das Privatleben. Dann nimmt er die Tasse aus dem Schrank und stellt sie zurück, wie es ihm beliebt. Manche Tassen sind anspruchsloser als andere. Die kommen häufiger zum Einsatz, denn die muss man nicht mit der Hand abwaschen und sorgsam verwenden.

Ohne Respekt wird wahrhaftige Liebe auf Augenhöhe verunmöglicht. Dann geht Sex nur noch unter Ausschluss der Seele. Eine Frau, die ihre Seele nicht von ihrem Körper trennen kann, ist zu derartiger Sexualität gar nicht in der Lage. Sie würde durch sie krank werden. Frauen dieser Art sind klar zu erkennen. Wer sie bewusst manipuliert und vorgibt, ihre Kostbarkeit behüten zu wollen, obwohl er nur ab und an eine schöne Abwechslung konsumieren möchte, kann hinterher nicht ehrlich behaupten, verführt worden zu sein.

Wenn Männer Frauen belügen, ihnen etwas Gemeinsames, Schutz oder Liebe versprechen, sie aber insgeheim übergriffig objektivieren und den geteilten Schutzrahmen durch Betrug und sexuelle Fixierung auf jemand anderen verraten, wird das Vertrauen der Frau in das Männliche möglicherweise – auch in dieser Generation – erneut und oft sogar nachhaltig zerstört, weil sie ihm Vertrauen entgegenbrachte, wo eigentlich eine seelische Gefahr der Ausbeutung und des Missbrauchs ihrer seelischen und körperlichen Energie und Liebe gegeben war. Ihr freier Wille wurde ausgehebelt, denn hätte sie gewusst, dass nur ihr Körper gemeint ist, hätte sie sich nicht verschenkt (das nennt man Selbstachtung, Selbstrespekt und Selbstliebe)…

Wir haben es also mit einer neuen Form von Gewalt zu tun: Der Mann nutzt die Intelligenz seines Verstandes dazu, sie hinters Licht zu führen – sie in eine Hingabe hinein zu VER-führen, die in Kenntnis der eigentlichen Realität (seiner wahren Absicht) nicht freiwillig gewesen wäre. So umgeht er, sie körperlich zwingen zu müssen, nimmt aber das potentielle Zerstören ihrer Seele in Kauf und stellt seine körperlichen Bedürfnisse über ihr seelisches Bedürfnis – sein temporäres Soothing über ihre psychische Gesundheit. Männer bestätigen einander häufig in derlei Gebaren. Es gibt einen regelrechten Konkurrenzkampf untereinander. Wer die längste Liste hat, ist der größte Hecht.

Vor längerer Zeit habe ich ein Interview mit einer Kinder- und Jugendtherapeutin gelesen. Sie berichtete von einer gestiegenen sexuellen Wahllosigkeit, die unter jungen Menschen um sich greift. Mit dem Internet und den sozialen Medien und der einhergehenden Dopaminsucht, gibt es eine geminderte soziale Impulskontrolle. Die Seele aber bleibt dabei auf der Strecke.

Ich schreibe immer wieder über diese Dynamik, weil ich meiner Tochter und anderen jungen Frauen ersparen möchte, was mir widerfuhr.

Narzissten lügen und täuschen, um ihre Droge – den Menschen – so zu manipulieren, dass sie – die Frau – sich freiwillig hingibt und ihm ihre Lebensenergie schenkt. Wo der durch das Craving induzierte innere Druck die Urteilsfähigkeit einschränkt, tendieren Süchtige dazu die Wahrheit auszulassen. Und besonders die Narzissten sind sehr gut im Zurechtbiegen der Wirklichkeit.

Die Lebensenergie der gefügigen Frau boostert sein Ego. Das künstliche Selbst, das seine – durch ihre Zuwendung angenährte – Strahlkraft wieder hinaus in die Welt trägt, um weiteres Geld, Bestätigung von anderen und neuen Ruhm zu generieren, geht als vermeintlicher Gewinner hervor. Sie kann dabei nur verlieren. Oder sie lernt, selbst manipulativ zu werden und die Sexsucht des Mannes für ihre Karriere zu nutzen. Dass sie dafür ihre Seele vom Körper trennen müsste und somit Gefahr läuft, selbst zur Narzisstin zu werden, wird sie aber langfristig wahrscheinlich nicht glücklich machen.

Der Narzisst braucht Beifall und “Erfolg“ im Außen, um sich seine Grandiosität immer wieder neu zu bestätigen, denn im Inneren wurde der Mensch nie in seiner Vulnerabilität gehalten. Seine Verletzlichkeit ist sein größter Feind. Deshalb ist auch die Frau,‘ – mit Ihrer Fähigkeit, zu fühlen und Liebe für ihn zu empfinden – sein Feind. Er verabscheut sie insgeheim für ihre kommunikative Transparenz in Gefühlsdingen, weil er selbst lernen musste, seine eigenen Gefühle zu verbergen und von sich abzuspalten. Ein fühlender Junge wird schnell zur Zielscheibe rauerer Artgenossen. Kinder, aber auch Eltern können grausam sein. Erfährt ein Junge aufgrund seiner Gefühle Ablehnung, lernt er, sie selbst abzulehnen. Seine Verachtung dafür, dass sie sich das Recht herausnimmt, was er sich selbst verwehrt, gibt ihm die passive Aggressivität, sie zu verletzen. Er lernt auch, dass viel Geld in unserer Gesellschaft Status bedeutet. Dieser wird nicht selten mit menschlichem Wert verwechselt. Und wenn er meint, sein Status und Einfluss wäre größer als der ihre, wird er sie noch eher unterwerfen wollen und sich selbst die Legitimation dazu geben, sie – zum möglichen Schaden ihrer Psyche, die ja nicht von dem Körper, den er besitzen will, zu trennen ist – zu benutzen.

Das Geld, das seine Persönlichkeit im Außen erarbeitet, und er auch in seine vermeidende, abspaltende Lust investiert – fließt also immer wieder neu in den Konsum pornografischer Angebote hinein, anstatt die Gaben seines Erfolges zu der Quelle seines – durch die Intimität mit jemandem, der ihn aus der Tiefe heraus liebt –  zurückzutragen und zu teilen.

Sein durch ihre Zuwendung erworbenes Selbstbewusstsein strömt nicht zu ihr und in den sicheren Rahmen zurück, den er ihr versprach, denn da müsste er sich verletzlich zeigen und die narzisstische Maske ablegen. Ihre Liebe allein reicht ihm nicht, denn der Mangel an Selbstliebe und auch der Suchtdruck treiben ihn dazu an, nach Abwechslung und neuem CHI zu jagen.

Sex (sexual energy exchange) ist ein spiritueller Akt, der die Energiefelder zweier Menschen miteinander verwebt und auch die Störfelder auf das Gegenüber übertragen kann. Die Liebe gibt uns die Kraft und die Geduld, gemeinsam an ihnen zu arbeiten und die Magie der Verschmelzung dafür zu nutzen, das Verzerrte aus den Zellen herauszulösen und sukzessive in etwas Friedliches zu wandeln, auf das sich beide verlassen können.

Hat eine Frau an ihrer Heilung von Trauma gearbeitet und für sich bewusst entschieden, was sie braucht, wird sie dies einem möglichen Kandidaten vermitteln. Sie ist davon abhängig, sich ihm anzuvertrauen, um herausfinden zu können, ob er ihr liebevoll, verantwortungsvoll, respektvoll und loyal begegnen möchte. Wird sie in der vulnerablen Phase des Kennenlernens belogen, um sich öffnen zu können, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Destruktive Vermeidungsmuster sollten nicht von einem Menschen zum nächsten getragen werden. Tinder, Pornhub und Co suggerieren den Konsumenten, dass es natürlich wäre, Menschen wie Vieh auf dem Markt zu katalogisieren, mit kalkuliertem Einsatz zu erwerben, zu konsumieren, bis die Lebensenergie ausgebeutet ist, und danach zu entsorgen, als wären sie Müll.

Der ganze Kreislauf ist dazu gemacht, das Weibliche (das Gefühl im Menschen) als von seinem Körper getrennt wahrzunehmen bzw. zu ignorieren, das Licht, die Zuwendung und Liebe für den Moment des Konsums an sich zu reißen, später durch die unweigerliche Offenbarung der eigentlichen Absicht zu erniedrigen und das Männliche selbst durch diesen Akt des Missbrauchs zu entmannen – was sich durch den exzessiven Konsum dieser Angebote und die ergaunerte Verschmelzung nicht nur geistig sondern auch körperlich manifestieren kann.

Wenn man sich diese ganze Dynamik aus der spirituellen Adlerperspektive anschaut, kann man es auf einen sehr destruktiven Mechanismus herunterbrechen:

Die Milliarden, die das Porno-Geschäft und die Prostitution – die wiederum auch mit Menschenhandel und Drogenhandel verlinkt ist – den Initiatoren einbringt, stammen aus dem Schoß der Frau und basieren auf Missbrauch und Ausbeutung.

Männer, die besetzt sind, erfüllen ihre männliche Rolle gegenüber der Frau nicht mehr. Anstatt ihr emotionale und körperliche Sicherheit zu geben, damit sie ein begründetes Vertrauen schenken und sich behütet hingeben kann, wird der Mann auf beiden Ebenen zu einer Gefahr für sie und auch für zukünftige Generationen, denn nur eine glückliche Frau kann gesunde und starke Kinder austragen, gebären und grossziehen.

Nur eine Frau, die sich in Sicherheit weiß, kann ihre weiblichen Fähigkeiten in die Gemeinschaft tragen. Auch das Weibliche (das Gefühl) in dem Mann kann nur gesund Einfluss auf sein Wirken im Außen nehmen, wenn er Mitgefühl, Loyalität und Exklusivität aus sich selbst heraus generiert und nicht vermeidet.

Schaut Euch auf der Welt um! Könnte es sein, dass der massenhafte Konsum dieser Vermeidungsangebote etwas damit zu tun hat, dass es den männlichen Entscheidern an Sensibilität und Mitgefühl fehlt und die Erde brennt?

Die Vermeidung von Gefühl ist die verdeckte Motivation des Konsums programmierter sexueller Entladung. Das Männliche verliert sein Gesicht, seine Ehre und seinen Selbstrespekt, wenn es die Abstumpfung kultiviert, und die Frau entwürdigen muss, um Erregung zu spüren.

Wer die Seele der Frau missachtet, missachtet Mutter Erde und somit seine eigene Existenzgrundlage. Der büsst nicht nur die Intimität auf Herzebene zur Frau ein, sondern auch die Intimität zu sich selbst.